Titelaufnahme

Titel
Grundlos bodenlos?! : eine planungskulturelle Betrachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Umsetzungen der Bodenschutzplanung in Oberösterreich / von Maria Legner
Weitere Titel
A planning culture based analysis of legal frameworks and implementations of soil protection planning in Upper Austria
VerfasserLegner, Maria
Begutachter / BegutachterinHamedinger, Alexander
ErschienenWien, 2017
Umfang144 Seiten : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Planungskulturen / Bodenschutz / Gemeindepolitik / Gemeindeentwicklung
Schlagwörter (EN)planning cultures / soil protection / local policy / local development
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-96090 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die flächensparende Siedlungsentwicklung wird als grundlegende Herausforderung der Raumplanung gesehen. Durch die Versiegelung von Flächen zu Siedlungs- und Verkehrszwecken gehen die ökologischen und landwirtschaftlichen Funktionen von Boden und Freiflächen verloren. Ziel dieser Arbeit ist es Ansätze für eine flächensparende Siedlungsentwicklung aus der Perspektive des Bodenschutzes zu analysieren und weiterzuentwickeln. Die theoretische Grundlage für die Untersuchung ist das Konzept der Planungskulturen. Demzufolge drücken sichtbare Planungssysteme und Planungsdokumente die darunter liegenden kulturellen Werte einer Gesellschaft aus. Diese werden von PlanungsakteurInnen mit ihren Planungs- und Aufgabenverständnissen übersetzt, indem sie gesellschaftliche Problemstellungen über die fachlich etablierte Weise wahrnehmen. Auf manifester Ebene der Bodenschutzplanung werden Zielformulierungen v.a. für die Bereiche Raumplanung, Landwirtschaft (Verbesserung der Bodengesundheit) und dem Bereich Umweltschutz (Erhalt der Bodenfunktionen) formuliert und über die Einbindung in Raumordnungsinstrumente umgesetzt. Die Zusammenarbeit zum Querschnittsbereich Boden ist durch die Kompetenzverteilung zwischen Gebietskörperschaften und Fachabteilungen schwer möglich. Das dahinter liegende Planungsverständnis der PlanungsakteurInnen sieht Bodenschutzplanung derzeit als freiwillige Selbstverpflichtung der Gemeinden. Anhand von zwei Bodenbündnisgemeinden und des politisch-administrativen System des Landes Oberösterreich werden die Herausforderungen Bodenschutzagenden umzusetzen, gezeigt. Methodisch baut die Arbeit auf einer qualitativen Inhaltsanalyse von Gesetzestexten, Planungsdokumenten und Interviews mit PlanungsakteurInnen auf Gemeinde- und Landesebene in Oberösterreich auf. Aus der Analyse werden Entwicklungspotenziale für die planungskulturelle Verankerung von Boden in der Raumplanung skizziert. Ernährung und Wohnen können als Schlüsselthemen der örtlichen Entwick-lung partizipativ und über zivilgesellschaftliche Initiativen kooperativ gestaltet werden. Prozesse auf Gemeinde- und Regionsebene sollten finanziell und personell unterstützt werden, damit eine höhere Qualität in der Planung möglich wird. Freiflächen sollten dabei im Sinne einer integrativen Raumplanung stärker berücksichtigt werden, insbesondere im Bereich der Landwirtschaft.

Zusammenfassung (Englisch)

A core challenge of spatial planning is to ensure a settlement development with restrained land consumption. Soil sealing leads to the loss of ecological and agricultural soil functions and of recreational open spaces. The aim of this work is to take the perspective of soil protection to analyze and develop further approaches that reduce land take. The theoretical basis is the concept of planning cultures which distinguishes the manifest level of culture in form of planning documents and planning systems from the core societal values. The translation is done by planning actors who share a common perception of planning tasks. Targets for soil protection planning are formulated on the manifest level in the area of spatial planning, agriculture (improvement of soil health) and environmental protection (preservation of soil functions) and translated into spatial planning instruments. The cooperation of actors is difficult because of the division of competencies between territorial authorities and departments in the cross-sectional field of soil. The underlying conception of planning is that of a voluntary obligation to implement soil protection planning in municipalities. The work analyses these challenges in two municipalities that are members of the soil alliance and the federal state of Upper Austria. The methodical basis in this work is a qualitative content analysis of legal texts, planning documents and interviews with planning actors on municipal and federal state level of Upper Austria. Future development potentials are drawn to improve the implementation of soil protection in spatial planning. Key topics in the municipal development are food and housing which can be shaped in a participative way in cooperation with civil society initiatives. Processes on municipal and regional level need financial and personnel-wise support to ensure a higher quality in planning. Open spaces should be considered in an integrative way especially in regards to agriculture.