Titelaufnahme

Titel
Haus der Natur Hallstatt : Entwurf eines Forschungs- und Informationszentrums im Welterbeort Hallstatt / von Christian Staudinger
Weitere Titel
House of Nature Hallstatt
VerfasserStaudinger, Christian
Begutachter / BegutachterinLu, San-Hwan
ErschienenWien, 2017
Umfang57 Seiten : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Haus der Natur / Hallstatt / Besucherzentrum
Schlagwörter (EN)House of Nature / Hallstatt / Visitor Center
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-96692 Persistent Identifier (URN)
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Haus der Natur Hallstatt [96.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Massentourismus, die fortschreitende Automatisierung der Salzindustrie, Abwanderung und Überalterung, sowie nicht zuletzt der Schutz der Natur- und Kulturlandschaften sind Themen die das Salzkammergut in Oberösterreich prägen. In Hallstatt, einem Bergdorf am Fuß des Dachsteins spitzen sich diese Entwicklungen auf das Äußerste zu. Auf nurmehr 800 Einwohner kommen jährlich 200000 Touristen. Meist mit Bussen in großen Reisegruppen für wenige Stunden herbeigekarrt, überforden sie die Infrastruktur des Ortes seit langem - mit allen Konsequenzen für den Naturraum. Eine Aussichtsplattform nach der anderen wird an immer noch exponierteren Lagen gebaut. Seilbahnen, Parkplätze und Souvieniershops haben Hochkonjunktur. Neben dem boomenden Tourismus nimmt sich der traditionelle Salzbergbau als Arbeitgeber zunehmend kleiner aus. Wenig hochqualifiziertes Personal wird dort wie da benötigt, was die Abwanderung der Jungen, gut Gebildeten nur beschleunigt. Das Thema meiner Arbeit, das Haus der Natur, soll diesen Tendenzen selbstbewusst entgegentreten. In zeitgemäßer, qualitätsvoller, auf den Ort rücksichtnehmender Architekur soll ein Haus geschaffen werden, das auf diese Probleme, die alle auch Probleme des Natuschutzes sind, aufmerksam machen. Mit den ortsüblichen Baustoffen Holz und Stein soll dieses ein Forum zur Information, Diskussion und Forschung bieten und somit auch nachhaltige Arbeitsplätze. Auch soll es Beispiel für die lokale Bevölkerung sein und zeigen, dass das tradierte baukulturelle Erbe auch ohne Plastikfenster und billigen Styoporfassaden fortgeführt und zukunftsreif gemacht werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

Mass tourism, the advanced automation of the salt industry, migration and aging, and, last but not least, the protection of nature and cultural landscapes are the themes of the Salzkammergut in Upper Austria. In Hallstatt, a mountain village at the foot of the Dachstein-mountain, these developments are coming to a head. The population of 800 inhabitants is confronted with 200,000 tourists each year, usually arriving with coaches in large tourist groups for a few hours. This overwhelmes the infrastructure of the place, with all consequences for the natural environment. One viewing platform after another is built on still more exposed locations. Ropeways, parking lots and souvenier shops have a boom. In addition to uprising tourism, the traditional salt mining industry as an employer is getting smaller and smaller. Few highly-qualified staff is needed, which is driving the exodus of the young, well-educated. The topic of my work, the House of Nature, shall selfconsciously oppose these tendencies. A house with a contemporary, high-quality architectural design will draw attention to these problems, which are also problems of natural protection. With the local building materials of wood and stone, this should provide a forum for information, discussion and research, and thus also sustainable jobs. It should also be an example for the local population and show that the traditional building heritage can be pursued and made ready for the future even without plastic windows and cheap thermal insulation façades.