Titelaufnahme

Titel
Productive suburbia : Strategien einer Synergie von Industrie und Agrawirtschaft im Urban Sprawl Wiens / von Elena Mali
Weitere Titel
Productive Suburbia - Strategies of a synergy between industry and agro-economy in the urban spray of Vienna
VerfasserMali, Elena
Begutachter / BegutachterinBerthold, Manfred
ErschienenWien, 2017
Umfang176 Seiten : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Text in deutscher Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Architektonisches Projekt
Schlagwörter (EN)architectural project
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-100932 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Productive suburbia [89.87 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

An den Schnittstellen der Stadtgrenze Wiens zu Niederösterreich, nördlich der Donau, hat sich in den letzten Jahrzehnten eine rasanten Wandlung vollzogen, welche noch im Begriff ist sich weiter auszubreiten. Das Siedlungsgeflecht im südlichen Weinviertel verdichtet sich immer mehr zu einem Vororte-Teppich und bedient sich hierbei wertvoller Agrarflächen. Diese ehemalige Kornkammer Wiens ist nun aufgespalten in einander gegenseitig abgrenzende Korridore zwischen neuer Siedlungsentwicklung, alter Langdorfstrukturen, intensiver verbleibender Agrarwirtschaft und Gewerbezonen. Die Flächenwidmungspolitik in Niederösterreich hat diese Effekte begünstigt. Im Gegensatz zu Wien wird in Niederösterreich die Entscheidung in den jeweiligen Gemeinden getroffen, wenn Grünland zu Bauland beziehungsweise Gewerbefläche umgewidmet werden soll, wobei die von der Fläche zu erwartenden Steuereinnahmen wiederum der Gemeinde zufallen. So ist die Umwidmung mit großen Anreizen verbunden und verleitet dazu kurzfristige Konzepte zu bevorzugen. Das Ergebnis sind Gewerbezonen, welche in großer Zahl an den Gemeindegrenzen entstehen, zugeschnitten auf sehr spezifische und kurzlebige Nutzung, ebenso wie die Gebäude, welche auf diesen Grundstücken erbaut werden. Nicht nur, dass dies zu einem häufigen Abtragen und Neubau von Gebäuden mit einem erheblichen Energieaufwand führt, so sind auch die ehemaligen Grünflächen als Naherholungsgebiete oder zur Nahrungsmittelerzeugung stark rückgängig. Auf diesem Wege hat Österreich seit den 1960er Jahren mehr als 30% seiner Agrarflächen verloren, ein Umdenken ist hier dringend erforderlich! Mit meiner Arbeit soll ein Mehrwert aus diesen derzeit mono-funktional genutzten Industriegebieten entstehen. Beide produzierenden Sektoren in dieser Region, das Gewerbe und die Landwirtschaft, müssen nicht um die Fläche konkurrieren, sie haben beide ein gemeinsames Ziel, wirtschaftliches Wachstum durch Produktionssteigerung. Eine lokal verbundene Ansiedlung dieser Beiden, als Einheit geplant, schafft viele Vorteile. Die unsichtbaren Festungen des Gewerbes können so aufgebrochen werden, um einen angenehmen Aufenthaltsort für Menschen zu schaffen und hiermit diese Fläche für alle in der Region Angesiedelten nutzbar und attraktiv zu gestalten.

Zusammenfassung (Englisch)

During the last decades, the land situated at the junction of Vienna's and Lower Austria's border north of the Danube has undergone a rapid transformation, today sprawling further.Scattered residential and industrial development is increasingly changing Weinviertel's southern rural fabric into a suburban landscape, thereby consuming fertile arable land. Vienna's former breadbasket is now fragmented into exclusive spaces of new peri-urban settlements, old linear villages, remaining intensive farming and business parks.The land use regime in Lower Austria has facilitated this development.In Lower Austria's federal system, it is municipalities who decide whether greenfield is redesignated into construction land or industrial area as well as benefit from incumbent tax revenues.Thus, rezoning appears highly attractive and easily incite to privilege short-term thinking. As a result, industrial zones and constructions designed for single and short-lived use have emerged in great quantities on the fringe of the region's localities.This not only induces significant energy costs for the removal of old and construction of new industrial buildings, but also severely reduces greenfield areas for food production and recreation. In so doing, Austria lost more than 30% of its farming land since the 1960s. A change in thinking and doing is urgently needed! My master thesis' aim is to add value to the current monofunctional use of these industrial areas.Agriculture and manufacturing, the two main productive sectors of the region, should not compete for land while they both share the same goal of economic growth through increase in productivity. Combining both of them locally in planned single united settlements brings many advantages. The rigidity of industrial sites can be made more flexible and therefore shape pleasantly liveable, productive and attractive dwellings for local people, farming and industry under a common roof.