Titelaufnahme

Titel
Einsatzmöglichkeiten von nutzergenerierten Mobilitätsdaten in der Stadt- und Regionalforschung : gezeigt am Beispiel von Fahrrad-Tracking-Daten in Wien / von Florian Pühringer
Weitere Titel
Application possibilities of user-generated mobility data in urban and regional science - shown by the example of bicycle tracking data in Vienna
VerfasserPühringer, Florian
Begutachter / BegutachterinKalasek, Robert
ErschienenWien, 2017
Umfang123 Blätter : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Nutzergeneriert / Datenanalyse / GIS / BigData / Tracking / Radverkehr
Schlagwörter (EN)user-generated / data-analysis / GIS / BigData / tracking / cycling
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-95966 Persistent Identifier (URN)
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Einsatzmöglichkeiten von nutzergenerierten Mobilitätsdaten in der Stadt- und Regionalforschung [35.74 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das gesellschaftliche Leben wird derzeit vom technologischen Fortschritt im Bereich der mobilen Endgeräte geprägt. Niemals zuvor war die von der Weltbevölkerung produzierte Datenmenge größer als heute. Die verschiedensten Sensoren machen die Aufzeichnung von nahezu jeder menschlichen Interaktion möglich, was auch für Themenfelder aus den Regionalwissenschaften neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Vor allem die Geokodierung - also die koordinative Verortung - räumlicher Phänomene und die Möglichkeit, große Stichproben von Nutzerverhalten direkt dynamisch zu erfassen, stellt eine interessante und innovative technologische Perspektive dar, Datengrundlagen für Forschungs- und Planungsprojekte zu sammeln. Vor diesem Hintergrund sucht diese Arbeit nach planerischen Anknüpfungspunkten, wobei vor allem die Analyse von auf Tracking-Daten basierenden Bewegungsmustern in den Vordergrund gestellt wird. Der Zugang und das Verständnis von "Raum" aus der Stadt- und Regionalforschung bilden den theoretischen Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit. Die Auseinandersetzung mit dem Begriff und dessen Dimensionen ist eine der elementaren Voraussetzungen für räumliche Analysen. Daher soll auch der neue und zukunftsweisende Typ der Tracking-Daten aus den verschiedenen räumlichen Zugängen beleuchtet werden. Im Kern der Arbeit folgt die praktische Auswertung und Analyse von Fahrrad Tracking-Daten aus Wien, die von Bike Citizens - einem österreichischen Start-Up im Marktsegment von appbasierten Mobilitätslösungen - zur Verfügung gestellt wurden. Dabei handelt es sich um eine Fahrrad-Routing-App für Smartphones, die in der Lage ist, mit dem Fahrrad zurückgelegte Wege detailliert aufzuzeichnen. Die Analyse erfolgt mit in den Regionalwissenschaften etablierten Werkzeugen, allen voran geographischen Informationssystemen. Dabei sollen die Möglichkeiten und Potentiale für den Einsatz derartiger georeferenzierter Daten aufgezeigt, aber auch auf Grenzen in der Aussagekraft eingegangen werden. Anhand verschiedener räumlicher Maßstabsebenen wurden die Daten mithilfe von Hands-On Beispielen auf ihre planerische Eignung überprüft. Die Anwendungsfelder reichen dabei von Geschwindigkeitsanalysen einzelner Netzabschnitte über Auswertungen zu Routenwahl und Routensplit hin zu Einzugsbereichsanalysen von Points of Interest. Ableitend aus den Erkenntnissen werden verschiedene Aspekte hinsichtlich Aussagekraft und Datencharakteristik dargelegt, sowie Rahmenbedingungen und Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt. Zudem werden die Tracking-Daten mit Beispielen klassischer Mobilitätsdatenerhebungen, wie "Österreich Unterwegs 2014", verglichen. Der Fokus liegt dabei auf den Prozessen und der jeweiligen Datengüte sowie der räumlichen Aussagekraft. Die Einordnung der Tracking-Daten in den Kontext der Stadt- und Regionalforschung, anhand der vorab definierten Raumzugänge, leitet zum Abschluss der Arbeit über. Durch die Eigenheiten der Tracking-Daten, wie beispielsweise deren starke Verräumlichung, ergeben sich innovative Nutzungsmöglichkeiten, welche auch im theoretischen Rahmen spannende Aspekte aufzeigen.

Zusammenfassung (Englisch)

Social life is currently strongly influenced by technological progress in the field of mobile devices. Never before was the amount of data produced by the world population greater than it is today. The various sensors provide the means for recording almost any human interaction. This also indicates new fields of application in urban and regional research. Geocoding spatial phenomena and the opportunity to capture large samples of user behavior directly represent an interesting and innovative technological perspective to collect data for research and planning projects. This work is looking for planning connections to point out meaningful big data implementations. The analysis focuses on movement patterns based on tracking data. The approach and understanding of "space" form the theoretical framework of urban and regional research. The analysis of this concept and its dimensions is one of the fundamental prerequisites for spatial analysis. Therefore, the future-oriented type of tracking data from the different spatial accesses should also be analyzed. The core of the work is the practical evaluation and analysis of bicycle tracking data covering the Vienna city area. The data was provided by Bike Citizens - a bicycle routing app for smartphones, which is able to record cycling trajectories in detail. The analysis is using tools established in urban and regional research, primarily geographic information systems. In this context, the potentials for the use of this kind of data in urban and regional research are to be pointed out, but also the limitations in the meaningfulness will be discussed. At different spatial levels, the data were examined by means of hands-on examples for their planning suitability. These examples range from speed analyses of individual network sections via evaluations of route choices to accessibility analyzes of points of interests. Concluding the findings of this exploration and analysis, various aspects of meaningfulness and data characteristics are discussed. In a next step, the tracking data are compared with previously shown examples of mobility data surveys, such as "Österreich Unterwegs 2014". The focus is on the processes and the respective data quality. The classification of the tracking data in the context of urban and regional research, based on the predefined different spatial concepts, leads to the conclusion of the work. Due to the characteristics of the tracking data, such as their strong spatialization, innovative possibilities of use arise that can also lead to interesting insights for the underlying theoretical framework.