Titelaufnahme

Titel
Risikokonzept von Naturgefahren im Zusammenhang mit Eisenbahninfrastruktur / von Bernd Schweiger
Weitere Titel
Nature risk management in context with railway infrastructure
Verfasser / Verfasserin Schweiger, Bernd
Begutachter / BegutachterinKanonier, Arthur
ErschienenWien, 2018
UmfangIV, 90, 4 ungezählte Blätter : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Raumordnung / Naturgefahrenmanagement / Eisenbahnen
Schlagwörter (EN)Spatial planning / nature risk management / railways
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-108963 Persistent Identifier (URN)
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Risikokonzept von Naturgefahren im Zusammenhang mit Eisenbahninfrastruktur [6.05 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die steigenden Naturereignisse sowie die knapper werdenden finanziellen Mittel der öffentlichen Hand werden immer mehr zur Herausforderung. Daher ist es notwendig die vorhandenen Ressourcen so einzusetzen, dass eine größtmögliche und effiziente Wirkung aus diversen Schutzmaßnahmen generiert werden kann. Dabei gilt es, das geforderte Sicherheitsniveau im Rahmen der verfügbaren finanziellen Ressourcen zu ermöglichen. Dies bedeutet, dass mit einem eingesetzten Euro der maximale Schutz generiert werden muss. Um dies zu gewährleisten, muss ein Paradigmenwechsel von der Naturgefahrreaktion zum integralen Naturgefahrenrisikomanagement erfolgen. Unter dem Gesichtspunkt des sicheren Bahnbetriebs ist das Ziel für die Eisenbahninfrastruktur die Vermeidung von betriebseinschränkenden Schäden durch Naturgefahren sowie von Kostenexplosionen. Damit der maximale Schutz aus dem eingesetzten Euro gewährleistet werden kann, bietet das risikobasierte Naturgefahrenmanagement einen sinnvollen Lösungsansatz. Hinsichtlich der zukünftigen Herausforderungen gilt es für die Eisenbahn, die optimale risikobasierte Maßnahmenplanung zu etablieren. Dabei benötigt es ausreichend Informationen über das potentielle Naturgefahrenrisiko. Einerseits gilt es die Gefahr an sich, und andererseits deren existierende und künftige Auswirkungen zu berücksichtigen. Um eine qualitative Risikoeinschätzung zu tätigen, müssen die bestehenden Planungsinstrumente optimal angewandt und zielgerichtet adaptiert werden, denn eine reine Visualisierung der Gefährdung ist für ein umfassendes Risikomanagement nicht ausreichend. Unter diesem Gesichtspunkt gilt es, jene Schutzmaßnahmen zu priorisieren, welche das höchste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen. Dahingehend können raumplanerische Maßnahmen für die Eisenbahninfrastruktur einen sinnvollen Rahmen bilden, in welchem langfristige und risikogerechte Raumnutzung erfolgen muss. Dabei stehen die beiden Materien Raumordnung und Eisenbahn vor der Aufgabe, dass Extremereignisse in Zukunft schwerer steuerbar und vorhersagbar werden. Aus diesem Grund wird es für beide Bereiche wichtig sein, resiliente Systeme zu entwickeln. Obwohl beiden Fachbereichen unterschiedliche Zuständigkeiten vorliegen, sind sie in ähnlichem Ausmaß mit Naturgefahren konfrontiert. Daher gilt es für die Raum- sowie für die Eisenbahninfrastrukturplanung, gemeinsame Synergien zu nutzen und sinnvolle Kooperation hinsichtlich der Verringerung des Naturgefahrenrisikos zu forcieren. Vor dem Hintergrund all dieser Herausforderungen bietet das risikobasierte Naturgefahrenmanagement für die Raumordnung und Eisenbahninfrastruktur einen sinnvollen Lösungsansatz. Denn letztlich müssen alle Schutzmaßnahmen darauf abzielen, Menschenleben sowie Hab und Gut optimal vor Naturgefahren zu schützen.

Zusammenfassung (Englisch)

The rise of natural phenomena as well as the constraint of the public authorities financial means are an increasing challenge. Hence, and to generate the most effective preventive measures, it is necessary to use the available resources in the most efficient way. Besides, it is a matter of facilitating the demanded safety standards within the scope of the available financial resources. This implies that the maximum protection must be generated by each euro used. In order to guarantee this, a paradigm change of the natural hazard reaction must occur among the integral natural hazard risk management. Considering the aspect of a safe railroad company, the aim for railroad infrastructure is the avoidance of operational restriction damages caused by natural hazards on the one hand, and on the other hand of increasing expenses. To guarantee the maximum protection from the used euro, the risk-based natural danger management offers a reasonable resolution. Regarding future challenges, the railroad ought to establish the ideal risk-based action planning. Thereby, sufficient information regarding potential natural hazards is needed. On the one hand danger itself, and on the other hand the existing and possible future effects of such danger have to be considered. To render a qualitative risk evaluation, the existing planning instruments must be applied ideally and be specifically adapted because a sole visualization of danger is not sufficient for a comprehensive risk management. Thus, those preventive measures that demonstrate the most efficient cost-benefit relation ought to be prioritized. Spatial planning measures that include a long-term and adequate space utilization occur to be most effective for the railroad infrastructure. In order to achieve this possibility, space utilization and railroad face the defiance that extreme events are hard to anticipate and prevent. Hence, both are in need to develop resilient systems. Although both fields are governed by different institutions, they are confronted with natural hazards by the equal magnitude. Thus, and to reduce the risk of natural hazards, it is a matter of space utilization and railroad infrastructure planning to utilize common synergies and aspire a reasonable cooperation. Considering all these challenges, the risk-based natural hazard management offers a reasonable approach for utilization planning and railroad infrastructure. Ultimately, all preventive measures should provide the best possible protection from natural hazards, for human life as well as property.

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