Titelaufnahme

Titel
Innenentwicklung für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung am Beispiel einer Wiener Umlandgemeinde / von Verena Demuth
Weitere Titel
Inner development for a sustainable settlement development, with a focus on an example of a community in the surrounding area of Vienna
VerfasserDemuth, Verena
Begutachter / BegutachterinVoigt, Andreas
ErschienenWien, 2017
Umfang223 teilweise gefaltete Seiten : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Innenentwicklung / Innenentwicklungspotenziale / Nachverdichtung / Reserveflächen / nachhaltige Siedlungsentwicklung
Schlagwörter (EN)inner development / potential for inner development / urban density / reserve areas / sustainable settlement development
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-95943 Persistent Identifier (URN)
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Innenentwicklung für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung am Beispiel einer Wiener Umlandgemeinde [22.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Flächeninanspruchnahme aufgrund von Versiegelung, Bebauung und Überbauung schreitet kontinuierlich voran und führt zu einer Verknappung der wertvollen Ressource Boden, da Verkehrs- und Bauflächen geschaffen werden. Der Fokus muss daher, um eine nachhaltige Siedlungsentwicklung anzustreben, verstärkt auf unbebautes bzw. untergenutztes, gewidmetes Bauland gerichtet werden, um dieses effizient zu nutzen, indem Innenentwicklung statt Außenentwicklung betrieben wird, ohne weiteres Bauland auszuweisen. Ziel dieser Arbeit war es, für eine stark wachsende Wiener Umlandgemeinde, die Stadtgemeinde Gänserndorf, Vorschläge für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung zu liefern, aber auch erfasste Innenentwicklungspotenziale unter Einbezug des Umfeldes bezüglich ihrer Eignung zu prüfen. Mit der Arbeit wurde daher Gänserndorf nach räumlichen und planungsrechtlichen Festlegungen durchleuchtet, indem unterschiedliche Methoden angewendet wurden. Dabei wurde eine räumliche Analyse mittels Lagebeurteilung durchgeführt, bei der räumliche Potenziale und Konflikte identifiziert wurden. Aus dieser Analyse resultierte, dass der Fokus auf eine Innenentwicklung gerichtet werden sollte, weshalb eine Übersicht über die Reserven, ein sogenanntes Flächenmonitoring, in Form eines Leitfadens erarbeitet wurde, das als Basis für Siedlungsentwicklungsszenarien diente. Inwiefern Reserven für Innenentwicklungspotenziale geeignet sind, wurde beispielhaft für ausgewählte Flächen anhand einer qualitativen Untersuchung und Bewertung festgestellt. Im Rahmen der Arbeit wurden auch Chancen und Grenzen der Innenentwicklung erarbeitet, die sich auf Gänserndorf beziehen bzw. auch im Allgemeinen auf andere Gemeinden bzw. Städte. Die Auseinandersetzung mit baulandmobilisierenden Maßnahmen in Österreich war letzten Endes ebenso Teil dieser Arbeit, mit der Empfehlungen für die Mobilisierbarkeit von Reserven in Niederösterreich geliefert werden konnten. Basierend auf den vorangegangenen Untersuchungen und Erhebungen konnten mit den Szenarien Empfehlungen für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung für eine stark wachsende Gemeinde abgeleitet werden, welche Potenziale zur Innenentwicklung aufweist. Szenarien können zudem auch sensibilisierend hinsichtlich des Themas Innenentwicklung auf die Bevölkerung wirken. Darüber hinaus kann der Leitfaden für das Flächenmonitoring als Hilfestellung für Planerinnen und Planer dienen. Weiters sind die Überlegungen zu baulandmobilisierenden Maßnahmen ein Appell an das Land, sich verstärkt mit dem Thema auseinanderzusetzen, indem die gesetzlichen Regelungen erweitert werden, aber auch an Gemeinden, vermehrt nachhaltige und aktive Bodenpolitik zu betreiben.

Zusammenfassung (Englisch)

Land drawdown due to sealing, building and overbuilding is progressing steadily and leads to a scarcity of the valuable resource soil, because traffic and construction areas are created. In order to make efficient use by means of inner development instead of external development, the focus has to be directed increasingly towards uncultivated or underused, dedicated building area, without designating further land for construction. The aim of this thesis was to provide proposals for the municipality of Gänserndorf, a strongly growing Vienna urban hinterland community, as well as to examine the charted inner development potentials, taking into account the environment, respective to their suitability. As a consequence, Gänserndorf was examined according to spatial and planning specifications, using different methods. A spatial analysis was carried out by means of a position assessment in which spatial potentials and conflicts were identified. This analysis resulted in the fact that, the focus has to be drawn on inner development, which is why an overview of reserves, so-called area monitoring, was developed in the form of a guide that served as the basis for settlement development scenarios. The extent to which reserves are suitable for inner development potentials is exemplified for selected areas on the basis of a qualitative examination and evaluation. Within the scope of the thesis, opportunities and limits of inner development referring to Gänserndorf as well as to other communities or cities in general were also drawn up. The examination of building area mobilization measures in Austria, which produced recommendations for the mobilization of reserves in Lower Austria, was also part of this thesis. Based on the previous investigations and surveys, the scenarios were used to derive recommendations for a sustainable settlement development for a strongly growing municipality, which has potential for inner development. In addition, scenarios can also have a sensitizing effect on the municipal population. Furthermore, the guidelines for area monitoring can serve as a support for planners. Moreover, the reflections on building area mobilization measures are an appeal to the authorities of the province to deal more intensively with the issue by extending the legal regulations, but also to communities, to pursue increased sustainable and active land policy.