Bibliographic Metadata

Title
Durchhäuser - Wiener Geheimgänge / von Anela Preldzic
Additional Titles
Passage spaces secret courses in Vienna
AuthorPreldzic, Anela
Thesis advisorPlakolm, Sabine
PublishedWien, 2018
Description165 Seiten : Illustrationen, Pläne, Karten
Institutional NoteTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
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Zusammenfassung in englischer Sprache
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Durchhäuser / Wien
Keywords (EN)Passage spaces / Vienna
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-116944 Persistent Identifier (URN)
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Durchhäuser - Wiener Geheimgänge [15.18 mb]
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Abstract (German)

Durchhäuser haben im Wiener Stadtgefüge eine besondere Bedeutung. Als Durchhaus oder Durchgangshaus bezeichnet man ein Haus, das zwischen zwei parallel verlaufenden Straßen liegt und von beiden Seiten her betretbar ist und als langgestreckter, meist enger Durchgang von einer Straße zur anderen benutzt werden kann, wodurch sich häufig zeitraubende Umwege erübrigen. Es kann sowohl der überbaute Durchlass durch ein Gebäude sein, als auch ein Gebäude selbst. Durchhaus so sagte man im Volksmund, um Örtlichkeiten zu bezeichnen, an denen ein ständiges Kommen und Gehen herrscht.1 Alle Arten von Durchhäusern zeichnen sich dadurch aus, dass sie direkte Wegführungen erlauben, ohne bebauten Raum zu verschenken, also ein und dieselbe Parzelle, die dem Verkehr, Gewerbe oder Wohnen dient. Hier ist die fußläufige Erreichbarkeit von Einrichtungen des täglichen Bedarfs von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus vermitteln sie auch Ruhe und Geborgenheit als Kontrast zum Straßenlärm. 1 GRIESER Dietmar, Wege, die man nicht vergißt: Entdeckungen und Erinnerungen, Amalthea Signum Verlag, 2015 2 http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/4618745/Wiens-Schleichwege-durch-Privathaeuser Die Mode der Einkaufspassagen, die sich in vielen Großstädten wie zum Beispiel in London, Mailand oder Paris findet, konnte sich in Wien nicht durchsetzen. Allenfalls die lokale Besonderheit der Wiener Durchhäuser lässt sich architektonisch mit Passagen vergleichen, sie gehen jedoch auf eine mittelalterliche Bauweise zurück und führen nicht den Glanz einer Warenwelt vor Augen, sondern eher die Hinterhofatmosphäre der Wohnhäuser. In Wien gibt es ca. 144 Durchhäuser, die öffentlich zugänglich sind. Fast in jedem Jahrhundert bis Anfang 1900 kamen neue hinzu. Diese Bebauungsformen waren dringend notwendig, weil ab der Wiener Stadtmauern der Platz in der Stadt immer begrenzter wurde.2 Die heutigen Durchhäuser laden zum Besuchen, Flanieren und Verweilen ein. Sie bieten vielfach reizvolle Einblicke und Ausblicke in die historischen Innenhöfe und die alten Hauszugänge. Hier entdeckt man schöne Fassaden, Innengärten, versteckte Galerien und Cafés. Viele markante Beispiele finden sich in den Innenbezirken von Wien. Unter den bekanntesten zählen die Ferstelpassage, der Sünnhof, der Raimundhof, das Schottendurchhaus oder die Durchhäuser zur Wollzeile.

Abstract (English)

Passages have particular importance in Viennas urban fabric. Durchhaus or Druchgangshaus is a passage between two parallel streets and is accessible from both sides. It is a long and mostly narrow passageway that can be used as a street, and which can save time-consuming detours. Passage spaces can be covered by a building, or can be a building itself. A passage space allows constant arrival and walking. Different kinds of passage spaces can be distinguished, which permit direct road detours without giving away built-up space. This means the same plot can serve traffic, trade or living. At the same time, the accessibility of the facilities is also of central importance. In addition, these passage spaces also provide secure places to rest from the street noise. Vienna does not have emerging shopping arcades, such as those in the many large cities including London, Milan and Paris. Instead Viennas local passage spaces can be architecturally compared with arcades. These spaces date back to medieval construction and shows, instead of the lustre of merchandise, the backyard atmosphere of the houses. In Vienna, 144 passage spaces are open to the public. During almost every century until the beginning of 1900, new passage spaces are developed. These forms of development have been absolutely necessary, because from Viennas town walls, accessibility to the town has become increasingly more restricted. Today passage spaces invite you to visit, stroll and relax. They offer attractive insights and views of the historical inner courtyards and access to the old houses. Here one discovers beautiful facades, inside gardens, hidden galleries and cafés. There are many striking examples in the inside districts of Vienna. Some of the best known examples include the Ferstelpassage, the Sünnhof, the Raimundhof, the Schottendurchhaus and the passage spaces to the Wollzeile.

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