Titelaufnahme

Titel
Embracing the North : investigating a possible use of traditional Iclandic turf constructions in todays architecture / von Lukas Stampfer
Verfasser / Verfasserin Stampfer, Lukas
Begutachter / BegutachterinRieger-Jandl, Andrea
ErschienenWien, 2018
UmfangIII, 178 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Torf / Island / vernakulär / Erdarchitektur / Skandinavien / cradle to cradle
Schlagwörter (EN)Torf / Island / vernacular / earthen architecture / Scandinavia / cradle to cradle
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-112038 Persistent Identifier (URN)
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Embracing the North [92 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit mehr als 1000 Jahren bieten Torfhäuser den Bewohnern Islands Schutz vor den rauen Wetterbedingungen auf der Insel. Ein hoher Wasserspiegel im Erdreich führt durch den Ausschluss von Sauerstoff zu einer unvollständigen Verrottung von abgestorbenen Pflanzen, welche sich folglich in Form eines dichten Geflechts ablagern. Dieses wird mit Torf-Sichel oder Spaten aus dem Boden gestochen und bildet, als Schalenmauerwerk, gefüllt mit komprimierter Erde, die Außenhaut für die cluster-artigen Torffarmen. Getragen von einer Holzkonstruktion im Innenraum, wird auch das Dach mit Hilfe von Torfstücken wasserdicht ausgebildet. Ziel dieser Arbeit ist es zu analysieren welche Adaptionen der historischen Techniken notwendig wären, um eine Anwendung in zeitgemäßer Architektur zu finden. Es besteht die Hoffnung, dass durch die Adaptierung von Problemstellen mit aktuellen Möglichkeiten und Baustoffen eine äußerst energie-effiziente, ortsbezogene Architektur, vorwiegend aus natürlichen sowie biologisch abbaubaren Materialien, entstehen kann. Die Massivität der Wände sowie das Einfügen in die Landschaft mit grünen Wänden und Dächern bergen ein architektonisches Potential, welches eine progressive Verwendung dieser historischen Techniken inspirieren könnte. Durch die kontinuierliche Erosion der Außenhaut sind Torfhäuser weitestgehend abhängig von einer periodischen Erneuerung, welche traditionell auch so gelebt wurde. Eine Wiederbelebung dieser Tradition könnte hiermit weiters den Fortbestand historischer Anlagen sicherstellen.

Zusammenfassung (Englisch)

For more than 1000 years buildings made from turf served as the predominant habitat for Icelanders. Through the absence of oxygen in water saturated soils incompletely decomposed plant remains accumulate to a dense weave of fibres. Cut from the ground with scythe-like tools and spades in different patterns, pieces are used to construct shells that, filled with rammed earth, form the main walls of the cluster-like turf farms. Carried by a wooden structure separated from the turf on the inside the same material is used to cover the roof and make it waterproof. The aim of this work is to analyse if, through adaptation of these historic techniques, turf buildings could find application in current architecture. Through introducing some modern building materials and alternating some problem areas in the construction, it is believed that this could result in a highly insulated and locally inspired architecture, that is mainly constructed from natural and bio-degradable materials. Massive walls and the ability to blend into the landscape with green walls and roofs carry potential to be used as architectural tools to inspire a progressive interpretation of this building heritage. Reviving this tradition could further help in the preservation of historic turf buildings as, through constant decay of material, these structures are highly dependent on the customary periodic rebuilding.

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