Titelaufnahme

Titel
HabiTAT : Strategie und Instrument zur Sicherung leistbaren Wohnens / von Dominik Hölzl
Weitere Titel
HabiTAT Stratgey and Instrument for Securing affordable Housing
Verfasser / Verfasserin Hölzl, Dominik
Begutachter / BegutachterinWitthöft, Gesa
ErschienenWien, 2018
Umfang189 Seiten : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Recht auf Stadt! / Recht auf Wohnen! / HabiTAT / Mietshäusersyndikat / Planung / Partizipation durch Selbstorganisation / soziale Ungleichheit / Gemeinwohl / Gerechtigkeit
Schlagwörter (EN)Right to the city! / HabiTAT / Mietshäusersyndikat / Planning / participation by self-organisation / Poverty / social disperity / commonweal / equity / Bottom-up
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-108615 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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HabiTAT [5.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Viele der in Stadtentwicklung involvierten Akteur*innen sehen Wohnen als Grundrecht. Durch die Bedingungen des Marktes steigt der (Preis-)Druck auf Grund und Boden sowohl in wachsenden Städten als auch in Ballungsräumen sowie in Regionen mit begrenztem Dauersiedlungsraum. Leistbaren Wohnraum zu schaffen, Gentrifizierungs- und Verdrängungsprozessen entgegenzuwirken, ist planungspolitisch eine große Herausforderung. Daher fordern etliche städtische Bewegungen das “Recht auf Stadt” ein und suchen neue Wege, um diesen Entwicklungen begegnen zu können. Als Alternative gewinnen kleinteilige, selbstverwaltete Genossenschaften an Bedeutung. Der Dachverband HabiTAT in Österreich könnte Instrument und Strategie zur Schaffung leistbaren Wohnraums sein und einen wichtigen Stellenwert in der Stadtentwicklung einnehmen. Immobilien werden im Rahmen von HabiTAT gekauft, durch ein rechtliches Konstrukt unverkäuflich und somit dem Markt als mögliche Spekulationsware für immer entzogen. Langfristig bestehender, leistbarer Wohnraum wird dadurch geschaffen. Ziel vorliegender Arbeit ist, den Beitrag von HabiTAT zum Gemeinwohl im Bereich qualitativen und bezahlbaren Wohnraums darzustellen. Ein Diskurs über Gemeinwohl, Gerechtigkeit sowie “Recht auf Stadt” bildet die theoretische Grundlage dieser Arbeit, wobei der Diskurs qualitative Indikatoren zur Entwicklung einer Argumentationslinie für eine Strategie zur Förderung von HabiTAT lieferte. Um Hürden und Herausforderungen von Hausprojektsgründungen innerhalb des Dachverbandes HabiTAT zu erfahren, wurden Expert*inneninterviews geführt. Die gewonnenen Informationen dienten der (rechtlichen) Maßnahmendefinition. Wesentliches Ergebnis ist, dass trotz steigenden Drucks auf Boden und dadurch verbundener Wertsteigerung die Schaffung von qualitativ hochwertigem und bezahlbarem Wohnraum auch in zentralen Lagen möglich ist. Solidarisches und gemeinschaftliches Wohnen bildet dabei die Grundlage und belebt gleichzeitig das Quartier. Daher sollten Voraussetzungen geschaffen werden, um Hürden bei Gründung von HabiTAT-Häusern aus dem Weg zu räumen. Die herausgearbeitete gemeinwohlstiftende Wirkung von HabiTAT dient als theoretische Argumentationslinie, um die entwickelte Strategie zur Förderung von HabiTAT in der Raumentwicklung auf operationaler Ebene in großem Stil zur Anwendung bringen zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

Housing is perceived to be a fundamental right by a majority of people involved in urban development. Conditions of the marketplace put pressure on land in growing cities, metropolitan areas and regions of limited permanent settlement. It is a major challenge, in terms of planning policy, to create affordable housing and to counteract gentrification and displacement processes. Therefore, many urban movements demand a right to the city and they are looking for new ways to face these developments. Small-scale, self-governing cooperatives are becoming more important and constitute an alternative. One of these cooperatives in Austria is the umbrella organization HabiTAT. It could be a means and a potential strategy for creating affordable housing and play an important part in urban development. HabiTAT buys up real estate and renders it unsaleable which prevents the marketplace from using it as an object of speculation. This in turn creates long-term affordable housing. This thesis aims to illustrate HabiTATs contribution to the common good in terms of high-quality and affordable living space. Discussions about the common good, justice and the right to the city serve as theoretical foundations for this thesis. Furthermore, they provided qualitative indicators for developing a promotion strategy for the organization HabiTAT. In order to find out about the challenges of founding housing projects within the organization, interviews with experts were conducted. The information obtained helped to define (legal) measures. One of the most significant results is that despite increasing pressure on land and the interlinked increase in value, it is still possible to create high-quality and affordable housing, even in top-quality locations. In addition, communal living forms the basis and at the same time livens up the place. Therefore, the conditions for overcoming obstacles in the creation of HabiTAT houses should be provided. The resulting common-benefit effect of HabiTAT serves as a theoretical line of argument, so that the developed strategy for the promotion of HabiTAT in spatial development can be applied on a large scale.

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