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Title
Transparent collar contemporary center museum / von Kadri Muzaqi
AuthorMuzaqi, Kadri
CensorSteixner, Gerhard
PublishedWien, 2018
Description133 Seiten : Illustrationen, Karten
Institutional NoteTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Annotation
Zusammenfassung in deutscher Sprache
LanguageEnglish
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Architekturentwurf / Neubau Museum / Prishtina / Kosovo
Keywords (EN)Architectural design / Transparent Collar Contemporary Center Museum / Prishtina / Kosovo
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-118826 Persistent Identifier (URN)
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Transparent collar contemporary center museum [38.64 mb]
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Abstract (German)

Die metaphorische Darstellung der Berufe unterscheidet nach Collar-Farben, die sich auf die jeweiligen Tätigkeiten beziehen. Diese Darstellungsform trennt den Beruf des Künstlers und des Architekten. Während ersterer keine Collar-Farbe zugwiesen hat, ist die Architektenfarbe Grün oder Weiß. Aus irgendeinem Grund haben sich Architektur und Kunst im Laufe der Zeit auseinander entwickelt und diese Arbeit reflektiert die Entwicklung, indem Architektur als nichts anderes als eine weitere Kunstform betrachtet wird. Wie kam es dazu, dass dieser Gegenstand meine Neugier weckte? Mit einem künstlerischen Background, nach einer Ausbildung in der “Classical School of Arts” in Prishtina (Grafik und Malerei) und dem Studium “Konzeptionelle Kunst” an der Akademie der Künste in Wien, begann ich Architektur zu studieren und betrachte diesen Übergang als wichtigen Prozess in beide Richtungen, und praktisch gesprochen, einen Austausch von Wissensformen als Brückenschlag zwischen den Disziplinen. Auf die Frage, warum das Studium der Architektur nach dem Kunststudium kam, antworte ich: Architektur ist ein Kunstprojekt. Und wenn ich ein zeitgemäßes, kulturelles Projekt umsetze, dringen Architektur und Kunst als ein zusammenhängendes Feld durch. Was hat mich beeinflusst? “Kein Einfluss ist der neue Einfluss”, ist meine Haltung und um es mit anderen Worten zu sagen - offensichtlich sind die künstlerische Arbeit und die Architektur soziale Reflexionen, die durch Fakten erzeugt werden und sie sind Ausdruck zu einem bestimmten Thema in unterschiedlichen (überraschenden) Formaten. Diese Arbeiten zielen nicht darauf ab, einfach etwas hinzuzufügen, sondern sie sind im ursprünglichen Sinn neue Kreationen/Schöpfungen. Einfluss oder Inspiration ist praktisch für den Künstler die Innenwelt, die eine bestimmte Komposition innerhalb der realen Welt konzipiert in der Absicht, eine „authentischere“ Wahrheit zu beschreiben. Als der Zeitpunkt kam, das Studium mit dem Diplom abzuschließen, um ein neues Kapitel aufzuschlagen, tauchte der Moment der Ambivalenz zwischen Überlieferung und Inspiration auf. Natürlich ist dieser Moment nicht zu trennen von der Frage der Erfahrungen im Studium im Allgemeinen und in einem speziellen Lebensabschnitt. Der Moment der Rückbesinnung kann in unbegrenzte Tiefen führen und brachte mich bis an den Punkt der Kindheit in Prishtina/Kosovo zurück. Für einen Künstler ist die Kindheit die wichtigste Lebensphase, denn sie ist ohne Vorurteile und frei von Zensur. Das ist der Grund warum Künstler manchmal wie Kinder auf die Wahrheit fixiert sind und ihre Reaktionen natürlich und unprätentiös erscheinen. Aus all den genannten Gründen war es quasi eine moralische