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Title
Das GEWO - Haus : Gemeinschftliches Wohnen im Ortskern / von Johanna Maria Waldhör
Additional Titles
The GEWO - Home: Cooperative housing for village centers
AuthorWaldhör, Johanna Maria
CensorForlati, Silvia
PublishedWien, 2018
Description187 Seiten : Illustrationen, Karten
Institutional NoteTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Annotation
Zusammenfassung in englischer Sprache
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)gemeinschaftlich Wohnen / Ortskern
Keywords (EN)Co-Housing
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-116741 Persistent Identifier (URN)
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Das GEWO - Haus [35.01 mb]
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Abstract (German)

Ein demographischer Wandel passiert. Die Gesellschaft wird älter. Strukturen wie Kirche und Großfamilie zerfallen und neue Haushaltsformen entstehen. Es erfolgt eine Bewegung der Bevölkerung vom Land in die Stadt und ihr Umland. So hat besonders der ländliche Raum mit diesen Veränderungen zu kämpfen. Das Konzept des gemeinschaftlichen Wohnens kann viele Antworten auf diese Herausforderungen geben. Der Ortskern als ländlicher Versorgungsmittelpunkt soll seine Bedeutung zurückbekommen. In der Arbeit wird nun erforscht, welchen Einfluss Gemeinschaftswohnprojekte auf die Entwicklung eines Ortskerns haben. Realisierte Projektbeispiele werden empirischen mittels qualitativer Interviews, Beobachtungen und Literaturrecherchen untersucht. Vor allem die durch das Wohnprojekt neu gewonnene, äußerst aktive Gruppe kann in der Gemeinde einen Impuls bewirken. Die an Gemeinschaftswohnprojekten interessierten Personen überschneiden sich mit jenen, die vom Land abwandern nämlich junge Erwerbstätige, Frauen und Menschen mit hohen Bildungsabschlüssen. Neben dem räumlich - architektonischen Angebot sind vor allem soziale Prozesse und Strukturen des Zusammenlebens, wie Arbeitsteilung und Konfliktbewältigung für das Gelingen eines Projekts unumgänglich. Die Bewohnerschaft ist äußerst außenorientiert. Für den Ort ergeben sich Vorteile durch öffentlich zugänglich gemachte Flächen, ein Veranstaltungsangebot und die Möglichkeit zur Beteiligung. Die Wohnanlage bietet nicht nur eine bauliche Alternative zum Einfamilienhaus oder der herkömmlichen Geschosswohnung, sondern auch eine verloren gegangene soziale Einbettung. Die Ergebnisse münden in einen Strategienkatalog für die Umsetzung eines GEWO - Hauses. Dieser soll als prototypischer Leitfaden für zukünftige initiierende Nutzer und Nutzerinnen und die Regionalpolitik dienen. Das GEWO- Haus ist ein auf den Ortskern zugeschnittenes gemeinschaftliches Wohnprojekt. Es vereint private Wohnräume, Bereiche für die Gemeinschaft und benutzbare Flächen für die Gemeindebevölkerung. Es kann in jedem Ortskern entstehen. In der Auflistung sind auch wirtschaftliche und organisatorische Vorgehensweisen abseits der baulichen Planung genannt. Der Strategienkatalog kommt am Schluss der Arbeit, in einem Beispiel in Kärnten zur Anwendung. Das zentrale gelegene GEWO - Haus Oberdrauburg ist eine Kombination aus zwei umgenutzten Bestandsgebäuden und einem Wohnungsneubau.

Abstract (English)

A demographic change is happening. The society is getting older. Structures such as the church and large families break apart and new household forms arise. A movement from rural into urban areas takes place. Especially the countryside struggles with this transformation. Cooperative housing can offer many answers for these challenges. Village centers as rural supply centers should regain their importance. The paper investigates the impact of Co-housing projects on the development of village centers. Realized reference examples are evaluated empirically by means of qualitative interviews, literature research and observation. The rural community profits mainly from the people, who move into the village through the project. They are highly active and innovative. People interested in collective housing projects coincide with those leaving the countryside - young workers, women and people with a high educational level. In order for the project to be a success not only architectural concepts, but also social processes like structures of conflict regulation or division of work are essential. The residents are highly exterior oriented. Public use of space, events and opportunities of participation are advantages for the population of the village. The project not only offers an alternative to single-family houses or conventional multi story-housing, but also social integration for the residents. The results are used to develop a strategy catalogue for the implementation of a GEWO-Home. It should serve as a prototype guideline for people initiating projects in the future and regional politics. The GEWOHome is a form of Co-housing specifically created for a village centre. It unites private living spaces, areas for the community and usable areas for the community population. It can be implemented in any village center. The catalogue also lists economic and organizational procedures apart from the constructional planning. The paper concludes with the implementation of the strategy catalogue on a GEWO-Haus in Carinthia. The centrally located GEWO-Home in Oberdrauburg is a combination of two converted existing buildings and a new residential building.

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