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Title
Schilf schneiden : Strategie zum baulich-architektonischen Umgang mit dem Schilfgürtel des Neusiedlersees / von Nikolaus Gartner
Additional Titles
Cutting reed. Strategy for the architectural handling of Lake Neusiedls reed belt
AuthorGartner, Nikolaus
CensorAndritz, Inge
PublishedWien, 2019
Description271 Seiten : Illustrationen, Karten, Pläne
Institutional NoteTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2019
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Zusammenfassung in englischer Sprache
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Schilf / Neusiedlersee / Burgenland / Kulturlandschaft
Keywords (EN)reed / Neusiedlersee / Burgenland / cultivated landscape
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-120571 Persistent Identifier (URN)
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Schilf schneiden [27.71 mb]
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Abstract (German)

Schilf wird geschnitten um die Wasserfläche des Sees freizuhalten. um die Uferflächen vor Versumpfung zu schützen. um Tierarten einen Lebensraum zu geben. um einen Rohstoff zu gewinnen. um das sensible Ökosystem des Neusiedler Sees aufrecht zu erhalten. Der Schilfgürtel des Neusiedler Sees im Burgenland ist unmittelbarer Bestandteil der Naturund Kulturlandschaft Neusiedler See. Er steht in Zusammenhang mit der agrikulturellen Nutzung der umliegenden Uferzonen und ist für den natürlichen Lebensraum des Sees wesentlich. Seine Pflege trägt dazu bei, das uns bekannte Landschaftsbild des Neusiedler Sees, das erst durch die Einwirkung des Menschen seit ca. 120 Jahre als solches bestehend ist, zu erhalten. Folgt man dem Lauf der Geschichte, so liegt es heute an uns, diese Kulturlandschaft zu pflegen und in einer Wechselbeziehung mit dieser zu leben. Dem entgegen stehen die Herausforderungen der heutigen Gesellschaft in Zusammenhang mit der Nutzung des Sees und des Schilfgürtels, die diesen als Naherholungs-, Freizeitund Wohnort zu erobern versucht. Wohnsiedlungen im Schilf ohne Einbindung in das Dorfgefüge, Restaurants mit prominenter Lage und Konsumzwang auf öffentlichem Gut,und Seebäder, die die Besucherzahlen maximieren wollen, beschreiben eine Progression an sozialen Räumen, die weder demokratisch noch im Sinne der Gemeinschaft zu werten sind. Diese rapid entstehenden Strukturen entwickeln sich im Spannungsfeld mit dem UNESCO-Weltkulturerbe und Naturund Vogelschutz. „Schilf schneiden“ steht sinnbildlich für eine nachhaltige Umgangsform mit dieser Kulturlandschaft. Dieser Idee folgend versucht diese Arbeit die gegenwärtigen Strukturen rund um den Neusiedlersee räumlich zu erfassen, deren Ausprägungen programmatisch, typologisch und morphologisch im Kontext der Geschichte zu analysieren, um gegenwärtig gültige Fragen und Antworten im richtigen Umgang mit der Kulturund Naturlandschaft des Schilfgürtels zu formulieren. Ein architektonischer Entwurf soll zeigen, wie beispielhaft bauliche Eingriffe im Schilfgürtel die Kommerzialisierung des Sees, die sozial-räumliche Einbindung der Dorfzentren (Zersiedelung, Donut-Effekt), die Nutzung durch den menschlichen Lebensstil und das Problem der Zerstörung von Naturund Lebensraum nachhaltig behandeln können.

Abstract (English)

Reed gets cut ... ... to prevent the water surface from becoming overgrown. ... to prevent the banks from becoming a marshy area. ... to give animals a habitat. ... to obtain raw material. ... to preserve the sensitive ecosystem of the Lake Neusiedl. The Reed-Belt around the Lake Neusiedl in Burgenland is part of the Fertö/Neusiedlersee Cultural Landscape. It is connected to the agricultural use of the shoreline and it is of a certain importance to the lakes natural environment. Its care is indispensable to retain the landscape of Lake Neusiedl, which came to exist of about 100 years in cause of human interaction. Following the course of history it is our duty to care this cultural landscape and to form a symbiotic relationship. Todays society challenges the protected and sustainable use of the lake and the Reed-Belt trying to conquer the area for residential and leisure motifs. Housing estates without any connection to the village, restaurants with a prominent site and with pressure to consume in an public area, and beach resorts that try to maximize the tourists numbers describe a progression of social spaces, that are neither democratic nor in a sense of community. These structures are growing rapidly in contradiction to the aims of the Unesco World Heritage, the protection of nature and the protection of birds. “Cutting reed” is symbolic for the treatment of the cultural landscape in a sustainable way. Following this idea, the aim of this work is to describe the existing structures around the Lake Neusiedl programmatically, typologically, morphologically and historically to formulate current and valid questions concerning a right treatment of the natural and cultural landscape of the Reed Belt. An architectonical project will show how structural interventions could take care of the lakes commercialization, the social-spacial integration of the village centres (urban sprawl, doughnut effect), the use of the todays lifestyle and the problem of destructing natural landscape and habitat.

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