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Title
Das Schloss Pernau auf der Welser Heide : Bauforschung, Bestandsaufnahme und Neunutzungskonzept / von Max Hofmann
Additional Titles
Castle Pernau near Wels - Building archaeology, survey and adaptive reuse concept.
AuthorHofmann, Max
CensorJäger-Klein, Caroline
PublishedWien, 2017
Description199 Seiten : Illustrationen
Institutional NoteTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Annotation
Zusammenfassung in englischer Sprache
Annotation
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Bauforschung / Baudokumentation / Schloss Pernau / Konservierung / Umnutzung
Keywords (EN)Building Archaeology / Building documentation / Castle Pernau / conservation / Adaptive reuse
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-104484 Persistent Identifier (URN)
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Das Schloss Pernau auf der Welser Heide [28.55 mb]
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Abstract (German)

Die vorliegende Diplomarbeit behandelt die bauliche Entwicklung des „Schloss Pernau auf der Heide“. Das im östlichen Welser Stadtteil Pernau gelegene Landgut steht inmitten eines parkähnlichen Gartens, umgeben von dazugehörigen, landwirtschaftlich genutzten Flächen und angrenzendem Siedlungsgebiet. Gemeinsam mit den beiden ehemaligen Wirtschaftsgebäuden und den umliegenden Feldern, bildet die Anlage eine grüne Enklave in dem durch Einfamilienhäuser, Industrie- und Gewerbebauten geprägten Stadtteil. Erstmals urkundlich im Jahr 1414 erwähnt, blickt es auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Was bislang fehlt, ist eine umfassende baugeschichtliche Dokumentation der Entwicklung vom Ursprungsbau bis zum heutigen Erscheinungsbild. Anhand von Archiv- und Literaturquellen, historischen Bauakten, alten Aufnahmen und Zeitzeugengesprächen wird die bauliche Entwicklung des Hauses textlich und grafisch aufgearbeitet und mit der Entwicklung der ehemals eigenständigen Gemeinde Pernau verknüpft. Von den ersten Spuren im 15. Jahrhundert und dem ersten dokumentierten Schlossbau Anfang des 17. Jahrhunderts, über die baulichen Veränderungen im Lauf der Jahrhunderte bis zum heutigen Zustand und einem möglichen Ausblick für zukünftige Nutzungen wird versucht, einen roten Faden zu spannen. Das Schlossareal ist Denkmal, Zeitzeuge, Baulandreserve und Potentialträger für zukünftige Nutzungen in einem. Im zweiten Teil der Arbeit folgt eine detaillierte Bestandsaufnahme des aktuellen Bauzustands, Aufnahme von Materialien und Oberflächen und die Dokumentation vorhandener Schäden. Dies beinhaltet auch das komplette Aufmaß des Schlosses und seiner Nebengebäude, sowie die Erstellung von Bestandsplänen, und die Modellierung eines dreidimensionalen Modells am Computer, was Rückschlüsse auf die einzelnen Bauphasen ermöglicht und Grundlage für die Entwicklung zukünftiger Nutzungen darstellt. Dabei wird auch auf den Einsatz modernster Vermessungsverfahren in der Bauaufnahme und deren Umsetzung in ein BIM - Modell am Beispiel des untersuchten Objekts eingegangen. Der dritte Teil zeigt als Entwurfsteil exemplarisch ein Szenario für mögliche Interventionen, die einerseits ein zukünftiges Nutzungskonzept und andererseits bauliche Veränderungen am Bestandsgebäude umfassen. Dieser Teil setzt sich auch mit unserer schwierigen Beziehung im Umgang mit unserem gebauten Erbe auseinander. Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz, aber der respektvolle Umgang mit unserer gebauten Umgebung, insbesondere mit historischer Bausubstanz, ist heute aktueller denn je. Unabdingbar dafür ist auch das Wissen um die Geschichte und Bedeutung eines Bauwerks. Durch die Dokumentation der baulichen Entwicklung und die Analyse bisher passierter Fehler, können zukünftige vermieden werden. Umbau, Umnutzung und Erhaltung statt Abbruch und Neubau - gefragt ist ein neuer, zeitgemäßer Umgang mit unserer gebauten Umgebung.

Abstract (English)

This Master's thesis deals with the building archaeology of Castle Pernau near Wels in Upper Austria. Located in Pernau, the most eastern district of Wels, the estate is situated amidst a park-like garden, surrounded by associated agricultural areas and an adjoining residential neighbourhood. Together with two former farming buildings and the surrounding fields, the complex forms a green enclave in a district mainly characterized by family houses and commercial buildings. First mentioned in 1414, the house has had a long and turbulent history. What has been missing so far, is a comprehensive documentation of the development of the building from its origins to its present appearance. On the basis of archival and literature research, historical data, old photographies and graphics as well as several interviews, the constructional development of the house is being described in textual and graphical form and linked to the development of the former independent municipality of Pernau. From the castle's 15th century origins, through the structural changes over the course of the centuries to the present state and a possible outlook for future uses, attempts are being made to spin a red thread. The castle and its surroundings are a memorial, a witness, an area for future urban development and potential bearer for future use concepts in one. In the second part of the thesis, a detailed inventory of the current state of construction, a documentation of existing damage and an absorption of materials and surfaces follows. This includes the complete survey of the castle and its secondary buildings as well as inventory plans and the creation of a three-dimensional computer-based model. This allows for conclusions to be drawn about the different construction phases throughout the centuries which were used as basis for the development of future concepts for reuse. This part as well goes into detail about the use of state-of-the-art surveying equipment for building archaeology and the use of BIM tools for the documentation of historic buildings. By way of example, the third part proposes a scenario for possible interventions, which on the one hand include a reuse concept and structural interventions on the existing building on the other hand. This part also describes our difficult relationship with dealing with our built heritage. The building is not a protected monument, but the respectful handling of our built environment, especially in dealing with historic buildings, is now more topical than ever before. The knowledge about the history and importance of a building is also indispensable. Through the documentation of the structural development and the analysis of missteps made so far, building archaeology can avoid future problems. Conversion, reuse and maintenance instead of demolition and new constructions is in demand - a new, contemporary approach to our built environment.

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