Verpflichtung, Prishtina als Ausgangspunkt meiner Arbeit zu wählen, um aus all den gemachten Erfahrungen ein Projekt zu schaffen. Die erste Frage, die bei der Analyse der Stadt auftaucht, ist die Frage nach dem aktuellen Zustand der Stadt und ihrer Darstellung. Wo liegen die Probleme? In welche Richtung geht die Entwicklung? Was ist der wichtigste Punkt, wo sich ihre natürliche Aura zeigt? Es sind die Menschen, die Bürger und ihre Rechte und der Fokus liegt auf der Schaffung von Plätzen für deren Bedürfnisse und Entfaltung. Das aktuelle Bild der Stadt zeigt unterschiedliche Einflüsse seit der allmählichen Abkehr von der Architektur des späten Modernismus und sozialpolitisch ist die die Erfahrung des Krieges, der im Juni 1999 endete, prägend. Die Schwierigkeiten und Belastungen der Vergangenheit machen es für die Stadt äußerst schwer, auf die neuen Erfordernisse mit einer beschleunigten Entwicklung zu antworten. Es gilt in der wesentlichen Frage, wie man eine Stadt für alle gestalten kann, einen Kompromiss zu finden. Das Ziel dieser Arbeit ist es, ein Institut zu entwerfen, das kulturelle und Bildungsaufgaben erfüllen kann. Es soll ein aktives Zentrum nicht nur für Prishtina, sondern für das ganze Land werden, weil die Stadt täglich von vielen Menschen aus unterschiedlichen Motiven wie Arbeit, Ausbildung u.a. frequentiert wird wie jede andere Hauptstadt. Wegen der Größenverhältnisse, der Infrastruktur und anderen Gründen spielt die Stadt hier aber eine Art Tageszentrum. Das Institut könnte die zusätzliche Funktion eines Ortes der Begegnung und des Austausches mit der Welt erfüllen. Ein solches Institut in Form eines Kulturzentrums ist erforderlich für die Entwicklung der Stadt, weil ein Museum als Bildungseinrichtung nicht nur neueste Kultur vermittelt, sondern auch die Vergangenheit bewahrt, sie mit der Zeitgeschichte verknüpft und in die Zukunft wirkt. In Anbetracht der gewaltigen sozialen und politischen Barrieren, die diese Stadt prägen, sind die lokalen Bewegungen für eine Lösung der Probleme bemerkenswert, genauso wie der hohe Grad an Bewusstsein der Bewohner. Die Stadt für alle ist also das Ziel. Das umschließt die Themen Arbeit, Achtsamkeit, höhere Lebensqualität durch Partizipation, Verringerung der Ungleichheit, Geschlechtergleichheit, Bildung und so weiter, die partnerschaftlich und gemeinsam erarbeitet werden sollen. Diese Aufgabe und Hoffnung sind Teil eines Prozesses, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vereint und der nur durch Kultur erreicht werden kann. Die Errichtung eines Zentrums für Kunst und Architektur soll der Ausgangspunkt für Engagement werden und Menschen ermächtigen, sich durch Kultur weiter zu entwickeln, ihr Leben und ihre Stadt nachhaltig zu gestalten. Der Ort, der alle diese Bestrebungen zusammenführen soll, ist ein einzelnes Gebäude im Zentrum der Stadt, architektonisch, funktionell und konzeptionell an die bestehende Infrastruktur und Topografie angepasst, d.h. im Stil der Postmoderne. Das Konzept des Museums geht einen Schritt über den zeitgenössischen Kunst-Diskurs hinaus, indem es Kunst für unverzichtbar hält und in der Einschätzung, dass der kreative Prozess von Architektur und Kunst denselben Stellenwert hat als das Endprodukt. Aus diesem Grund lässt das Museum mehr Raum für offenes Arbeiten in allen Medien, der nach Bedarf umstrukturiert werden kann. „Transparent Collar“ ist der neue Begriff für die Gegenwart, wo Künstler und Architekten versuchsweise wieder zueinander finden, weil ihre Arbeit auf Kreativität, Offenheit, Vision und Reflexion basiert.

