Titelaufnahme

Titel
Gemeinsam gehen : der Spaziergang als Beteiligungsformat in Planungsprozessen / von Christoph Kirchberger
Weitere Titel
Walking togehter. The stroll as a method of participation in planning processes
VerfasserKirchberger, Christoph
Begutachter / BegutachterinZech, Sibylla
ErschienenWien, 2017
Umfang154 Seiten : 5 Blätter Beilage ; Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Stadtplanung / Raumplanung / Partizipation / Spaziergangsforschung / Stadtrand
Schlagwörter (EN)Urban planning / Regional Planning / Participation / Promenadology / Urban Fringe
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-97650 Persistent Identifier (URN)
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Gemeinsam gehen [23.87 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Planungsprozesse für Städte und Regionen werden beginnend mit den 70er Jahren mehr und mehr auch als eine kommunikative und nicht rein technische Aufgabe verstanden. Methoden der Bürgerbeteiligung sind daher zu einem fixen Bestandteil von Planungsprozessen geworden. Im Zuge dessen kommen vermehrt auch verschiedenste Methoden der Bürgerbeteiligung zum Einsatz. Unter anderem werden auch mobile Beteiligungsmethoden eingesetzt. Zu diesen ist der Spaziergang zu zählen. Spaziergänge bieten in der Konzeption und Ausrichtung einen breiten Gestaltungsspielraum, von einem Lokalaugenschein einer Bauverhandlung bis hin zu interaktiv performativen Ausprägungen. Diese Arbeit versucht eine erste strukturierte Erschließung der Methode des Spaziergangs für die Planung durchzuführen. Als Basis hierfür dienen insbesondere eigene Erfahrungen aus Teilnahme, Organisation und Durchführung von Spaziergängen. Es wird somit ein anwendungsbezogener Ansatz im Sinne der Aktionsforschung verfolgt. Die Abhandlung entstand in einem steten Wechsel zwischen Handlung, Reflexion und Planung. Zu Beginn der Arbeit wird eine mögliche Geschichte des Spaziergangs als reflektierte Auseinandersetzung mit der Umwelt konstruiert und erzählt, um auch Ursprünge der Methode identifizieren zu können. Es folgt eine Analyse der in der Stadtregion Wien absolvierten Spaziergänge, die in der Definition von Idealtypen sowie praktischen Werkzeugen für die Anwendung der Methode mündet. Abschließend werden die durch den Autor selbst durchgeführten Spaziergänge vorgestellt und daraus gewonnene Verbesserungsansätze, sowie generell bestehende Herausforderungen, abgeleitet. Die Arbeit bildet in sich vor allem auch den mehr als einjährigen Lernprozess des Autors selbst ab und gibt somit im Abschluss auch einen persönlichen Blick auf die Methode wieder: Welche Potentiale bietet die Methode für die Planung, und was waren persönliche Erkenntnisse aus der Arbeit? Welcher weitere Entwicklungs- und Forschungsbedarf kann identifiziert werden? Die vorliegende Arbeit bietet hier einen Ausgangspunkt für eine strukturierte Weiterentwicklung der Methode in der Planungspraxis, Lehre und Forschung.

Zusammenfassung (Englisch)

Planning processes for cities and regions are, starting from the 1970s, increasingly understood as a communicative and not purely technical task. Methods of participation have therefore become a regular part of planning processes. In the course of this, various methods of public involvement are increasingly being used. Among other things, mobile participation methods are also used. The walk is one of them. Walks offer a broad range of design possibilities, ranging from a on site inspection during building negotiations to interactive performances. This work attempts to carry out a first structured indexing of the method of the walk for the planning. The basis for this serves, in particular, the personal experience from the participation, organization and carrying out of walks. An application-oriented approach in the sense of action research is therefore pursued. The thesis arose in a constant alternation between action, reflection and planning. At the beginning of the work, a possible history of the method of walking, as a reflected confrontation with the enviroment, is constructed and told, to identify the origins of the method. This is followed by an analysis of the walks that took place in the Vienna city region, leading to the definition of ideal types and practical tools for the application of the method. Finally, the walks undertaken by the author himself are presented and the resulting approaches for improvement, as well as generally challenges, are derived. The work also forms part of the author`s more than one-year learning process. In the end it provides a personal view of the method: What potential does the method provide for planning, and what were personal insights from the work? Which further development and research needs can be identified? The present work provides a starting point for a structured further development of the method in planning practice, teaching and research.