Titelaufnahme

Titel
Schule querdenken : eine Mehrphasenanalyse ausgewählter, zeitgenössischer Schulbauten in Finnland und anschließendem Designvorschlag einer modernen Lernumgebung für eine gymnasiale Oberstufe in der Stadt Heinola / von Martin Hirtenlehner
Weitere Titel
Re-thinking school
Verfasser / Verfasserin Hirtenlehner, Martin
Begutachter / BegutachterinKühn, Christian
ErschienenWien, 2018
Umfang251 Seiten : Illustrationen, Pläne
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Schule / Finnland
Schlagwörter (EN)School / Finland
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-113628 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Schule querdenken [27.26 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Seit nunmehr 40 Jahren wird in Österreich über die Notwendigkeit einer großen Bildungsreform diskutiert, welche das gegenwärtige Schulsystem an die geänderten Bedürfnisse einer modernen Gesellschaft anpassen sollte. Diese Diskussion wird mal mehr und mal weniger intensiv geführt, bleibt jedoch stets als Konstante innerhalb der politischen Landschaft bestehen. Dabei präsentieren die unterschiedlichen Parteien ihren Wähler*innen in regelmäßigen Abständen ihre Ausarbeitungen für ein leistungsfähigeres Bildungssystem der Zukunft. Ein ganzheitliches Konzept, welches von jeglicher politischer Couleur gemeinsam getragen wird, kam hierbei aber nie zu Stande. Somit konnten immer nur kosmetische Eingriffe oder Verbesserungen vorgenommen werden, welche zwar partielle Verbesserungen in diesen Bereichen erwirken konnten, jedoch die gesamtheitlichen Probleme dieses Systems, wie beispielsweise unzureichende Chancengleichheit, Unterfinanzierung, schlechte oder mangelhafte Ausstattung, hohe Ausfallquoten oder schlechte Betreuungsverhältnisse, um hier nur einige zu nennen, nicht lösen konnten. Durch diese parteiliche Entscheidungsuneinigkeit und die fehlende Weitsicht, auch innerhalb der österreichischen Gesellschaft, bleiben langfristige Zielsetzungen hierzu Lande kontinuierlich aus. Im Gegensatz hierzu steht Finnland, wo in den 70iger Jahren eine progressive Bildungsreform ins Leben gerufen wurde, die in den 90iger Jahren schlussendlich vollumfänglich umgesetzt werden konnte. Bei dieser Bildungsreform blieb sprichwörtlich kein Stein auf dem anderen und so wurde nicht nur das damalige dreigliedrige Schulsystem durch ein eingliedriges Bildungssystem ersetzt, sondern zudem auch die gesamte Struktur der Bildungsinstitutionen neu gestaltet, vereinfacht und entbürokratisiert. Auch das Ausbildungswesen des Lehrpersonals wurde reformiert, indem es auf ein Hochschulstudium mit Masterabschluss umgestellt wurde. Nur 10 Jahre nach der Umsetzung dieser Reform ging Finnland als bestes europäisches Land, welches bei der ersten PISA-Studie teilnahm, hervor und konnte sich bei den darauf folgenden Tests sogar noch verbessern. Aber warum funktioniert in Finnland, was in Deutschland lange als undenkbar galt und in Österreich noch immer unvorstellbar ist, das Konzept der Gesamtschule?Genau bei dieser Fragestellung setzt diese Arbeit an und versucht mithilfe von Architektur Antworten zu finden.

Zusammenfassung (Englisch)

For almost 40 years now there has been an open discussion about a major education reform in Austria, which could redefine the current school system to suit the changing needs of a modern society. Although the intensity of the debate waxes and wanes it has remained a constant part of the political landscape over the years. On a regular basis the various parties present their differing views and concepts for such a modern education system to the community. However, an integral concept which could be promoted from all political cohesions regardless of political direction has never been introduced to the public. As a result, only cosmetic interventions or improvements have been made in the last few years. These small enhancements may have resulted in partial improvements in the targeted areas, but the overall problems of the current system, such as inadequate equal opportunities, permanent underfunding, poor or deficient facilities, high default rates or an inadequate student to teacher ratio, cannot be rectified this way. Due to these partisan alignments and the lack of foresight within the political parties and Austrian society in general, long-term objectives for this country remain continuously out of reach. In comparison to this, Finland stands in stark contrast. In the 1970s a progressive educational reform was brought to legislation which was fully implemented throughout the country in the early nineties. They left literally no stone unturned in their evaluation of the education system and completely abolished their former three-tier school system in favour of a comprehensive style school system. Finland also redesigned the entire political and educational schooling structures to introduce a more efficient and less bureaucratic system, which is better suited to handle both societal and economical changes. Furthermore, the formal educational system for teachers was reformed and converted into a university course with a masters degree. Just ten years after this reform, Finland was found to be the leading European country in the first PISA study and has since improved in the subsequent tests. So why does the concept of comprehensive schooling work in Finland, while it has long been considered unthinkable in Germany and is still unimaginable in Austria? It is precisely this question that is addressed in this work,

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 44 mal heruntergeladen.