Abstract (English)

The representation of professions by means of metaphor filters through the collar color, which is based upon their performance. Suchlike propagation distinguishes between an artist and architect. The first one is defined as “No Collar” and the other varies between “White Collar” and “Green Collar”. For some reasons art and architecture seems to have lost the thread of being one during the process, and this project opens such a question in order to reflect conceptually while working in architecture and considering it nothing but another medium of art. How does this issue arouse curiosity in another scale? With the background on art, educated firstly in classical school of art (Graphic and Painting in Prishtina) and then in Conceptual Art (Academy of Fine Arts in Vienna), architecture was the next field of study, where I consider this continuity from one to another as an important process (back-forward), and practically speaking, exchanging and constructing forms of knowledge as a devolution of bridges in between. To the question of how the study of architecture came after art, I usually answer: it is an art project. And, if I create a cultural contemporary work, art and architecture transpires just as one field subsisted. Where is the influence coming from? “No influence, is the new influence”, this is my statement, and if I elaborate it with other words obviously the work of art and architecture is a social reflection, which is constructed through facts and it is an expression to a specific issue in different (unexpected) formats. These works dont just aim an addition, another work as an influence in continuity, but they are a new creation (there where the name creation comes from). Influence or inspiration is practically (for artist) the inside world which conceives certain composition within the reality in order to verbalize the truth in more authenticity. Since the moment of completion came, to finalize the study with the Diploma project and to close a chapter in order to open another one; it shoed showed up the moment toward the influence or the inspiration. Naturally, this moment comes with the question of what experience is made through the years of study and life in general as an escapade. These moments of thinking back have then no limitation, that means that you might go too far back in the state in which I was, and once browsing through the memories I arrived in Prishtina (Kosovo) where I remember my childhood and from where everything started (again). For an artist (we call creator), childhood is the most important part of the life, because it is the part without suppression that is free from censorship. That is why artists are just like kids that are naturally focused on the truth and reaction is a natural and an unpretentious act. To this above all, it appeared a confident and moral obligation and Prishtina became the city and starting point of creating a work in order to be able to construct a work out of all the experiences as finalization within a single project. The very first question while making analyzes of the city occurs to be the representation and the actual state of the city. What are the problems? In which direction is it developing? The most important aspect of issuing the city naturally aspirated? Is the human, the citizens and their rights, and the focus lies on creation of places for their needs and development. The recent image of the city shows a certain transition, that architecturally might have different influences by losing the path of late modernism, and social-politically is known that the place experienced by its war, which ended in June 1999. Such difficulties and troubles that the past created made it extraordinary difficult for the country and city to respond to all the needs and to answer through any hastiness in development. This comprises the main question of how to help in order to create a city for everyone by giving respect to the people. The aim of this project is to create an Institution that can help to solve other problems, which has to play double roles both that are cultural and educational. This Institution, has to operate as an active center not only for Prishtina, but also for the whole country, as the city practically is frequented daily from people with a special mission that might be work, education and so on, just as other capitals, but because of the size, infrastructure and other reasons, here the city plays more the role of the daily center. Another assignment that might be working through this Institution is the connection to the world by creating a space of exchange and development. Such an Institution in form of a Cultural Center is very urgent for the future development, since a Museum belongs to the education, not because of cultivating exclusively new culture in the sense of innovating something new, but to keep the culture of the past, link it to the recent history and work toward the future. By the virtue of political and social barriers that city is facing, noteworthy is the local mobility for a solution and that is the matter of awareness. Giving respect to people and making a city for everyone is the goal. This includes work, carefulness, increasing the quality of life through the issues such participation, reducing inequality, gender equality, climate change, health, education and so on, which has to be worked out through progress and partnership, where everyone has to contribute. This achievement and hope is the work and matter of process, which has to connect the past, present and the future and culture is the only hope through which such a destination could be reached. Establishing an Institution that includes art and architecture will be a starting point of engagement and will give power to the people, potentiate to have access to and through the culture that they can gradually develop and build a sustainable city and life. In attempt to achieve a goal of sustainable city and life, strategically starting through culture by creating a platform of exchange, participation and engagement, this platform is a single building placed in the very center of the city which architecturally, functionally and conceptually refers to the existing infrastructure and the topography that city owns, speaking in the language of postmodern architecture. This concept for a Contemporary Center Museum located in the center of Prishtina (Kosovo) goes few steps above as reaction within the context of contemporary work, first on the discretion, while considering culture very indispensable, that has to be very central in relation to the city, and second considering the process of art and architecture as same equally important as the end product. By such reasoning so, the Center Museum includes other parameters in operation, making more space for process of work open to all mediums, restructuring the functions and relations within the building where artists and architects are present and active. “Transparent Collar” is the new term for our contemporary era, where tentatively artists and architects find each-other (again) in the same category, since their performance is based on creativity, openness, reaction and vision practically it is reflection.

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