Titelaufnahme

Titel
Ouvertüre zur Operngasse : oder die Entdeckung des Ortes Straße : eine Verräumlichung / von Simone Schwaiger
Weitere Titel
Overture to the Vienna Opera Street - the discovery of the spatial realm of a street
Verfasser / Verfasserin Schwaiger, Simone
Begutachter / BegutachterinManka, Ingrid
ErschienenWien, 2018
Umfang115 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Straßenraum / Urban Curating / Operngasse / Stadterforschung / Wien
Schlagwörter (EN)Urban Curating / Street / Operngasse / Urban Research / Vienna
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-108350 Persistent Identifier (URN)
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Ouvertüre zur Operngasse [30.41 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

„Ouvertüre zur Operngasse“ Oder die Entdeckung des Ortes Straße. Eine Ausstellung ohne Ausstellung. Ein Vorhang für Kunst im öffentlichen Raum, eine Bühne für ungewöhnliche Begegnungsräume Ein Schauspiel in vier Akten. Die Operngasse wird zum Kunstraum erklärt. Der Straßenraum wird zum Ausstellungsraum „Grey Cube.” Ein Raum der zwar unsichtbaren Regeln und Gesetzmäßigkeiten unterliegt, als Kunstraum aber noch relativ unbeschrieben ist. Räumlich eigenwillig, scheinbar linear und monoton, bietet die Straße bei genauerem Hinsehen eine Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten. Die Ausstellung „Ouvertüre zur Operngasse” wird von der Autorin dieses Textes kuratiert. Das lateinische „curare”1 - sich kümmern, sich angelegen sein lassen, besorgen, warten, pflegen liefert das Motiv zu der Idee. Es soll sich um den öffentlichen Raum gekümmert, die Vielfalt des urbanen Straßenraumes gepflegt und entdeckt werden. Vier Kunstprojekte ausgeführt von geladenen Künstler*innen haben diesen Straßen-Raum über einen Zeitraum von mehreren Monaten neu beschrieben. Auf verschiedenste Art und Weise wurde versucht sich dem Ort zu nähern, mit ihm umzugehen / ihn zu modifizieren und sich ihn anzueignen. Themen der Ausstellung „Ouvertüre zur Operngasse“ sind Dynamik / Entschleunigung / Positionierung und Einbindung. Das Mittel des „Urban Curating”2 wurde auf seine Tauglichkeit als Tool zur Stadtentwicklung und - erforschung überprüft und angewandt. Auswahlkriterien für die Akteur*innen waren dabei eine feministische Perspektive sowie partizipatives und demokratisches Arbeiten. Die Kuratorin behielt sich vor, die Projekte gemeinsam mit den Künstler*innen auszuarbeiten, bei der Umsetzung zu helfen und bei thematischen Fragen Unterstützung anzubieten. Der Zeitrahmen für die Ausstellung war von November 2017 bis März 2018. Es wurde während dieser Zeit stets der Fortschritt der Projekte dokumentiert. Es wuchs ein Netzwerk von Akteur*innen, das die verschiedenen Operngassenräume zugänglich und nutzbar machte - so entstand als Nebeneffekt zur eigentlichen Konzeption der Ausstellung auch ein soziales Umfeld. Die Kunstwerke wurden durch die Expertise der Autor*innen in unterschiedlichen Disziplinen sehr unterschiedlich ausgestaltet und erzeugten so ein Spannungsfeld. Die teilnehmenden Künstler*innen und Kunstkollektive stammen aus den Bereichen Architektur, Medienkunst, ortspezifische Kunst, Raumplanung, Urban Design, Bildende Kunst sowie Tonkunst. Diese Interdisziplinarität ist ein Versuch der Autorin eine Brücke zwischen den Kunstschaffenden unterschiedlicher Bereiche zu bauen. Am Ende entsteht ein Gesamtkunstwerk, dass orts - und disziplinübergreifend ist sowie eine vernetzte Gruppe von Kollaborateur*innen erschafft. Die einzelnen Operngassen - Orte werden gegen Ende der Ouvertüre, in einem Rundgang durch die zuvor bespielten Räume noch einmal begutachtet und Mitte Mai bei einer Finissage auf einem Ort gebündelt gezeigt und wiederaufgenommen. Zum Schluss bleibt die Frage ob es ein selbstorganisiertes Projekt wie die „Ouvertüre zur Operngasse“ tatsächlich schafft nachhaltige Veränderungen und ein Umdenken im Umgang mit dem Raum Straße zu schaffen. Wird es längerfristige Nachnutzungen von Räumen geben, die im Projekt angedacht wurden ? Die These: Der öffentliche urbane Raum braucht eine Pflege und ein Angebot von Alternativen, die neben den selbstverständlichen, wirtschaftlichen Nutzungen wie Konsum und Mobilität bestehen können, hat sich für mich in den letzten Monaten durchaus bewahrheitet. 1 Stowasser et al. (1994), S.135 2 Krasny in: Laister et al. 2014, S. 15

Zusammenfassung (Englisch)

„Overture to the Vienna Opera Street“ Discovering the spatial realm of a street. An exhibition without exhibition. A curtain for art in public space, A stage for rooms of special encounters A play in four acts. The Vienna Opera Street was defined as art space. Street space becomes exhibition area “grey cube”. A scope, that underlies invisible rules and principles and is till now uncharted as art space. The spatial qualities of a street are mostly seen as linear and monotonous, but if you look closer at it, there is a huge variety of possible uses. The exhibition “overture to the Vienna opera street” is curated by the author of this text. The Latin word “curare”1 means caring for, look after something, service something, take care for something. This is the primary motive for the “overture”: To take care of public spaces and to foster and discover the urban street space. Four art projects, realized by invited artists, took over the Opera Street from November 2017 to March 2018. They approached the location in different ways, dealt with, modified and appropriated it. Topics of the “overture” are: dynamic, deceleration, positioning and involvement. It is my urge to examine and apply “Urban curating”2 as a tool of city development and city research. Eligibility criteria for the participants were a feminist perspective and a participative and democratic working process. The curator reserved her right to work out the details of the projects in collaboration with the artists, help them with the realization and to support them thematically. There was documentation whilst the projects were advancing. Along the way a network of activists developed, that looked into the topics of the Opera Street, made spaces accessible and useable. Around the conceptual design of the exhibition also a social environment arose. The art projects are rooted in the expertise of the authors, which come from different disciplines and therefore were very different in terms of their concept and embodiment. This lead to an arc of suspense between the different projects. The participating artists and collectives, come from the fields of architecture, media art, site - specific art, spatial planning, urban design, fine arts as well as musical arts. This multidisciplinarity is an attempt of the author to build a bridge between the different creative fields. The output is one big piece of art, that works site specific but overcomes disciplines and creates a network of collaborators. The different Opera Street sites will be combined in a vernissage around mid-May, which will be a reopening of and walkabout to the formerly used places on the one hand and on the other a synthesis of the projects in one space. In the end there is still the question if a do it yourself project like the “overture”, can really have a long term impact on the way we see the street. Are there any subsequent uses of places that have been dealt with in the singular activities? The assumption that urban public spaces needs care and an offer of alternatives, that stand their ground beside selfevident economical uses like consume and mobility, came true in my work those previous months. The side effects are not only a team to work on further urban challenges; but also to give input on how to use such kind of projects as gaining city knowledge for further planning. 1 Stowasser et al. (1994) , S. 135 2 Laister et al. 2014, p.15

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