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Title
Die virtuelle Rekonstruktion der reformierten Synagoge in Bratislava (Rybné námestie/Fischplatz) / von Julia Palýoová
Additional Titles
Virtual Reconstruction of the Reformsynagogue in Bratislava (Rybné námestie)
AuthorPalýoová, Julia
CensorMartens, Bob
PublishedWien, 2017
DescriptionVI, 168 Seiten : Illustrationen
Institutional NoteTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Annotation
Zusammenfassung in englischer Sprache
Annotation
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Rekonstruktion / Synagoge / Virtuell / Denkmalpflege / Raumgestaltung / Synagogenrekonstruktion
Keywords (EN)Reconstruction / Synagogue / Building preservation / Synagogenrekonstruktion
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-104843 Persistent Identifier (URN)
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Die virtuelle Rekonstruktion der reformierten Synagoge in Bratislava (Rybné námestie/Fischplatz) [22.19 mb]
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Abstract (German)

Die reformierte Synagoge in Bratislava wurde zwischen 1893 und 1895 nach dem Entwurf des österreichischen Architekten Dionys Milch, der noch zwei weitere Synagogen in der Slowakei geplant hatte, gebaut. Ihr prominenter Standort neben dem Martinsdom im Zentrum von Bratislava (Preßburg) zeugte von ihrer Symbolkraft für Toleranz und Multikulturalität. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte die vertriebene reformierte jüdische Gemeinde nie wieder zurück. Die Synagoge wurde nurmehr als Lager genutzt. Juden, die nach Bratislava zurückkehrten, gründeten eine orthodoxe jüdische Gemeinde und versammelten sich in zwei weiteren Synagogen, die es in Bratislava damals gab. In den 1960er Jahren wurde das Gebetshaus dann als Studio des öffentlichen tschechoslowakischen Fernsehens genutzt. Der Architekt Eugen Barkany, der sich für die Erhaltung des jüdischen Erbes in der Slowakei einsetzte, plante in dieser Synagoge ein Museum der jüdischen Kultur einzurichten. ^In den Nebenräumen des Gebäudes lagerte er Gegenstände aus Synagogen und Gebetshäusern aus verschiedenen Orten der Slowakei. Der Bau einer Siedlung auf dem rechten Donauufer, genannt Petržalka, Ende der 1960er Jahre war für das Schicksal der Synagoge und des gesamten Stadtviertels am Südhang der Burg entscheidend. So sollten Wohnungen für 100.000 Menschen entstehen. Im Jahr 1967 wurde mit dem Bau einer neuen Brücke, die das Stadtzentrum von Bratislava mit Petržalka verbinden sollte, begonnen. Da die Brücke als die einzige Anbindung einer so großen Siedlung dimensioniert wurde, mussten der Brückenausdehnung unglücklicherweise viele historische Gebäude weichen. Im Jahre 1969 wurde die reformierte Synagoge trotz Protest der Öffentlichkeit abgerissen. Es ist fragwürdig, ob der Abbruch nötig war. Durch eine alternative Situierung der neuen Brücke, hätte viel mehr vom historischen Bestand erhalten werden können. ^Diese Arbeit befasst sich nun mit der virtuellen Rekonstruktion dieser abgebrochenen Synagoge. Das Ziel ist die Räumlichkeiten des Gebetshauses wieder erlebbar und begehbar zu machen. Die Rekonstruktion erfolgt anhand der erhaltenen Baupläne des Architekten Dionys Milch, der vor dem Abbruch durchgeführten denkmalpflegerischen Bauaufnahme sowie erhaltenen Fotografien. Es gibt zahlreiche Fotografien vom Außenraum und vom Abbruch der Synagoge, Innenraumbilder sind jedoch nicht vorhanden. Bei der Rekonstruktion des Innenraumes wird daher auf andere Synagogen, die dem Architekten als Vorbild dienten, zurückgegriffen.

Abstract (English)

The reformed synagogue in Bratislava was built between 1893 and 1895 according to the plans of the Austrian architect Dionys Milch, who also planned two other synagogues in Slovakia. It was situated next to the St. Martins Cathedral in the center of Bratislava (Pressburg) and was regarded as a symbol of tolerance and multiculturalism. The Reformed Jewish community never returned after the Second World War. After the war the synagogue was used as a warehouse. Jews who returned to Bratislava founded an Orthodox Jewish community and used two other synagogues that were in Bratislava at the time. In the 1960s the Czechoslovak public television used the reformed synagogue as a studio. Eugen Barkany, an architect who worked on the preservation of the Jewish heritage in Slovakia, intended to establish a museum of Jewish culture in the synagogue. ^He collected objects from synagogues and prayer houses from different places of Slovakia and stored it in an adjoining room in the synagogue. The construction of a new city quarter called Petržalka on the right bank of the Danube at the end of the 1960s determined the future of the synagogue and the entire city quarter on the southern slope of the castle. Housing for 100.000 people should arise. The construction of a new bridge connecting the center of Bratislava with Petržalka began in 1967. Many historic buildings had to give way to the bridge dimensioned to access such a large settlement. Despite of protests, in 1969 the neolog synagogue was demolished too. It is questionable whether its demolition was neccessary. The synagogue and other buildings could have been saved by choosing an alternative location for the new bridge. This thesis deals with the virtual reconstruction of the demolished synagogue. ^The goal of a virtual reconstruction is to enable an experience of destroyed architecture. Architectural plans by the architect Dionys Milch, the pre-demolition building survey and preserved photographs made the reconstruction possible. There exist numerous photographs of the exterior and the demolition, however, no interior pictures have been preserved. Therefore the interior has been reconstructed according to other synagogues that most probably influenced the architect.

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