Titelaufnahme

Titel
Bibliothek Leopoldstadt : die Fügung von Backstein und Stahl in Sigurd Lewerentz' späten Kirchen und einem zeitgenössischen Bibliotheksentwurf / von Benjamin Michels
Weitere Titel
Library Leopoldstadt
Verfasser / Verfasserin Michels, Benjamin
Begutachter / BegutachterinHasler, Thomas ; De Chiffre, Lorenzo
ErschienenWien, 2019
Umfang129 Seiten : Illustrationen, Karten, Pläne
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2019
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Bibliothek / Hochbau / Backstein / Stahl / Lewerentz
Schlagwörter (EN)Library / Brick / Steel / Lewerentz
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-120698 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ein analytischer Blick soll im Zuge dieser Arbeit auf die beiden Spätwerke St. Markus und St. Petri des schwedischen Architekten Sigurd Lewerentz gerichtet werden. Den beiden Sakralbauten wohnt eine besondere Aura inne, die sowohl von dem resoluten Architekten, den ungewöhnlichen Planungsund Bauprozessen vor Ort, als auch vom Einsatz der verwendeten Materialien gespeist wird. Dieser Aura gilt es, mittels fokussierter Betrachtungen, auf den Grund zu gehen. Anhand der Themengebiete des Fügens, der Materialität, des Fensters und des Details werden einzelne Aspekte der beiden Kirchenbauten näher inspiziert, um einen Eindruck von Lewerentz raffinierter Denk-, Arbeitsund Konstruktionsweise zu bekommen. Zunächst jedoch werden in kurzen Abhandlungen das Leben des Architekten Sigurd Lewerentz und die Entstehungsgeschichten seiner wohl enigmatischsten Bauten aufgezeigt. Hierbei kommen Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zum Vorschein. Die genauere Betrachtung der konstruktiven Verbindungen von Backstein und Stahl zeigt eine Weiterentwicklung. Der Stahl emanzipiert sich von einer konstruktiven Nebenrolle in St. Markus und entwickelt sich zu einer eloquenten Schlüsselrolle in St. Petri. Der zweite Teil dieser Arbeit beinhaltet den Entwurf einer städtischen Bibliothek im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt. In der Nähe des Karmelitermarkts gelegen, bietet sie der Gesellschaft Räumlichkeiten an, die aufgrund der Globalisierung und Digitalisierung immer weniger an Orte gebunden ist. Diese Bibliothek soll, neben ihrer Funktion als Hort des Wissens und der Bücher, sowohl dem Individuum, als auch der Gemeinschaft dienen. Berührungspunkte von Theorie und Entwurf liegen in der Auseinandersetzung mit der konstruktiven Verbindung von Backstein und Stahl. Sigurd Lewerentz schafft mit diesen beiden Materialien einzigartige Sakralräume mit unverkennbarem Charakter. Der Entwurf einer öffentlichen Bibliothek setzt die Kraft und den Ausdruck, die der Symbiose dieser beiden Materialien innewohnen, an einer Bauaufgabe um, die ganz anderen Anforderungen gerecht werden muss.

Zusammenfassung (Englisch)

The first part of this diploma thesis treats the two late churches of the swedish architect Sigurd Lewerentz, St. Markus in Stockholm and St. Petri in Klippan. Both buildings contain a particular aura, which is mainly caused by the resolute architect, the unusual planning phase and construction phase, as well as the appropriation of the chosen material: brick and steel. This unique aura will be explored more closely. On the topics of joining, materiality, the window and the details, individual aspects of the two churches are closely inspected in order to get an idea of Lewerentz‘s ingenious way of thinking, working and constructing. The life of the architect Sigurd Lewerentz and the genesis of his probably most enigmatic buildings are recorded afore in short essays. This brings similarities, but also differences to light. A closer look at the constructive connections of brick and steel shows a further development. The steel emancipates itself from a constructive supporting role in St. Mark and develops into an eloquent key role in St. Petri. The second part of this work includes the design of a municipal library in the 2nd district of Vienna Leopoldstadt. Located near the Karmelitermarkt, it offers space for a society that is less and less tied to places due to globalization and digitization. This library, in addition to its function as a haven of knowledge and books, serves both the individual and the community. The interface between theory and design lies in the examination of the constructive connection between brick and steel. Sigurd Lewerentz uses these two materials to create unique sacred spaces with an unmistakable character. The design of a public library translates the power and expression inherent in the symbiosis of these two materials into a building task that has to meet very different requirements.

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