Titelaufnahme

Titel
Urbanes Aufwachsen oder Entwicklung eines gemeinschaftlichen Wohnprojektes für Familien mit Kindern in Wien-Ottakring / von Anna Berthou
Weitere Titel
Growing up urban or the design of a community housing project for families with children in Ottakring-Vienna
Verfasser / Verfasserin Berthou, Anna
Begutachter / BegutachterinSchramm, Helmut
ErschienenWien, 2018
Umfang157 Seiten : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Wohnen / gemeinschaftliches Wohnen / Wohnen mit Kindern
Schlagwörter (EN)Housing / collective housing
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-117869 Persistent Identifier (URN)
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Urbanes Aufwachsen oder Entwicklung eines gemeinschaftlichen Wohnprojektes für Familien mit Kindern in Wien-Ottakring [46.26 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ïn Anbetracht meiner persönlichen Lebenssituation als junge Mutter, die in Wien drei Kinder im Alter von ein bis fünf Jahren aufzieht, stelle ich mir des öfteren die Frage, ob meine städtebauliche Umgebung den Bedürfnissen meiner Familie entspricht. Ich muss mit Schwierigkeiten im Alltag umgehen, die nicht aus sozio-ökonomischen Gründen resultieren, sondern durch Städtebau und Architektur bedingt sind. Weiters muss ich mich einer Vielzahl von Herausforderungen stellen wie der Entfernung meiner Arbeitsstätte zu den Betreuungseinrichtungen meiner Kinder, der zeitlichen Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung, den baulichen Barrieren in Architektur und Städtebau, dem Fehlen von Grünflächen, Spielplätzen und Parks in der direkten Nachbarschaft, dem Mangel an geeignetem und leistbahrem Wohnraum für Familien,... und vieles mehr. Da ich in meiner Umgebung kein Wohnprojekt gefunden habe, welches den oben genannten Anforderungen gerecht wird, habe ich beschlossen, selbst eines zu entwerfen und in der gegenständlichen Diplomarbeit auszuarbeiten . Zu den Hauptthemen dieses Wohnprojekts zählen: die Schaffung von gemeinschaftlich genutzten Räumen als Grundlage für eine funktionierende Wohngemeinschaft, Wohntypologien zu entwerfen welche soziale Interaktionen zwischen den Bewohnern ermöglichen, täglich notwendige Wege und organisatorische Arbeitsabläufe innerhalb der Anlage zu optimieren, Kinderbetreuungseinrichtungen innerhalb des Wohnprojekts sicherstellen sowie der Entwurf flexibler Grundrisse, um im Laufe der Zeit auf veränderte Familiensituationen reagieren zu können. Der gewählte Bauplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe meines derzeitigen Wohnstandortes in Ottakring, dem 16. Wiener Gemeindebezirk, in einem relativ heterogenen städtebaulichen Gefüge.Das Grundstück erstreckt sich über drei verschiedene Straßenfronten, die zusammen eine L-förmige Geometrie bilden. Die projektierte Bebauung erfolgt über drei Blöcke mit einer Tiefe von 14m an den drei Straßenfronten und eines weiterer Blocks innerhalb des Grundstücks welcher zwei Innenhöfe ausbildet, die wiederum über Durchgänge miteinander verbunden sind. Die gesamte Wohnanlage umfasst insgesamt 81 Wohneinheiten bei einer Gesamtnettonutzfläche von 8703m2. Als Maßnahme gegen den derzeitigen Mangel an Wohnungen in ausreichender Größe für Familien, enthalten die Hälfte der projektierten Wohnungen mehr als vier Zimmer. Es gibt sowohl eingeschossige Wohnungen sowie Duplex-Wohnungen mit teilweise doppelter Raumhöhe und Galerie. Neben den Wohnnutzungen enthält das Projekt einen Kindergarten, mehrere gemeinschaftlich genutzte Nebenräume, einen landschaftlich ausgestalteten Innenhof mit Spielgeräten und Eigengärten sowie eine Sockelzone mit Mehrzweckraum, Café und gemeinschaftlich genutzter Wohnküche. Viele Bereiche der Wohnanlage sind nicht zwingend einer bestimmten Wohneinheit zugeordnet sondern werden von der gesammten Hausgemeinschaft genutzt. So wird das herkömmliche Prinzip der privaten Balkone und Loggien durch das Konzept der Gemeinschaftsterrassen erweitert. Diese Teilbereiche der außen liegenden Laubengänge sind als halböffentliche Verweilbereiche zu verstehen, welche einer Mehrzahl von angrenzenden Wohneinheiten zugeordnet sind . Dies soll die Kommunikation zwischen den Bewohnern fördern, was wiederum die Grundlage für eine funktionierende Wohngemeinschaft darstellt. Flexible Grundrisse sind in der gegenständlichen Arbeit ein wesentlicher Teil des Enwurfskonzeptes. Da sich die Zusammensetzung von Familien im Laufe der Zeit ändern kann, soll sich auch der Wohnraum ändern können. Durch konstruktive Vorkehrungen können bei Räumen deren Höhen sich über zwei Geschosse erstrecken nachträglich Zwischendecken eingezogen werden um zusätzlich Wohnfläche zu schaffen. Auch öffentliche Bereiche wie der Kindergarten lassen sich durch geringfügige bauliche Änderungen als Büro oder Studentenwohnheim umnutzen. Da die räumliche Nähe von Wohnort zu Arbeitsplatz aus zeitlichen und organisatorischen Gründen besonders wichtig für Eltern ist, enthält das Wohnprojekt Einheiten, welche sowohl die Nutzungen Wohnen als auch Arbeiten beinhalten. In anbetracht dessen wurden im Erdgeschoss Wohnungstypen entwickelt, die straßenseitig eingeschossige Geschäftslokale und hofseitig Wohnräume über zwei Stockwerke aufweisen. Da sich der Bauplatz in einem dicht bebauten Stadtteil befindet, sollten die Bauarbeiten möglichst schnell abgewickelt werden, um Lärmbemissionen auf die direkte Umgebung möglichst gering zu halten. Daher wurde für die Konstruktion des gegenständlichen Projektes eine Bauweise mit einem hohen Vorfertigungsgrad aus Massivholzteilen gewählt.

