Titelaufnahme

Titel
Baustoffanwendung bei ozeanischen Bauprojekten in Papua-Neuguinea / von Markus Rudolf Kapl
Weitere Titel
Building material application in oceanic construction projects in Papua New Guinea
Verfasser / Verfasserin Kapl, Markus Rudolf
Begutachter / BegutachterinBölcskey, Elemer
GutachterBruckner, Heinrich
ErschienenWien, 2017
Umfang142 Seiten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Baustoffanwendung
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-104885 Persistent Identifier (URN)
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Baustoffanwendung bei ozeanischen Bauprojekten in Papua-Neuguinea [18.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit bietet Einblicke in ein faszinierendes Land, das sehr reich an Kultur und Tradition ist. Der pazifische Inselstaat Papua-Neuguinea, seit 1975 unabhängig, durchlebte eine spannende Kolonialzeit und war Kampfgebiet während des Zweiten Weltkrieges. Weite Teile des Landes haben erst seit den 1950er Jahren Kontakt zur Außenwelt. Durch den Einfluss der 'moderneren Welt' befindet sich das Land im Umbruch und in einem gewaltigen Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Die Masse der Bevölkerung lebt nach wie vor in ihren Dörfern von der Subsistenzwirtschaft, wo die Strukturen des Staates kaum spürbar sind. Christliche Missionare 'eroberten' im vorigen Jahrhundert die indigene Bevölkerung, über 90 % bekennen sich zum Christentum. Große Ressourcen-Projekte (v.a. ^Bergbau, Öl- und Gasförderungen, aber auch Plantagen- und Holzwirtschaft) setzen das ungeheuer reiche Erbe an Kulturen (etwa 800 individuelle Sprachen) und Naturschätze unter großen Druck. Traditionelle Bauweisen sind noch immer sehr weit verbreitet. Vor allem in den Dörfern und abgelegenen Gegenden, wo weder Staat noch Nichtregierungsorganisationen ankommen, sind Behausungen als traditionelle Buschhäuser ausgeführt. Das Baumaterial ist ökologisch, nachwachsend, CO2 neutral, zu 100 % nachhaltig und noch dazu 'gratis' verfügbar. Jeder Stamm besitzt sein eigenes Land als Lebensgrundlage, es bietet Schutz und sorgt für das Überleben der Menschen. Grundsätzlich ist die 'modernere' Bauweise von den Expatriates in das Land getragen worden. Es galt 'höheren' Ansprüchen gerecht zu werden. Sei es, wenn es um eine längere Nutzungsdauer von Gebäuden geht, oder um den 'Komfort' zu erhöhen. ^Sie sehen schon, liebe Leserinnen und Leser, all dies sind letztendlich gravierende Veränderungen. Mittlerweile ist offensichtlich, dass diese Entwicklungen nicht immer positiv ausfallen, sondern sogar auch heftige negative Folgen für Mensch, Tier und Umwelt haben. Auf alle Fälle braucht es eine breite gesellschaftliche, kontroversielle Auseinandersetzung, ob der westliche Lebensstil das Nonplusultra ist oder ob es auch 'bessere', 'gerechtere' Lebensformen gibt, denen sich das Land annähern soll. Denn der Wunsch nach Geld und Konsum wurde bereits 'erfolgreich' in die Köpfe der Bevölkerung von Papua-Neuguinea eingepflanzt.

Zusammenfassung (Englisch)

The present master thesis provides an insight into a very fascinating country with its wonderful traditions and nature. The pacific archipelagic state Papua New Guinea reached the independence in 1975. It went through a suspenseful colonial era and was a war zone during World War II. Large parts of the country have only been in contact with the outside world since the 1950s. Through the influence of the 'modern' world, the country is in a state of upheaval and in huge tension between tradition and modernity. The mass of population still lives in their villages from the subsistence economy, where the structures of the state are hardly noticeable. Christian missionaries 'conquered' the indigenous population in the last century, over 90 % professing Christianity. Large resources projects (including mining, oil and gas production, but also plantation and logging) put the immense rich heritage of culture (about 800 individual languages) and natural treasures under great pressure. ^Traditional constructions are still very widespread. Especially in the villages and remote areas, where neither state nor non-governmental organizations arrive, dwellings are constructed as traditional bush houses. The building material is ecologically, renewable, CO2 neutral, 100 % sustainable and available for 'free of charge'. Each tribe has its own land as the basis for life, it provides protection and ensures the survival of humans. In principle, the 'more modern' construction has been carried by the expatriates into the country. It was necessary to meet 'higher' requirements. Whether it is for a longer useful life of buildings, or for increasing the 'comfort'. You see, dear readers, all of these are ultimately serious changes. It is now clear that these developments are not always positive, but even have a negative impact on humans, animals and the environment. ^In any case, a broad social, controversial debate is needed if the Western lifestyle is the ultimate, or if there are 'better', 'more right' forms of life to approach the country. However, the desire for money and consumption has already been 'successfully' implanted in the minds of the population of Papua New Guinea.

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