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Title
Dachausbau bei kommunalen Gemeindebauwohnungen aus der Nachkriegszeit in Wien / von Thomas Flotzinger
Additional Titles
Rooftop extension in communal residential buildings of the postwar period in Vienna
AuthorFlotzinger, Thomas
Thesis advisorKolbitsch, Andreas
PublishedWien, 2018
Description149 Seiten
Institutional NoteTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Annotation
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprueft
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Dachausbau / Gemeindebauwohnungen
Keywords (EN)Rooftop / communal residential buildings
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-118739 Persistent Identifier (URN)
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Dachausbau bei kommunalen Gemeindebauwohnungen aus der Nachkriegszeit in Wien [50.57 mb]
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Abstract (German)

Bauwerke aus den Jahren 1945 - 1960 weisen mittlerweile ein Alter auf, bei dem die Thematik der Erhaltung und Erneuerung immer interessanter wird. Denkt man an weitgreifende bauliche Maßnahmen an einer Liegenschaft, sollte man auch die Möglichkeit einer Erweiterung in Form von einem Dachausbau oder Ähnlichem berücksichtigen. Der kommunale Wohnbau in Wien ist einer der wichtigsten Vertreter am Wohnungsmarkt und besitzt ca. 65.000 Wohnungen aus den Jahren 1945 - 1960. Im Gesamten stammen ca. 7 % des heutigen Wohnungsbestandes von Wien aus den Nachkriegsjahren. Diese Bausubtanz birgt großes Potential bezüglich Dachausbauten, da zur Zeit der Errichtung kaum ein Dachboden für Wohnzwecke genutzt wurde. Natürlich sind bei der Umsetzung solcher Projekte zahlreiche Aspekte zu beachten. Zu Beginn sollte man sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen befassen, dazu gehören Themengebiete, wie Eigentumsverhältnisse, dingliche Rechte, Bauordnung und deren Bestimmungen, mietrechtliche Aspekte, Nachbarrechte, diverse öffentlich-rechtliche Aspekte und vieles mehr. Jedoch ist der wichtigste Schritt in Richtung Umsetzung die Erhebung und Beurteilung des Bestandes, welcher Aufschluss über den tatsächlichen Aufwand eines Dachausbaues gibt und somit die Wirtschaftlichkeit definiert. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele neue Bauprodukte auf den Markt gebracht. Ganz oben auf der Liste der neuen Bauprodukten stehen diverse Produkte aus Beton oder betonähnlichen Materialien, wie Leichtbetons, Betonfertigteile, Hohlbocksteine, Füllkörper für Deckenkonstruktionen u.v.m. Diese Entwicklung wurde aus der Not heraus geboren, denn es herrschte Wohnungsmangel und gravierende Rohstoffund Ressourcenknappheit. Es wurden daher materialund ressourcenschonende Bauweisen bevorzugt, um möglichst viel Wohnraum mit wenig Ressourceneinsatz schaffen zu können. Es gab Bemühungen in diverse Richtungen, so wurde versucht Wohngebiet möglichst effektiv zu erschließen, sparsam zu planen und zu bauen, die Rohstoffe auf das Äußerste auszunutzen, die Bauelemente möglichst wirtschaftlich zu bemessen, die Baudurchführung möglichst rationell zu gestalten und die Zusammenarbeit aller Beteiligten möglichst effizient zu organisieren. Viele Gebiete des Bauwesens wurden zu dieser Zeit revolutioniert. Trifft man auf Konstruktionen dieser Zeit, gibt es viele potentielle Probleme, die einen Dachausbau möglicherweise erschweren. Ratsam ist es den Dachausbau so leicht wie möglich auszuführen, um eine Überbeanspruchung der bestehenden Tragstruktur zu umgehen. Ist dies nicht möglich, ist nur noch eine Ertüchtigung der tragenden Bausubstanz zu empfehlen, dies kann aber unter Umständen dazu führen, dass das Projekt wirtschaftlich an Interesse verliert. Überbeanspruchungen bei der statischen Bemessung eines Dachausbaues treten häufig bei der Betrachtung von seismischen Einwirkungen auf. Daher sollte man diese besonders im Auge behalten.

Abstract (English)

Buildings from the years 1945 to 1960 are nowadays at an age, which make the subject of conservation and renovation more and more interesting. When thinking about far-reaching structural measures of a building, the possibilities of extension in the form of a roof expansion or similar should also be considered. Social residential housing in Vienna is one of the most represented part of the housing market and counts approximately 65.000 apartments, which were built between 1945 and 1960. In total 7 % of the overall housing stock in Vienna were built in the postwar years. This building fabric harbors great potential in terms of unused roof expansions, since attics were rarely used for living purposes back then. Many aspects have to be considered in the realization of projects like this. At the beginning one should deal with legal conditions like property ownership, real property rights, building law and their regulations, aspects of tenancy law, laws concerning the respective interest of neighbors, as well as public law and much more. However, the most important step towards realization is the survey and assessment of a building, which provides the necessary information about the actual operating expense and therefore defines the cost-effectiveness. In the years after World War II many new construction products were launched. On top of the list were concrete products or concrete similar materials like lightweight concrete, precast concrete elements, hollow stones, fillers for ceiling constructions and so on. Reasons for this evolution were the lack of housing and serious resource shortages. Therefore, it was preferred to use resource conserving construction methods to build as much residential space while using as little resources as possible. With these efforts of creating residential space as effectively, rationally and economically, civil engineers of this time optimized construction methods and revolutionized many areas of civil engineering. Constructions from this time are full of potential structural problems that might make such projects more difficult. For that reason, it is advisable to build rooftop extensions very light, to avoid overstraining of the existing structure. Should that not be practicable, the only other way is to strengthen the main structure, which can in turn lead to the loss of the economic interest in such a project. The effects of seismic activity and its consequences should be especially considered, as they are one of the most common reasons for overstraining the support structure.

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