Titelaufnahme

Titel
Kulturfestivals und Ortsentwicklung - Raumnutzung und Raumproduktion durch situative Kulturfestivals / von Carolin Riedelsberger
Weitere Titel
Can urban development be positively stimulated by cultural events?
VerfasserRiedelsberger, Carolin
Begutachter / BegutachterinLeitner, Elisabeth
ErschienenWien, 2017
Umfang255 Seiten : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kunstfestival
Schlagwörter (EN)Cultural events
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-100809 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Kulturfestivals und Ortsentwicklung - Raumnutzung und Raumproduktion durch situative Kulturfestivals [4.96 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Stadtteilfeste wie »Soho Ottakring« in Wien oder der »Lendwirbel« in Graz zeigen, dass Kulturfestivals wichtige Auslöser für die Weiterentwicklung ihrer Austragungsorte sein können. Aber auch abseits der Landeshauptstädte ist diese Praxis der Ortsaneignung zu beobachten. Die privaten - vermehrt auch öffentlichen - Initiatorinnen und Initiatoren sogenannter »situativer Kulturfestivals« spüren ungenutzte, räumliche Ressourcen und Potenziale auf und entwickeln unter Einbindung der regionalen Kulturszene und ihres soziales Netzwerkes unterschwellige Handlungsformate. Diese kuratorischen Eingriffe sollen Perspektiven verschieben, alternative Nutzungen aufzeigen und atmosphärisch aufgeladene Räume schaffen, um Alltagskultur sowie die Regeln des gemeinsamen Zusammenlebens neu ausverhandeln zu können. Der spezielle Typ »situatives Kulturfestival« wird erstmalig theoretisch definiert, um ihn im nächsten Schritt anhand von Praxisbeispielen gesamtheitlich und räumlich analysieren zu können. Die Spuren dieser Festivals sind oftmals nur durch Gespräche mit den Festivalinitiatorinnen und -initiatoren oder den Bewohnerinnen und Bewohnern auszuforschen. Da der Erfolg nicht primär über Umwegrentabilität abzulesen ist, sondern aus vielen Mikro-Interventionen und qualitativen Effekten besteht, ist eine objektive Bewertung problematisch. Dieser Umstand macht es besonders schwer, politische Entscheidungsträgerinnen und -träger von der Chance, die solche Initiativen abseits ihres Eventscharakters für einen Ort bieten, zu überzeugen. Durch die systematische Aufarbeitung zweier Kulturfestivals werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, um Städte und Gemeinden von der Chance, die »situative Kulturfestivals« für ihre Austragungsorte bieten können, zu überzeugen. Wenn das nämlich gelingt, können die Ressourcen gebündelt werden, um gemeinsam Stärken und Ziele für die Orte zu definieren und ein langfristiges, gesamtheitliches Entwicklungskonzept zu erarbeiten.

Zusammenfassung (Englisch)

District festivals such as »Soho Ottakring« in Vienna or the »Lendwirbel« in Graz show that cultural festivals can be an important trigger for the further development of their venues. This appropriation of locations can also be observed offside state capital cities. The private - and increasingly public - initiators of so-called »situative cultural festivals« are seeking out unused spatial resources and potentials. Through the incorporation of specific regional cultural scenes and their social network, the initiators are looking to develop subliminal forms of action that create new approaches and solutions for the usage and visibility of these resources. These curatorial interventions are intended to shift perspectives, to show alternative uses and to create atmospherically charged spaces in order to be able to renegotiate everyday culture as well as the rules of communal life. The specific type of »situative cultural festival« is defined theoretically for the first time, in order to be able to analyze it holistically and spatially using practical examples. The traces of these festivals can often be explored only through discussions with the festival initiators or the inhabitants of the venues. Since the success of those festivals is not primarily readable through its indirect profitability, but instead consists of many micro-interventions and qualitative effects, an objective assessment is problematic. This makes it particularly difficult to convince political decision-makers of the opportunity offered for a place by such initiatives, apart from their event charter. Through the systematic analysis of two cultural festivals, recommendations for action are to be derived, in order to convince decision- makers of the opportunities »situative cultural festival« can offer their venues. If this undertaking succeeds, resources can be pooled in order to jointly define strengths and goals for the municipality or the city and devise a holistic concept for further development.