Titelaufnahme

Titel
Detroit, 4. April - 17. Juli 2016. Eine topographische Collage. Räumliche Beobachtungen von Einzelteilen und Zusammenhängen / von Rafael Kopper
Weitere Titel
Detroit, April 4th - July 17th, 2016. A topographical collage. Spatial observations of parts and contexts
VerfasserKopper, Rafael
Begutachter / BegutachterinRaith, Erich
ErschienenWien, 2017
Umfang125 Seiten : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Stadtforschung / schrumpfende Städte / Oral History / Segregation / Selbsthilfe
Schlagwörter (EN)urbanism / shrinking cities / oral history / segregation / do-it-yourself
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-100363 Persistent Identifier (URN)
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Detroit, 4. April - 17. Juli 2016. Eine topographische Collage. Räumliche Beobachtungen von Einzelteilen und Zusammenhängen [27.01 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit behandelt meinen Aufenthalt in Detroit im Frühjahr 2016. Sie ist allerdings keine chronologische Erzählung im Sinne eines Reiseberichts, sondern vielmehr der Versuch, die Facetten und Probleme dieser komplizierten Stadt an Hand von ausgewählten Orten und allgemeinen Beobachtungen zu beschreiben. Zusammen mit den Geschichten der Menschen, die ich an diesen Orten angetroffen habe, ergibt sich, so hoffe ich, ein Bild von Detroit, welches über die von mir beschriebenen Einzelteile hinausweist. Es ist mein persönlicher Beitrag zu einer laufenden Debatte, die davon handelt wie Detroit zu dem wurde, was es jetzt ist und was Detroit in Zukunft sein könnte. Detroit kann dabei an vielen Stellen stellvertretend für die Probleme und Herausforderungen von Städten weltweit stehen, auch wenn es aufgrund seiner besonderen Industriegeschichte und wirtschaftlichen Entwicklung im 20. Jahrhundert an anderen Stellen eine Sonderrolle einnimmt. Doch Themen wie spatial justice, der Einfluss von Privatkapital auf den Stadtraum und die damit verbundene Deutungshoheit über das stadträumliche Narrativ, sowie Fragen der Segregation und Integration sind auch außerhalb der Detroiter Stadtgrenzen von steigender Relevanz. Ich schreibe diese Arbeit als Absolvent einer europäischen Universität, geprägt von meiner europäischen Sozialisation und Ausbildung, doch gleichzeitig mit dem für meine Generation üblichen Wissen um amerikanische Popkultur, der so mächtigen soft power der USA, die mich diesem Land manchmal näher fühlen lässt, als mir lieb ist. Aus dieser Spannung heraus bin ich nicht auf der Suche nach einer endgültigen, objektiven Wahrheit, die Detroits Entwicklung der letzten Jahrzehnte definitiv beschreibt, auch wenn die Versuchung, eine solche zu liefern, gerade in Zeiten des postfaktischen und alternativfaktischen Diskurses unbestritten hoch ist. Trotzdem müsste ich an einem solchen Vorhaben scheitern. Jede Stadt kennt tausende Geschichten über die Wahrheit ihrer Existenz, Detroit vermutlich etwa so viele, wie es EinwohnerInnen hat. Ich betrachte Detroit daher nicht als Forschungsgegenstand, oder besser: Nicht als Problem, das gelöst werden muss. Stattdessen ist diese Arbeit die Beschreibung meiner persönlichen Erfahrung mit der Stadt Detroit und ihren Geschichten ¿ vielleicht nicht unbedingt die Wahrheit, aber deswegen auch nicht unwahr oder gar erfunden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis discusses my visit to Detroit in the Spring of 2016. It is not, however, a chronological account of events in the style of a travel journal, but rather an effort to analyze the many aspects and challenges of this complicated city by observing and describing specific spaces. Along with the stories of the people I have met in these spaces, I hope to get across a picture of Detroit, which points beyond the details I have described. It is my personal contribution to an ongoing debate about how Detroit became what it is now and what Detroit could be in the future. In many aspects, Detroit is representative for the problems and challenges of cities all over the world, although it has its idiosyncrasies as well ¿ especially due to its industrial history and economic development in the 20th century. But issues such as spatial justice, the influence private capital has on the development of urban environments and the associated interpretive sovereignty over their narratives, as well as questions of segregation and integration, are increasingly relevant outside the boundaries of Detroit. I am writing this thesis as a graduate of a European university, characterized by my European socialization and education, but at the same time shaped by the extensive influence of US pop culture, America's most appealing soft power which sometimes makes me feel closer to this country, than I'd like. Out of this tension, I am not looking for a final, objective truth that definitively describes Detroit's development over the last decades, even if the temptation to try and deliver such truth is certainly high, especially in times of post-factual discourse and alternative facts. Nevertheless, I would undoubtedly fail on such an endeavor. Every city knows thousands of stories about the truth of its existence, Detroit probably as many as it has inhabitants. Therefor this thesis does not treat Detroit as a subject of scientific research, or, more accurately, as a problem that needs fixing. Instead, this work is the description of my personal experience with the city of Detroit and its stories ¿ perhaps not necessarily the truth, but certainly not untrue or made up.