Titelaufnahme

Titel
Architect on the imperial throne or fools' tower by Joseph II / von Jekaterina Medvecka
Weitere Titel
Die Architekturtheorie Kaiser Josephs II in Bezug auf den Wiener Narrenturm
Verfasser / Verfasserin Medvecka, Jekaterina
Begutachter / BegutachterinKuhlmann, Dörte
ErschienenWien, 2017
Umfang160 Seiten : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Narrenturm / Joseph II / Panopticon / Bentham
Schlagwörter (EN)Fools Tower / Joseph II / Panopticon / Bentham
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-99758 Persistent Identifier (URN)
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Architect on the imperial throne or fools' tower by Joseph II [6.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Wiener Narrenturm im Gelände des Universitätscampus, des historischen Allgemeinen Krankenhauses der Stadt Wien, war das weltweit erste Spezialgebäude zur Unterbringung und Behandlung von Geisteskranken. Im Jahr 2012 wurde der Narrenturm in das Naturhistorisches Museum Wien eingegliedert und ist Sitz der Pathologisch-anatomischen Sammlung. Das im Jahre 1784 errichtete, zylindrische Gebäude war ein Privatprojekt von Kaiser Joseph II, welches er aus eigenen Mitteln finanzierte. Dieses Bauwerk war seiner Zeit in vielfacher Hinsicht voraus und deutet auf die aufgeklärte Haltung des Kaisers hin. Die Bausubstanz des Narrenturms birgt zahlreiche ungeklärte Fragen und Geheimnisse in sich. Bis heute ist nicht klar, wie der Kaiser auf die Idee eines kreisförmigen Gebäudes für Geisteskranke gekommen ist, und warum er sich persönlich so sehr um die Versorgung von Geisteskranken angenommen hat. Die Kreisform des Narrenturms verleitet dazu, nach Verbindungen zu Benthams Idee des Panopticons zu suchen sowie den Kontext der Entstehung der beiden Konzepte genauer zu erforschen. Diese Masterarbeit begibt sich auf eine spannende Entdeckungsreise in der die Persönlichkeit von Kaiser Joseph II beleuchtet wird und der Fokus auf den durch seine Reisetätigkeiten ermöglichten Austausch mit dem russischen Prinzen Potemkin und anderen wichtigen Geistern der Epoche des aufgeklärten Absolutismus in der Zeit rund um der Errichtung des Narrenturms gerichtet wird. Damit wird Joseph II zum wichtigen Bindeglied für die Übertragung der Idee des kreisförmigen Grundrisses und des Prinzips der zentralen Überwachung von der französischen Architekturszene zum russischen Prinz Potemkin sowie zum Erfinder des Panopticons, Samuel Bentham. Aus diesem Zusammenhang wird ein neuer Blick auf das Panopticon ermöglicht.

Zusammenfassung (Englisch)

The Narrenturm, which is located within the medical complex of the University of Vienna, was the first dedicated medical institution for the mentally ill worldwide. In 2012 the Narrentum was integrated into the Naturhistorisches Museum Wien (the Museum of Natural History in Vienna) and ince then houses the pathological-anatomical collection of the museum. The cylindrical building was erected in 1784 and was financed privately by Emperor Joseph II. It was ahead of it¿s time in many ways and indicates the emperor's embracement of the ideas of Enlightenment. The construction of the building raises several unanswered questions and mysteries. Up to this day, it is unknown where the emperor got the idea for the peculiar form of the building and why helping mentally ill patients was so important to him. The circular floor plan suggests a possible connection to Bentham¿s idea of the Panopticon which deserves further investigation. This master work embarks on a fascinating journey, investigating the personality of Emperor Joseph II and focusing on his exchanges with other important figures of the Age of Enlightenment throughout Europe around the time the Narrenturm was designed and created. This makes Joseph II an important link for spreading the idea of a circular floor plan using the principle of supervision and control from a central vantage point from the French architectural scene, to the Russian Prince Potemkin and - finally - to the inventor of the Panopticon, Samuel Bentham, allowing us to see the Panopticon in a whole new light.

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