Titelaufnahme

Titel
Titomenik : Erinnern an die Zukunft ; Transformation vom identitätsbildenden Denkmal im engeren Sinne zum ungeliebten Denkmal ohne Sinn; und was dann? / von Lea Sascha Furbach
Weitere Titel
Titomenik: Transformation - from the identity-forming Monument in a narrow sense to an unloved Monument without sense - and now?
Verfasser / Verfasserin Furbach, Lea Sascha
Begutachter / BegutachterinCaviezel, Nott
ErschienenWien, 2017
Umfang178 Seiten : 1 CD ; Illustrationen
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Besteht aus Teil 1 und 2 in einem Umschlag
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Jugoslawien / Erinnerungskultur / Denkmal / Spomenik / Gedenkorte / Skulptur / Denkmalpflege
Schlagwörter (EN)Yugoslavia / Monument / culture of remembrance / Spomenik / Memorial / Sculpture / Monuments Preservation
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-104994 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Titomenik [58.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Titomeniks soll nachfolgend namensgebend für eine Auswahl an Denkmalen sein, die ausschließlich im ehemaligen Jugoslawien aufzufinden und zur Zeit des Titoismus entstanden sind. Mit einer Mischung aus monumentalem Brutalismus und organischer Natur- haftigkeit übt diese abstrakte Erinnerungsarchitektur eine ungewöhnliche Faszination aus. Fast ausschließlich im Gedenken an Partisanen-Schlachten oder Opfer der Konzentrationslager wurden Titomeniks ortsbezogen errichtet und liegen demnach oft in Wäldern, sehr abgelegen, fast sogar versteckt. Zur Zeit ihrer Errichtung zwischen 1950 und 1990 dienten diese Denkmale im engeren Sinne zuvorderst als Instrument zur politischen Identitätsbildung. Tito nutzte sie und ihre mitgestalteten Parks aktiv als Treffpunkt und Plattform für Reden und Ankündigungen. Neben politischen Inszenierungen dienten die Denkmal-Komplexe der Bevölkerung als öffentlicher Raum für Picknicks, Familien- und Schulausflüge. Das sozialistische System, das diese Form von Identitätsstiftender Erinnerungsarchitektur hervorbrachte und unter Inklusion der Bevölkerung erfolgreich etablierte, ist seit Titos Tod nicht mehr existent. Heute, 26 Jahre nach dem Zerfall Jugoslawiens, trägt das maßgeblich dazu bei, dass viele dieser Denkmale unbeachtet verfallen, mutwillig zerstört oder Opfer von Fassadenraub werden. Titomeniks befinden sich seither in einer Art luftleeren Raum, da ihre politische Grundlage und dadurch garantierte Legitimation nicht mehr bestehen. Also: was passiert nun mit den Titomeniks?

Zusammenfassung (Englisch)

Titomeniks is, as used in this diploma thesis, believed to be eponymous for a selection of Monuments, which can only be found in former Yugoslavia and was realized during the Tito-Era. With a mixture of monumental brutalism and organic nativeness this memorial architecture cause an unusual fascination. Almost entirely in remembrance of the Partisan-battles or victims of concentration camps, Titomeniks were built location-specifically. According to that, mostly they are deep in woods, secluded, almost hidden. During the time of their construction (1950-1990), these monument in a nar- row sense were used as a political instrument for identity formation. Tito used the Spomeniks and their surrounding parks as platforms for speeches and announcements. Besides political staging, the Monument-Complexes served as public space for picnics, family and school trips. The socialist system originating and establishing this identity-forming memorial architecture, is since Titos death not existend anymore. Today, 26 Years after disintegrating of Yugoslavia, that is certainly one of the reasons why numerous of these monuments decay, is destroyed on purpose or became victim of façade-robbery. Since then, Titomeniks are in some type of vacuum, because their direct, political base and the resulting legitimation are gone. So what is happening today?

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