Titelaufnahme

Titel
The future development of CO2-abatement costs for Wind and PV in the power sector in Germany / von Richard Löw
Weitere Titel
Die zukünftige Entwicklung der CO2-Vermeidungskosten von Wind und PV im Stromsektor in Deutschland
Verfasser / Verfasserin Löw, Richard
GutachterHaas, Reinhard
ErschienenWien, 2019
Umfang69 Seiten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2019
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprueft
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)CO2-Vermeidungskosten / Emissionen / Erneuerbare Energiequellen / CO2-Zertifikatspreis / Energiewirtschaft / Kostenentwicklung
Schlagwörter (EN)CO2-Abatement costs / emissions / renewable energy sources / CO2-certificate price / energy economics / cost development
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-120138 Persistent Identifier (URN)
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The future development of CO2-abatement costs for Wind and PV in the power sector in Germany [1.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit legte ihren Fokus auf die Entwicklung von marginalen CO2-Vermeidungskosten von Wind Onshore, Offshore und Photovoltaik (PV) im Stromsektor Deutschlands bis 2050. Die Grundstruktur der Arbeit gliedert sich in zwei Teile: Zum einen eine Literaturrecherche, die Studien aus der Vergangenheit beleuchtet, die sich mit der Thematik der Vermeidungskosten der betrachteten Technologien befassen. Zum anderen wurde ein Modell entwickelt, dass eine mögliche Entwicklung der Vermeidungskosten bis 2050 zeigt, und diese mit CO2-Preisszenarien vergleicht. Ein MATLAB Modell zur Lösung eines Optimisierungsproblems wurde verwendet, welches fossile Stromerzeuger Kohle, CCGT und OCGT als Variablen verwendet, bei einer vorgegebenen Einspeisung erneuerbarer Energieträger. Die Vermeidungskosten wurden bestimmt, indem die Einspeisung um 10% erhöht wurde, während der Bedarf und der fossile Strommix gleich blieben. Die Unterschiede bei CO2-Emissionen und Marktwert des Stroms pro MWh, ebenso wie die Stromgestehungskosten, sind die Grundlage für die Berechnung für die Jahre 2020, 2030 und 2050. Die Kosten für Wind Onshore betragen 2020 150-300 /tCO2, und fallen bis 2050 auf about -50 100 /tCO2. Wind Offshore entwickelt sich von 200-300 /tCO2 im Jahr 2020 bis 50-80 /tCO2 in 2050. PV sinkt von 150-500 /tCO2 in 2020 auf negative, daher in jedem Fall wirtschaftliche, -100 - -50 /tCO2 im Jahr 2050. Zu Beginn des untersuchten Zeitraumes befinden sich alle Vermeidungskosten weit über dem Niveau der CO2-Zertifikate. Die weitere Förderung der Technologien ist daher gerechtfertigt und notwendig um einen Ausbau voranzutreiben. Ohne die Unterstützung wäre eine Transformation des Energiesektors in ein emissionsarmes System und die Erfüllung der klimapolitischen Vorgaben kaum realisierbar, da keine der betrachteten Technologien in naher Zukunft wirtschaftlich wird. Eine optimistische Schätzung für den CO2-Preis vorrausgesetzt, wird als erste Technologie ohne zusätzlichen Support PV zwischen 2030 und 2035 den Punkt erreichen, an dem die Einkünfte des Emissionshandels die Ausgaben der Förderung ausgleichen. Die Kosten für Wind Onshore könnten nach 2035 eine gesamtwirtschaftlich positive Bilanz aufweisen, bei einem CO2-Preis von 45-64 /tCO2, je nach Preisszenario. Die Technologie hat erwartungsgemäß weniger stark fallende Kapitalkosten, die bei Wind Onshore die größte Komponente des Preises abbildet. Aufgrund der wesentlich höheren Volllaststunden im Vergleich mit PV fällt dieser Faktor jedoch nicht so stark ins Gewicht wie bei solaren Energieträgern. Von 2020 bis 2050 sinken die Vermeidungskosten um etwa 130% Die Arbeit zeigt die Bedeutung von Investitionsanreizen und Förderungsmechanismen als Instrument der Klimapolitik. Ohne angemessene Unterstützung ist ein wirtschaftliches Betreiben von erneuerbaren Technologien nicht möglich. Um die Zeit zu verkürzen, bis zusätzliche Förderungen gestrichen werden können, könnte ein strengeres Emissionsziel gesetzt werden oder der