Zusammenfassung (Englisch)

My personal life situation as a young mother raising three children from one to five years of age in Vienna lead me to ask if the current urban layout is adequat for the needs of a family like mine. I have to deal with difficulties in everydays life which are not only due to social reasons but also to urbanism and architecture. I have to face challenges such as the distance of my residential facility to my childrens educational institutions, compatibility of employment and childcare, structurale accessibility in architecture, lack of green areas, playgrounds and parks in the neighbourhood, finding adequate and affordable housing spaces for families,... and so on. Considering that I havent found such a housing project in such a urban neighborhood that responds to my needs, I decided to design one. The main topics for the design of the housing project of the current diploma thesis are: creating shared spaces to provide the fundamental bases for a functioning housing community, designing housing typologies which allow social interactions between different residents, optimizing daily required organizational procedures regarding work, child care, etc, within the housing project and designing flexible floor plans to respond to changed family situations over time. The construction site is located in my immediate environement in Ottakring the 16th district of Vienna within an heterogeneous urban structure. The parcel extends over three different street fronts which together form an L-shaped geometry. The structures of the housing complex are placed in such a way that the street fronts are closed by blocks of about 14m depth. A further block inside the parcel formes two inner courtyards which are relied to each other by transitions. The whole housing complex contains a total of 81 residential units with a total usable living area of 8703m2. Responding to the actual lack of appartements with sufficient surface for families in Vienna, half or the appartements of the project contain more than four rooms. There are one-storey appartements as well as duplex appartements with partially double room heights. In addition to the residential units, the current project includes a kindergarten, several shared adjoining rooms, a courtyard with landscape design and playground equipments, and a ground floor zone which includes a multipurpose room, a cafe and a communal living room with kitchen. Many areas of the residential complex are shared, rather than assigned to a specific housing unit. The concept of private balconies and loggias is being expanded by communal terraces which are also part of the acces ways. This shall promote communication between the residents, which in turn provides the basis for a functioning housing community. Flexible floor plans that can be adapted to changing family situations are part of the concept of customization of the project. The construction method is designed so that formerly open areas which extend over two storeys can be reused by inserting ceilings as additional living space. Also public areas like the kindergarden can be easily reused by minor structural changes as an office or a students residence. As the geographical proximity to the workplace is particularly important for parents due to time constraints, the housing project contains units that include both living and working functions. therefore, on the ground floor apartment types have been developed which include on the street side retail stores and on the courtyard side housing spaces over two storeys. Since the building site is located in a densely built-up district, the construction works should possibly be completed quickly in order to minimize the impact of noise pollution on the environment. Herefore, a construction method with a high degree of prefabrication in solid wood construction was chosen.

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