Titelaufnahme

Titel
Regionale Leitplanung: ein geeignetes Instrument für die Stadt-Umland-Planung? : Analyse der Regionalen Leitplanungen im Nordraum Wien und im Bezirk Mödling / von Michael Winkler
Weitere Titel
Regionale Leitplanung: an instrument for planning Iin agglomaration areas? Analysis of examples in the metropolitan area of Vienna, Austria
Verfasser / Verfasserin Winkler, Michael
Begutachter / BegutachterinDillinger, Thomas
ErschienenWien, 2018
Umfang155, 15 ungezählte Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Stadtregion / Stadt / Umland / Agglomeration / Region / Kooperation / Zusammenarbeit / Leitplanung / Wien / Niederösterreich
Schlagwörter (EN)city / region / agglomeration / metropolitan / co-operation / collaboration / Leitplanung / master plan / Vienna / Lower Austria
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-109228 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Regionale Leitplanung: ein geeignetes Instrument für die Stadt-Umland-Planung? [18.32 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Stadtregion Wien hat ein seit Jahren ungebrochenes Wachstum vorzuweisen. Grenzen verlieren bei dieser Entwicklung zunehmend an Bedeutung, da sich die Bewohner in der gesamten Stadtregion bewegen und die Definition ihres Lebensmittelpunkts stark mit der Kernstadt zusammen hängt. Allerdings hinken die administrative und die politische Ebene diesen Entwicklungen hinterher. Ihre Strukturen werden den Anforderungen einer Stadtregion nicht mehr gerecht, was insbesondere im Verflechtungsraum zwischen der Kernstadt und den angrenzenden Umlandgemeinden zunehmend sichtbar wird. Das Instrument der Regionalen Leitplanung hat den Anspruch das lokale Denken der Politik und der Verwaltung aufzubrechen und verstärkt die Region in ihren Überlegungen einzubinden. Die als „Kooperation auf Augenhöhe“ bezeichnete Abstimmung zwischen den verschiedenen administrativen und politischen Ebenen ist dabei ein wesentliches Element. Anwendung fand das Instrument erstmals im Nordraum Wien. Der Folgeprozess wurde im Bezirk Mödling durchgeführt, welcher andere räumliche Voraussetzungen hat. Die Arbeit bietet eingangs einen Einblick in die theoretischen Grundlagen von Stadt-Umland-Kooperationen und Stadtregionen im Allgemeinen. Neben verschiedenen Arten von Stadt-Umland-Kooperationen mit geringen bis hohen Institutionalisierungsgraden existieren auch unterschiedliche Methoden zur Abgrenzung von Stadtregionen, die je nach Land und Kulturkreis teils erheblich variieren. Da im Fokus dieser Arbeit die Stadtregion Wien steht, wird diese anhand statistischer Daten bezüglich unterschiedlicher Themen näher beleuchtet und es werden die wichtigsten in der Stadtregion bereits existenten Kooperationen vorgestellt. Den Kern der Arbeit bildet eine Analyse der beiden bereits durchgeführten Leitplanungsprozesse. Ein wesentlicher Bestandteil dieser waren Interviews mit in den Prozessen involvierten Vertretern der planenden Verwaltung, Experten und Politikern. Das Ziel dabei war herauszufinden, welchen Mehrwert die Leitplanungen für die Regionen gebracht haben und welche Probleme während des Prozesses sowie in der folgenden Umsetzung aufgetreten sind. Die Analyseergebnisse dienten außerdem zur Abschätzung der Eignung dieses Instruments für Stadt-Umland-Kooperationen. Die Leitplanungen sind grundsätzlich als erfolgreich einzustufen, da sie den in der Region tätigen Akteuren ein Regionsbewusstsein vermittelten und weitere regionale Kooperationsbemühungen, Prozesse und Projekte anstießen. Darüber hinaus wurde die Leitplanung im Nordraum Wien dazu genutzt, vorab Inhalte des zu ändernden Regionalen Raumordnungsprogrammes abzustimmen, was erhebliche Vorteile, sowohl für das Land Niederösterreich als auch die Gemeinden, brachte. Neben den positiven Aspekten der Leitplanungsprozesse ergab die Analyse auch Verbesserungspotenzial, welches in Form von Handlungsvorschlägen aufgegriffen wird. Diese Empfehlungen können dazu beitragen, das Instrument der Regionalen Leitplanung fortzuführen und weiterzuentwickeln. Den Abschluss der Arbeit bilden Gedanken und Visionen einer Neuaufstellung der Stadt-Umland-Kooperation in der Stadtregion Wien. Der Autor erachtet es als unbedingt notwendig, insbesondere in Stadtregionen interkommunale Kooperationen und regionales Denken zu fördern.

Zusammenfassung (Englisch)

The agglomeration area of the city of Vienna is growing and the administrative borders are losing their significance. The inhabitants of such an agglomeration or metropolitan area consider themselves as a part of the metropolitan area and not only their specific area. While the people are living a “metropolitan life”, the political and administrative levels do not reflect this trend. This can be observed particularly in the transition area between the city and the surrounding municipalities. In order to combat the problems brought about by this development, the planning instrument “Regionale Leitplanung” (English: “regionally based lead planning”) was developed and carried out in the metropolitan area of Vienna. The co-operation between different political and administrative levels is a key element of this instrument. The very first “Regionale Leitplanung” was implemented in the northern area of the metropolitan Vienna and the second in the south in the Lower Austrian district of Mödling. The first section of this thesis contains an in-depth observation of the theoretical basis of co-operations between cities and their surrounding municipalities and agglomeration areas in general. Depending on the country and culture, there are different levels of such co-operations, as well as different methods used to define the agglomeration areas. Since the focus of this thesis is on the metropolitan area of Vienna, some statistical data is shown to create an overview. This section is followed by the introduction of the most important existing co-operations in the Viennese metropolitan area. The main focus of this thesis is an analysis of the two completed processes. The basis of this analysis was achieved through interviews with representatives of the administration, experts and politicians. The goals of the analysis were to determine the achievements of these processes and the added value for the regions, to detect problems before, throughout and in the concluding implementation phases of the processes. Furthermore, the results of the analysis helped to estimate the qualification of this instrument for co-operations between cities and their surrounding municipalities. It can be concluded, that the processes were successful, as they helped to convey a consciousness of regional thinking and also induced further co-operations, processes and concepts in the regions. In the “Regionale Leitplanung” in the north of Vienna, the process was used to discuss and co-ordinate the contents of the legally binding regional spatial plan (“Regionales Raumordnungsprogramm”) which had to be renewed. All actors benefitted from this method, as the municipalities were given the chance to discuss and question every detail, and the national government was more efficient in the actual reviewing work later on. Nevertheless, there is potential for improvement in future implementations. This potential is expressed in proposed actions, which can contribute to the continuing and further development of this instrument. The thesis is concluded with ideas and visions of how co-operations between the city and its surrounding municipalities in the metropolitan area of Vienna could be rearranged to be more effective. The author is convinced that it is absolutely necessary to encourage inter-communal co-operations and regional thinking in agglomeration areas of growing cities for successful urban development.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 44 mal heruntergeladen.