Titelaufnahme

Titel
Institutional Corruption in Europe / von Ivan Kocakov
Weitere Titel
Institutional Corruption in Europe
VerfasserKocakov, Ivan
Begutachter / BegutachterinStepan, Adolf
ErschienenWien, 2017
Umfang143 Seiten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprueft
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (EN)Institutional Corruption / e-Government / European Union / Public Sector / Pharmaceutical Industry / Off-Label-Use / Lobbying
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-101601 Persistent Identifier (URN)
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Institutional Corruption in Europe [1.07 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit seiner Gründung im Jahr 2010 hat das Edmond J. Safra Research Lab zahlreiche Studien erarbeitet, die zunächst eine erste Definition von institutioneller Korruption erstellte und folgend erweiterte Definitionen etablierten sowie Fallstudien zu ihrem Vorkommen analysierten. Institutionelle Korruption kann als ein systemischer Einfluss auf eine Institution verstanden werdern. Dieser Einfluss ist legal und wird bisweilen weitläufig als ethisch akzeptiert. Allerdings verhindert dieser, dass eine Institution seinen sozial definierten Zweck erfüllt und unterwandert daher das öffentliche Vertrauen in eine betroffene Institution. Es wurde gezeigt, dass die Idee der institutionellen Korruption Phänomene in vielen Bereichen breit erklären kann. Sie kann als eine Art Paradigma gesehen werden, das im Aufgabenbereich des organisationalen Designs angesiedelt ist.^ Indem die Merkmale institutioneller Korruption analysiert und die Rolle von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und insbesondere e-Government identifiziert werden versucht diese Studie ein allgemeineres Rahmenwerk zur Erweiterung der bestehenden Theorie zu institutioneller Korruption. Diese Arbeit zielt darauf ab, institutionelle Korruption durch multidisziplinäre Linsen zu betrachten. Dazu gehören die Bereiche Organisationsdesign, Datenanalyse, ICT sowie e-Governance. Neben einer grundlegenden Definition für diese Arbeit werden wegbereitende Schlüsselkonzepte wie "Einflussökonomie", öffentliches Vertrauen oder "institutioneller Zweck" abgegrenzt. Anschließend wird die Beziehung zwischen e-Government und Korruption beleuchtet. Darüber hinaus werden anhand der Literatur Herausforderungen einiger IKT Lösungen untersucht, dazu gehören Transparenz, Open-Government-Data, e-Participation und e-Democracy.^ Es wird ein empirisches Modell Anhand entwickelt und getestet, das die Beziehung zwischen e-Government und Korruption in der Europäischen Union auf Basis verschiedener freier Datensätze untersucht. Das Modell hilft dabei, die Auswirkungen von e-Government auf Korruption in Europa zu evaluieren und testet die in der Literatur beschriebene Beziehung zwischen Ungleichheit und Korruption. Anschließed wird das theoretische Fundament auf die Fallstudie der "Off-Label-Prescriptions", also aus dem Gesundheitswesen der EU angewandt. Die bestehenden Datenbanken und e-Government bezogen auf klinische Tests und Marktzulassungen neuer Medikamente werden vorgestellt und analysiert.^ Abschließend wird ein überarbeitetes e-Government-Lösung vorgeschlagen, die diversen Stakeholder, die "Off-Label-Prescriptions" identifizieren und verfolgen sowie insbesondere die Transparenz zu erhöhen und das Patientenvertrauen in neue Medikamente, die Industrie sowie die jeweiligen Regulierungsbehörden auf nationalem und EU Niveau zu steigern.

Zusammenfassung (Englisch)

In the years since its foundation in 2010, the Edmond J. Safra Research Lab has produced numerous studies that established and extended definitions of Institutional Corruption and analyzed some cases of its occurrence. Institutional Corruption can be defined as a systemic influence on an institution. This influence is legal or currently accepted as ethical; however, it prevents an institution from fulfilling its socially defined purpose, and in the process, undermines public trust in that institution. The idea of Institutional Corruption was proven to be broadly applicable to many domains. It can be viewed as a paradigm and as an issue of organizational design. By analyzing the features of Institutional Corruption and identifying the role that both information and communication technologies (ICT) and e-Government could play, this study is looking for a more general framework and expansion of the theory of Institutional Corruption.^ The aim of this paper is to approach Institutional Corruption from multidisciplinary lenses, such as organizational design, data analysis, ICT and e-Governance. We are interested in the definition of Institutional Corruption, to identify its enablers and key concepts, such as economy of influence, public trust, and institutional purpose. An investigation into the relationship between e-Government and corruption is performed; furthermore, the challenges and some of the ICT-enabled solutions, such as transparency, open government data, e-participation, and e-democracy, are reviewed and discussed, as presented in the literature. The relationship between e-Government and corruption in the European Union (EU) is also investigated by developing and testing an empirical model, based on different data sets, some of which were provided by Transparency Internationals and the United Nations. The model helps to evaluate the impact of e-Government on corruption in Europe.^ The emerging relationship between inequality and corruption in the literature is also tested in the model. Thereafter, the theoretical fundament is applied to a case study about the health-care industry in the EU and off-label prescription. Furthermore, the existing databases and e-Government systems related to the clinical trials and market authorization of new drugs are presented, and a new e-Government system is proposed to assist various stakeholders in identifying and tracking off-label prescription, as well as to increase transparency and restore patients trust in new medicines, the industry, and the respective regulatory agencies at national and EU levels.