Titelaufnahme

Titel
Potential Flüchtling - AsylwerberInnen als Chance für ländliche Regionen / von Silke Deininger
Weitere Titel
Refugees as an opportunity for rural regions
VerfasserDeininger, Silke
Begutachter / BegutachterinLinzer, Helene
ErschienenWien, 2017
UmfangX, 277 Seiten : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)ländliche Räume / Asylwerber / Flüchtlinge / Chancen / subsidiärer Schutz / Asyl / ländliche Gemeinden
Schlagwörter (EN)refugees / asylum / opportunity / rural regions / rural community / countryside / village / asylum seekers
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-99567 Persistent Identifier (URN)
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Potential Flüchtling - AsylwerberInnen als Chance für ländliche Regionen [3.27 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Nachdem die Fluchtbewegungen der letzten Jahre auch Österreich erreicht haben, sind die Themen Flucht und der Umgang mit geflüchteten Menschen medial, politisch und gesellschaftlich in den Focus gerückt. Obwohl die Zahl der flüchtenden Menschen seit dem Jahr 2016 bereits wieder sinkt, ist der Themenkomplex Fluchtbewegungen und die Auswirkungen auf die aufnehmenden Länder weiterhin medial sehr präsent. Von Fernsehen und Zeitung wurden diesbezüglich verschiedene Thesen verbreitet, unter anderem, dass AsylwerberInnen zur besseren Integration auf ländliche Gemeinden verteilt untergebraucht werden sollen. Vor diesem Hintergrund stellt sich unter anderem die Frage, welche Chancen sich den ländlichen Gemeinden und Regio-nen durch die Unterbringung und Betreuung von AsylwerberInnen bieten. Innerhalb dieser Arbeit wird mittels Interviews erforscht, welche ökonomischen Potentiale in den ländlichen Gemeinden und Regionen durch die AsylwerberInnen entstehen können und welche sozialen Prozesse in diesen Gemeinden in Gang gesetzt werden. Am Beispiel der Gemeinden Perchtoldsdorf, Machegg, Neudörfl und Wolfau wird gezeigt, dass Unterbringung und Versorgung der AsylwerberInnen überwiegend temporäre ökonomische Vorteile für die Großzahl der Gemeinden und Regionen bieten. Die Mehrheit der AsylwerberInnen siedelt nach dem Asylbescheid in städtische Regionen. Zusätzlich sinkt die Anzahl der AsylwerberInnen und dadurch auch die Einnahmen der Gemeinden. Die bereits geknüpften sozialen Kontakte und gewonnen Erfahrungen bleiben allerdings darüber hinaus erhalten, wodurch sich die sozialen Auswirkungen etwas langfristiger als die ökonomischen darstellten.

Zusammenfassung (Englisch)

When the refugee movements of the last few years reached Austria, the media, politicians and society began debating the subject of the refugees flight and how to deal with refugees. Although the number of refugees has begun declining since 2016, the complex issue defined as: ¿Refugee movements and their impact on the host countries" is still ever-present in the media. Several hypotheses have been disseminated by television and the print media, including the theory that asylum seekers are to be distributed to rural communities for better integration. This raises the question, in which way the rural communities and regions will benefit through the accommodation and care of asylum seekers. This paper investigates, through the conducting of interviews, what economic potential can result from the refugee influx in the rural communities and regions and what social processes are to be expected within the communities. It is shown by the examples of the local communities Perchtoldsdorf, Machegg, Neudörfl and Wolfau, that accommodating and caring for asylum seekers provides only temporary economic benefits for most communities and regions. The majority of the asylum seekers will finally settle in urban areas after having received asylum. Furthermore the number of asylum seekers is decreasing and thus also the income of the municipalities. Social ties already created and experience gained, will however, last, which means that the social repercussions have a slightly greater bearing than the economic ones.