Titelaufnahme

Titel
CO2-Reduktionspotential im innerstädtischen Berufspendlerverkehr Wiens des Jahres 2001 unter Beachtung empirischer Wirkungszusammenhänge von Raum und Verkehr / Gerda Hartl
VerfasserHartl, Gerda
Begutachter / BegutachterinFranck-Oberaspach, Georg
Erschienen2015
Umfang228 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)CO2-Reduktion / Berufspendlerverkehr / Zersiedelung / Wien / PKW / Dichte / Stadtplanung / Stadtrand
Schlagwörter (EN)CO2 Reduction / Commuting / Urban Sprawl / Vienna
Schlagwörter (GND)Wien / Berufspendler / Pendelverkehr / Straßenverkehr / Kohlendioxidemission / Zersiedlung / Geschichte 2001
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-81517 Persistent Identifier (URN)
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CO2-Reduktionspotential im innerstädtischen Berufspendlerverkehr Wiens des Jahres 2001 unter Beachtung empirischer Wirkungszusammenhänge von Raum und Verkehr [43.96 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Österreich ist seit 1992 Mitglied der UN-Klimarahmenkonvention und hat das Kyoto-Protokoll ratifiziert. Dessen Ziel ist es, eine globale Erderwärmung von über 2° Celsius zu verhindern (-2-Grad-Ziel-). In der Kyoto-Periode 2008 bis 2010 verfehlte Österreich aber sein vorgesehenes Treibhausgasreduktionsziel bei weitem, hauptverantwortlich hierfür war der Wirtschaftssektor -Verkehr-. 99% des CO2- Ausstoßes dieses Sektors entstammen in der Hauptstadt Wien 2010 dem Straßenverkehr. Es stellt sich daher die Frage, wie die überfällige CO2-Reduktion im Wiener Straßenverkehr bewerkstelligt werden kann obwohl die Bevölkerung Wiens von 2010 bis 2050 um 25% zunehmen wird. Da ein Viertel aller werktäglichen Wege Berufswege sind, kann der Wiener Berufspendlerverkehr vor dem Hintergrund dieser Fragestellung untersucht werden. Die dekadisch durchgeführten Volkszählungen bieten verkehrsmittelfeines Datenmaterial zu den Pendlerverflechtungen der Wiener Berufspendler. Das Verkehrsmodell Wien der Stadt Wien dient als Abbild des Verkehrsnetzes, räumliche Strukturdaten der Statistik Austria werden von der Autorin in einem GIS-System zusammengeführt und bearbeitet. Die Kombination dieser drei Datenlevel ermöglicht es, ein Bild der Ursachen des CO2-Anstiegs im Wiener Binnenpendlerverkehr von 1971 bis 2001 zu zeichnen. Für das Jahr 2001 steht eine detaillierte Betrachtung der Wohnorte, Arbeitsorte und Wege, im speziellen der Pkw-Pendler, im Mittelpunkt. Unter mannigfaltigen Blickwinkeln werden Siedlungsgebiete besonders intensiven Pkw-Pendlerverkehrs herausgearbeitet, wobei auch die lokale Bebauungsstruktur eine Rolle spielt. Ausführliche statistische Analysen der aus dem Datenmaterial generierten räumlichen und verkehrlichen Kennzahlen bringen Faktoren zum Vorschein, die starken Einfluss auf das Ausmaß zurückgelegter Pkw-Kilometer im Pendlerverkehr haben. Die Kenntnis dieser Faktoren wirft auch ein Licht auf die räumlich-strukturellen Voraussetzungen CO2-minimierender Stadtgebiete. Anhand von zwei Szenarien werden vorhandene CO2-Einsparungspotentiale für das Jahr 2001 skizziert. Ein drittes Szenario veranschaulicht schlussfolgernd Umsetzungsmöglichkeiten des vorgeschlagenen Lösungsweges einer -Verdichtung-. Die Ergebnisse vorliegender Dissertation verdeutlichen die Tragweite der Beeinflussung des Verkehrsverhaltens durch die Bebauungsweise und streichen damit die Problematik der auch innerhalb der Stadt Wien zu findenen -Zersiedelung- hervor. Würde das aus der Zwischenkriegszeit vererbte Paradigma, welches mit dieser Bauweise -hohe Lebensqualität- assoziiert, gebrochen und stattdessen die städtische Blockrandbebauung konsequent fortgesetzt, wäre die CO2 -neutrale, -fußläufige Stadt- tatsächlich kaum weiter als einen Schritt entfernt.

Zusammenfassung (Englisch)

Since 1992 Austria has been a member of the United Nations Framework Convention on Climate Change. It has also ratified the Kyoto-Protocol, which aims at limiting global warming to a maximum of 2 degrees (-2°C guard rail-). However, in the Kyoto period 2008 to 2010, Austria did not meet the prescribed greenhouse gas reduction by far. The main factor causing this failure was the economic sector -traffic-. In the capital Vienna, 99% of this- sector-s CO2-emissions stem from road traffic. This leads to the question how the overdue CO2-reduction in road traffic can be achieved in spite of the predicted 25 % population growth in the city of Vienna from 2010 to 2050. One quarter of all weekday trips are commuting trips. Therefore, commuting to and from work in Vienna can be taken as an example to research the -solution space- of urgent decarbonisation. Decadic census offers transport mode-specific data on commuter relations within Vienna. The transport model of the city of Vienna is used as a representation of the street network while spatial data provided by the Statistik Austria is combined and edited in a GIS-System. The combination of these three data-levels permits drawing conclusions concerning the causes behind mounting CO2-output in Viennese commuter traffic from 1971 to 2001. A detailed look at residential areas, workplace locations and paths travelled in 2001 follows, with car-commuters being of special interest in this respect. Taking different points of view, settlement areas of particularly intense car-commuting are highlighted, together with a discussion of their local building densities. A statistical analysis of spatial and traffic-related characteristics, retrieved from the data, brings forth factors that strongly influence the mileage of car-commuters. The knowledge of these factors furthermore sheds a light on the spatio-structural preconditions of settlement areas capable of minimizing CO2- emissions. Two scenarios then outline CO2-reduction potential regarding commuter traffic for the year 2001. Concluding, a third scenario shows the implementation of the proposed solution - namely -densification- - in practice. The results of this thesis clarify the impact of housing densities on travel behaviour and hereby highlight the issue of urban sprawl present within the city of Vienna. If the paradigm equating low housing density with a high quality of life would shift and traditional block perimeter was to be implemented again, the CO2-neutral, -walkable- city would come within close reach once again.