Titelaufnahme

Titel
Strategiepfad für ein Urbanes Logistik-System Wien Handlungsoptionen zur Reduzierung von CO2-Emissionen des Straßengüterverkehrs in Wien 2030 / von Markus Neuhaus
Weitere Titel
Strategy-path for an Urban Logistics System Vienna - Options for reducing CO2 emissions from road freight transport in Vienna 2030
Verfasser / Verfasserin Neuhaus, Markus
GutachterHörl, Bardo
ErschienenWien, 2019
Umfang125 Seiten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2019
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprueft
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Raumplanung / Stadtlogistik / Güter / Transport / E-Mobilität / Güterverteilzentrum / Zustellkonzept / KEP-Dienst / Nachhaltig / Smart City
Schlagwörter (EN)Spatial Planning / City Logistics / Goods / Transport / E-Mobility / Freight Distribution Center / Delivery Concept / CEP Service / Sustainable / Smart City
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-121816 Persistent Identifier (URN)
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Strategiepfad für ein Urbanes Logistik-System Wien Handlungsoptionen zur Reduzierung von CO2-Emissionen des Straßengüterverkehrs in Wien 2030 [6.59 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der anthropogene Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen, derer sich die Menschheit in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stellen muss. In Anbetracht dieser Situation hat die Europäische Kommission im Jahr 2011 das „Weißbuch Verkehr“ beschlossen, welches erste allgemeine Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen (THG), allen voran CO2, im Verkehr beschreibt. Explizit wurde hier zum ersten Mal das Ziel ausgegeben, dass bis zum Jahr 2030 die Stadtlogistik in europäischen Städten im Wesentlichen CO2-frei erfolgen soll. Diese Ziele wurden im Laufe der Zeit in nationale und kommunale Strategien übertragen. Unter anderem wird in der Smart City Rahmenstrategie Wien das Ziel ausgegeben, dass der Wirtschaftsverkehr mit Quelle und Ziel in Wien bis 2030 weitgehend ohne CO2-Ausstoß erfolgen soll. Aus dem Monitoring-Bericht zur Smart City Rahmenstrategie aus 2017 geht zudem hervor, dass bei der Zielerreichung zum CO2-freien Wirtschaftsverkehrs, allen voran im städtischen Straßengüterverkehr, sehr großer Handlungsbedarf herrscht. Ein Konzept oder eine Strategie für Wien fehlt, was den zeitlichen Handlungsbedarf erhöht. Diese Arbeit hat sich daher das Ziel gesetzt, einen ersten Strategiepfad für ein Urbanes Logistik-System Wien zu skizzieren. Die hierfür nötige Analyse des städtischen Straßengüterverkehrs in Wien hat aufgezeigt, dass die Transportmengen des Straßengüterverkehrs im Zeitraum 2006 2017 zwar annähernd konstant blieben, jedoch vor allem Fahrten mit Ziel Wien erheblich zugenommen haben und 44 % der gesamten Fahrten von und nach Wien Leerfahrten sind. Zum Einsatz kommen hierbei ausschließlich Fahrzeuge mit konventionellem, fossilem Antrieb und Großteiles werden leichte Nutzfahrzeuge (zGg 3,5 t) eingesetzt. Zudem zeigten sich starke logistische Verflechtungen mit Niederösterreich. Neben diesem Ist-Zustand in Wien gibt es zeitgleich viele (allgemeine) Einflussfaktoren auf den Straßengüterverkehr. Zum einen sind Megatrends wie e-Commerce oder Globalisierung treibende Kräfte, die mehr Transportmengen verursachen. Zum anderen können die räumlichen Strukturen vor allem kurze Wege in der Stadt oder ein effizienterer sowie verlagerter Güterverkehr diese Effekte abmildern. Eine Gegenüberstellung und Bewertung der analysierten Optionen hat gezeigt, dass den größten Einfluss auf dem Weg zu einem nachhaltigen urbanen Gütertransport in Wien prozessoptimierende Maßnahmen ausüben, die ein Bündel aus räumlichen, technischen, ökonomischen sowie verkehrspolitischen Lösungen und Optionen bilden. Mit dieser Arbeit wird unter dem Namen Urbanes Logistik System für Wien 2030 ein Leitbild skizziert, indem die erforschten Potenziale und Herausforderungen gegenübergestellt und synthetisiert wurden, um darauf aufbauend eine strategische Umsetzungsstrategie mit Zielen und Handlungsempfehlungen zu formulieren. Das Urbane Logistik System baut auf der Grundidee von City-Logistik Konzepten der 1990er Jahre auf und wurde für die spezifische Situation in Wien adaptiert sowie ergänzt. Ergebnis ist eine Plandarstellung mit einem Netzwerk aus multimodalen Güterverteilzentren am Stadtrand für die Güterkonsolidierung und City-Terminals im Stadtgebiet, die für die effiziente Feinverteilung der Güter auf der Letzten Meile verantwortlich sind, begleitet von Maßnahmen für eine CO2-freien Gütermobilität. Die Fortführung und Umsetzung dieser Idee obliegt den politischen, administrativen und wirtschaftlichen Akteuren im Rahmen einer kooperativen Zusammenarbeit.

Zusammenfassung (Englisch)

Anthropogenic climate change is one of the greatest challenges humanity will face in the coming years and decades. In view of this situation, the European Commission has decided the "White Paper on Transport" in 2011, which describes the first general measures for the reduction of greenhouse gases (GHG) in transport, above all CO2. Over time, these measures have been translated into national and local strategies. Among other things, the objective of the Smart City Framework Strategy Vienna was that by 2030 commercial transport with its source and destination in Vienna should be without CO2 emissions. With regard to the short time, a very ambitious goal, particularly as the monitoring report on the Smart City framework Strategy (2017) by the MA 18 demonstrated a great need for action, especially in the area of CO2-free commercial transport - urban road freight transport. A concept or strategy for the federal capital is completely missing. This work has therefore set itself the goal of drafting a first strategy path for reducing CO2-emissions from road freight transport in Vienna 2030+. The analysis of urban road freight transport in Vienna has shown that the transport volumes of road freight traffic remained virtually constant over the period 2006 - 2017, but that tours to Vienna have increased significantly and 44% of all tours to and from Vienna are empty. Only vehicles with conventional fossil propulsion systems are used and the majority of these vehicles used are light commercial vehicles ( 3.5 t). Furthermore, there were strong logistical links with Lower Austria. In addition to this actual state in Vienna, there are many (general) influencing factors on the road freight traffic at the same time. On the one hand, megatrends such as e-commerce or globalization are driving forces that cause more transport volumes. At the same time, the spatial structures - especially short distances in the city - or a more efficient as well as displaced freight traffic can moderate these effects. A comparison and evaluation of the analyzed approaches and options has shown that the greatest influence on the way to sustainable urban freight transport in Vienna are process-optimizing measures, which are a bundle of spatial, technical, economic as well as transport-political options and solutions. Therefore, a guiding principle was outlined, the Urban Logistics System for Vienna 2030, in which the researched potential and challenges were compared and synthesized in order to formulate a strategic implementation strategy with goals and recommended actions. The Urban Logistics System builds on the basic idea of City-Logistic Concepts of the 1990s and was adapted and supplemented for the specific situation in Vienna. The result is a blueprint with a network of multimodal freight distribution centers on the outskirts for goods consolidation and city terminals in the metropolitan area, which are responsible for the efficient fine distribution of goods on the last mile, accompanied by measures for CO2-free freight mobility. The continuation and implementation of this idea depends on the sense of responsibility of the political, administrative and economic actors in a cooperative cooperation.

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