Titelaufnahme

Titel
Modellierung einer Brennstoffzelle mit experimenteller Validierung zur Bewertung der Energieeffizienz mittels Längsdynamiksimulation / von Matthias Koch
Weitere Titel
Modeling of a fuel cell including experimental validation to evaluate the energy efficiency by longitudinal dynamics simulation
Verfasser / Verfasserin Koch, Matthias
GutachterHofmann, Peter
ErschienenWien, 2019
Umfang83 Seiten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2019
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprueft
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Brennstoffzelle / Fahrzeug / Hybrid / Alternative Antriebssysteme / KFZ-Technik
Schlagwörter (EN)Fuel Cell / Vehicle / Hybrid / Alternative Propulsion Systems / Automobile Technology
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-120283 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Modellierung einer Brennstoffzelle mit experimenteller Validierung zur Bewertung der Energieeffizienz mittels Längsdynamiksimulation [3.42 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Bedarf an lokal emissionsfreier Mobilität ist heute höher denn je. Neben den batterieelektrischen Fahrzeugen ist das Brennstoffzellenfahrzeug eine Möglichkeit, diese zu realisieren. Insbesondere die Niedertemperaturbrennstoffzelle mit Polymerelektrolytmembran ist aufgrund der Betriebstemperaturen, dem festen Elektrolyten, der ungiftigen Reaktanten und dem Reaktionsprodukt Wasser für den Einsatz im Fahrzeug geeignet. In dieser Arbeit wurde eine Polymerelektrolytmembran-Brennstoffzelle modelliert. Dazu wurden die bekannten Grundgleichungen um die Einflüsse des Luftdrucks, des Massenstroms und der Temperatur erweitert bzw. modifiziert. Durch eine anschließende Ausgleichsrechnung ließen sich mit dem Modell die Messdaten des Brennstoffzellenprüfstands der TU Wien mit zufriedenstellender Genauigkeit abbilden. Die Modellgleichungen wurden dann in ein in der Simulationssoftware GT-Suite neu aufgebautes Modell eines Brennstoffzellensystems implementiert. Das System besteht dabei aus der Zellspannungsberechnung abzüglich der Verluste, einem Luftversorgungssystem mit Kompressor, welcher den Luftdruck und den Massenstrom liefert und einer thermische Masse der Brennstoffzelle, über die die Temperatur geregelt wird. Als Teil eines bestehenden Gesamtfahrzeugmodells konnten somit Untersuchungen, u.a. in Bezug auf die maximale Brennstoffzellenleistung und den Wasserstoffverbrauch bzw. die Fahrzeugreichweite, am Brennstoffzellensystem durchgeführt werden. Die maximale Brennstoffzellenleistung konnte für geringen sowie für hohen Luftdruck (zwei mögliche Stellungen der Drosselklappe) ermittelt werden. Die berechnete Leistung war, entsprechend der Druckabhängigkeit des Brennstoffzellenmodells, für hohen Luftdruck ebenfalls höher. Außerdem wurde die Temperaturabhängigkeit des Modells für die Bewertung eines elektrischen Heizsystems für den Kaltstart genutzt. Eine verbesserte Energiebilanz bei Aktivierung der elektrischen Heizung aufgrund des frühzeitigeren höheren Wirkungsgrades der Brennstoffzelle konnte nicht festgestellt werden. Der Einfluss einer geänderten Batteriekapazität auf die Brennstoffzellenleistung wurde ebenfalls untersucht. Der Wasserstoffverbrauch sank mit sinkender Batteriekapazität aufgrund von kürzeren Ladezeiten, da eine Batterie mit kleinerer Kapazität schneller auf höhere Ladezustände gebracht werden kann. Dadurch waren auch die Phasen mit hoher Brennstoffzellenleistung, und damit hohem Wasserstoffverbrauch, kürzer. Eine kleinere Batterie ist allerdings stärker belastet und damit in ihrer Haltbarkeit eingeschränkter.

Zusammenfassung (Englisch)

The demand for locally emission-free mobility is today higher than ever. Beside the battery electric vehicles, the fuel cell vehicle is a way to realize such a mobility. In particular, the low-temperature fuel cell with polymer electrolyte membrane is suitable for use in the vehicle due to the operating temperatures, the solid electrolyte, the non-toxic reactants and the reaction product water. In this work, a polymer electrolyte membrane fuel cell has been modeled. For this purpose, the known basic equations were extended or modified to account for the effects of air pressure, mass flow and temperature. By a curve fitting, the model of the fuel cell test bench of the Vienna University of Technology could be reproduced with satisfactory accuracy. The model equations were then implemented in a model of a fuel cell system newly developed within the simulation software GT-Suite framework. The system consists of the cell voltage calculation minus the voltage losses, a compressor air supply system that provides the air pressure and the mass flow and a thermal mass of the fuel cell for the temperature control. As part of an existing vehicle model, investigations and simulations have been performed for the extended fuel cell system in terms of maximum fuel cell power, hydrogen consumption, and vehicle range. The maximum fuel cell power has been determined for low as well as for high air pressure (two possible positions of the throttle valve). The calculated power was, according to the pressure dependence of the fuel cell model, also higher for high air pressure. In addition, the temperature dependence of the model was used for the evaluation of an electric heating system for the cold start. An improved energy balance due to the faster higher efficiency of the fuel cell has not been observed. The influence of different battery capacities on the fuel cell performance has also been investigated. Hydrogen consumption decreased with decreasing battery capacity due to shorter charging periods, as a battery with smaller capacity can reach a higher state of charge faster. As a result, the phases with high fuel cell performance, and hence hydrogen consumption, were shorter. A smaller battery, however, is more heavily strained and therefore more limited in its durability.

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