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Title
Dazwischen - Zwischenräume im mehrgeschoßigen Wohnbau und deren Potentiale zur Förderung von Nachbarschaft / von Laura Lipensky
Additional Titles
In-between - potentials of in-between space to facilitate neighborship in multistorey housing
AuthorLipensky, Laura
CensorFattinger, Peter ; Klein, Michael
PublishedWien, 2017
Description179 Seiten : Illustrationen
Institutional NoteTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Nachbarschaft / Zwischenraum / Wohnbau / Eingang / Erschließung / Gründerzeit / Rotes Wien / Zeilenbau / Oral History
Keywords (EN)Neighborship / In-between Space / Housing / Entrance / Circulation / Gründerzeit / Red Vienna / Row Housing / Oral History
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-98231 Persistent Identifier (URN)
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Dazwischen - Zwischenräume im mehrgeschoßigen Wohnbau und deren Potentiale zur Förderung von Nachbarschaft [39.59 mb]
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Abstract (German)

Der Zwischenraum im Wohnbau wird meist auf die Funktion der Erschließung reduziert, obwohl er den physischen Begegnungsraum zwischen den BewohnerInnen eines Hauses darstellt. Hier beginnt Nachbarschaft. Die positiven Auswirkungen gut funktionierender Nachbarschaften betreffen nicht nur einzelne Individuen oder Gruppen, vielmehr dehnen sich diese auf Stadtquartiere aus und erhöhen so das soziale Kapital einer gesamten Stadt. Deshalb hat die Politik die Nachbarschaft auch für sich entdeckt und fördert gezielt Entwicklungen zur Stärkung von Nachbarschaft (beispielsweise über die soziale Nachhaltigkeit im Bauträgerwettbewerb, Gebietsbetreuung, Straßenfeste, Fragnebenan, ...). Der Zwischenraum war und ist für viele PlanerInnen ein wichtiges Thema ¿ insbesondere im Wohnbau. Von der Jahrhundertwende über die Moderne bis heute entstanden verschiedene Konzepte, um der Anonymität in der Stadt entgegenzuwirken und stattdessen den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken. Im ersten Teil der Arbeit wird, anhand von ausgewählten Beispielen die Bandbreite an Möglichkeiten und Herangehensweisen dieser Konzepte veranschaulicht und ein Auszug daraus diskutiert. Ein Großteil der Bevölkerung lebt jedoch nicht in diesen Bauten und kann nicht von diesen durchdachten Räumen profitieren. Wie sehen die Zwischenräume aus, mit denen die meisten von uns konfrontiert sind, und wie funktionieren sie? Das zweite Kapitel umfasst die Analyse von drei verschiedenen Typen des Zwischenraums, welche repräsentativ für den Wiener Wohnbau sind: ein Mietshaus aus der Gründerzeit, ein Wohnhof aus der Ära des Roten Wien und ein Zeilenbau der 50er Jahre dienen aufgrund ihres häufigen Vorkommens in Wien als Muster. Ergänzend zur räumlichen Analyse werden bauliche sowie technische Änderungen, die den Zwischenraum im Laufe seines Bestehens beeinflusst haben, untersucht. Während der gesamten Recherche wurde besonderer Wert darauf gelegt auch stets die zwischenmenschliche Ebene in den Analysen zu erfassen. Interviews und Erzählungen von Zeitzeugen bilden hierbei die historische Basis. Aktuelle Vergleiche zeigen Studien, Beobachtungen und BewohnerInnenbefragungen. Im letzten Abschnitt werden die Potentiale der Zwischenräume dieser drei Wohnhäuser ausgelotet und konkrete Ideen zur Aktivierung erarbeitet. Exemplarisch werden vier Installationen 1:1 im Zwischenraum eines Wohnhauses installiert und den BewohnerInnen des Hauses zur Aneignung überlassen.

Abstract (English)

The in-between space in housing is usually reduced to its function of circulation, despite the fact, that this space is the physical space between people, the space where people meet. Right there neighborship develops. Multiple surveys give evidence of the benefit of good relationships to the neighbors for the individual and the group. Moreover, functioning neighborship has a positive effect on the social capital of a city or a neighborhood. Therefore, politics actively promote developments to strengthen neighborship. (e.g. in Vienna through Soziale Nachhaltigkeit in housing-development competition, Gebietsbetreuung, street festivals, Fragnebenan, ...). The in-between space was and still is an important topic for planners ¿ especially in housing. Since the late 19th century various concepts working with this space were created to prevent anonymity in the big cities and encourage solidarity in society. The first part of the thesis shows the diversity of in-between spaces in housing and the different opportunities of planning supporting environment for residents. Most people can¿t enjoy those sophisticated building discussed in the first chapter though. What does the in-between space look like in common housing? What is the in-between space most of us are confronted with? And how does it function? In the second part, three different in-between spaces which are in a way representative for Viennese housing based on spatial analysis, are evaluated. A typical Viennese Gründerzeit house, social housing of the Red Vienna period and row housing of the fifties serve as exemplary because of their high occurrence in the city. Complementary to the spatial analyses, technical and constructional modifications, that changed the in-between space over the years of its existence, are explored. Through narratives and interviews, the interpersonal level and the original social function of the in-between space is reconstructed. Based on surveys, experiences and questionnaires the comparison to today¿s function is drawn. What are the potentials of in-between spaces in housing? How can we activate them for neighborhoods? The three analyses are completed with explorations of the potentials and exemplary concepts for activation. Certain concepts are installed 1:1 in the analyzed Gründerzeit house and the effect on the residents is reviewed.

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