Überschuss an Zertifikaten im Emissionshandelssystem (ETS) reduziert werden, wie von der Europäischen Kommission angedacht. Die könnte eine Stabilisierung und Erhöhung des CO2-Preises führen, was wiederum mehr finanzielle Möglichkeiten für einen schnelleren Ausbau von erneuerbaren Energieträgern bietet. Aufgrund von Lerneffekten würde das einen rascheren Preisverfall von Wind und PV-Technologien nach sich ziehen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis focused on the development of marginal CO2-abatement costs (MAC) of Wind Onshore, Offshore and Photovoltaics (PV) in the power sector of Germany until 2050. The paper was divided into two parts, a literature research on past studies on that topic, and the development of a model, that shows a possible trajectory of these costs until 2050 and compares to two different CO2-price scenarios. The MATLAB model solved an optimization problem, with fossil generators coal, CCGT and OCGT being the optimization variables at a given injection of renewables. The MAC were determined by increasing this injection by a margin of 10%, while leaving demand and mix at the same level. The difference in CO2-emissions and market value of one MWh, as well as the respective levelized costs of electricity generation (LCOE) for each year, were the base for the calculation of the MAC for the years 2020, 2030 and 2050. For Wind Onshore, these costs decrease from 150-300 /tCO2 in 2020 to about -50 100 /tCO2 in 2050. Wind Offshore develops from 200-300 /tCO2 in 2020 to about 50-80 /tCO2 in 2050. Photovoltaics (PV) see a projected cost curve from 150-500 /tCO2 towards negative abatement costs -100 - -50 /tCO2 in 2050. At the starting point of this examination in 2020 all abatement costs are well above the EU ETSs carbon price. Therefore the current support measures are well justified and necessary to stimulate the further extension of the technologies. Without those support policies, a shift to a low-carbon power generation and a fulfilling of any emission target would be very hard to realize, as none of the RES are expected to operate completely viable any time soon. Even when solely relying on financing through the ETS, this cannot be expected before 2030, with current technological state-of-the-art and CO2-price development kept in mind. With an optimistic projection of the carbon price, the first technology to work economically without additional support is PV, between 2030 and 2035. This could be due to the fact that PV capital costs are expected to fall by over 70% from 2010 levels according to the DIW. (Schröder, Kunz, Meiss, Mendelevitch, & von Hirschhausen, 2013) The great range of MAC at 2020 stems from the LCOE range by the ISE, it narrows down until 2050, as an averaged value for different PV technologies (open space, building integrated and others) is used for the LCOE calculations. The costs for Wind Onshore are expected to be phased out from subsidies after 2035, when the CO2-price reaches levels of 45-64 /tCO2, depending on the carbon price scenario. This technology is expected to have less falling capital costs, which are the main cost driver for the LCOE and the MAC. Due to significantly higher FLHs than PV, this factor doesnt influence results as much as those from solar power. From 2020 to 2050 the abatement costs are falling by about 130%. The thesis shows the importance of incentives and support measures as an instrument of climate policy. Without proper financial support an economically viable operation of low-carbon technology is simply not possible. To shorten the time until these subsidies can be phased out, a more stringent CO2-target or the reduction of the surplus of allowances, as planned by the European Commission, could be a possibility, as it could lead to higher CO2-prices, thus more revenue of the emission trading system (ETS). This revenue in turn could be used to finance faster extension and therefore a quicker cost decline of wind or solar technologies.

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