Titelaufnahme

Titel
Bewertung der Korngrößenabhängigkeit des Polierwiderstandes von Sanden mit dem Prüfverfahren nach Wehner/Schulze / von Lukas Kirchmaier
VerfasserKirchmaier, Lukas
Begutachter / BegutachterinBlab, Ronald ; Spiegl, Markus
Erschienen2007
Umfang93, XV, [42] Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2007
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Polierwiderstand / Sande / Polierresistenz / Wehner/Schulze / Korngrößenabhängigkeit / Polierwert
Schlagwörter (EN)polishing resistance / grain size dependency / sand / Wehner/Schulze
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-95676 Persistent Identifier (URN)
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Bewertung der Korngrößenabhängigkeit des Polierwiderstandes von Sanden mit dem Prüfverfahren nach Wehner/Schulze [11.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die in der Fahrbahndeckschicht verwendeten Gesteinskörnungen sind wesentlich für die vorhandene Griffigkeit und somit für die Verkehrssicherheit verantwortlich. In den derzeit gültigen Normen werden lediglich Anforderungen hinsichtlich des PSV (Polished Stone Value), geprüft an der Splittfraktion 8/11 mm, gestellt. Für die in Deckschichten eingesetzten Sandfraktionen (<_ 2 mm) gibt es derzeit keine geson-derten Spezifikationen. Bereits veröffentlichte Untersuchungen zeigen jedoch, dass auch die Sandfraktionen einen Beitrag zur Erhöhung der Griffigkeit von dichten Straßenoberflächen (z.B. Asphaltbeton) leisten können. Um den Polierwiderstand von Sanden zu prüfen und zu bewerten, hat sich in Europa auf wissenschaftlich technischer Ebene das Prüfverfahren nach Wehner/Schulze durchgesetzt. Mit diesem Prüfverfahren erfolgt die Bestimmung des Polierwertes nach Wehner/Schulze PWS. Das Institut für Straßenbau und Straßenerhaltung an der TU Wien verfügt seit dem Frühjahr 2006 über eine entsprechende Prüfanlage neuester Bauart. Im Zuge dieser Arbeit wurde die Prüfanlage nach Wehner/Schulze erstmals in Betrieb genommen und eine Arbeitsanweisung für die Durchführung von Sandpolierprüfungen erstellt. Dafür fand mit der TU-Berlin ein Erfahrungsaustausch statt, bei dem insbesondere auf die Probekörperherstellung eingegangen wurde. Zur Bewertung der Korngrößenabhängigkeit des Polierwiderstandes von Sanden wurden drei Sande (hoch, mittel und wenig polierresistent) in vier verschiedenen Fraktionen hinsichtlich ihres Polierverhaltens untersucht. Dazu wurden die drei Sande in die Fraktionen 0,2/0,4, 0,4/0,63, 0,63/1,0 sowie 1,0/2,0 mm ausgesiebt, um die ganze Bandbreite der Sandfraktion 0/2 mm abzudecken. Pro Ge-stein und Fraktion wurden jeweils drei Sandprobekörper hergestellt. Diese wurden in weiterer Folge, in Anlehnung an die für die Sandpolierprüfung in Österreich gültige Richtlinie RVS 11.06.23, mit der Prüfanlage nach Wehner/Schulze einer Polierwertbestimmung unterzogen. Mit den durchgeführten Versuchen konnte nachgewiesen werden, dass der Polierwert von Sanden (PWS60) mit zunehmender Korngröße ansteigt. Diese Zunahme ist einerseits von der Polierresistenz des Gesteins und andererseits von der Drainagewirkung der Probekörperoberfläche abhängig. In ergänzenden Untersuchungen konnte weiters der Einfluss der Kornform sowie der „Eckigkeit“ der Gesteinskörner auf den Polierwert bestimmt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Mineral aggregates used in the road surface layer are responsible for the actual skid resistance and therefore for the traffic safety. In the Austrian standards re-quirements are given merely with regard to the PSV (Polished Stone Value), checked at the stone chippings 8/11 mm. No separate specifications are set for sand fraction (<_ 2 mm) used in asphalt surface layers. Experiments showed that the sand groups also may contribute to an increase of skid resistance of road surface layers with low air void content, e.g. asphalt concrete. The test procedure according to Wehner/Schulze, which is used for testing the polishing resistance of sand, has gained acceptance on a scientifictechnical level throughout Europe. This test procedure determines the polishing value according to Wehner/Schulze, also called PWS. At the institute for road construction and road maintenance at TU Vienna an appropriate test machine of the latest construction design has been installed in spring 2006. The first goal of this thesis was to put the test machine into operation and to write a work instruction for the execution of sand polishing examinations. For this, an experience exchange for the manufacturing of the specimens was arranged with the TU Berlin. To prove the grain size dependency of the polishing resistance of sands three different sands (with a high, medium and little polishing resistance) were examined with regard to their polishing resistance behaviour in four different grain size groups. The three sands were sieved into the grain size groups 0,2/0,4, 0,4/0,63, 0,63/1,0 and 1,0/2,0 mm covering the whole bandwidth of sand (0/2 mm). For each stone and grain size group three sand specimens were pro-duced and subsequently tested by analogy to the Austrian guideline RVS 11.06.23 for the sand resistance examination with the Wehner/Schulze test machine. The results prove the fact that the polishing value of sand (PWS60) rises with an increasing grain size. This increase is on the one hand dependent on the polishing resistance of the stone and on the other hand on the drainage effect of the sample body surface. Supplementary examinations proved the influence of the grain form as well as the “angularity” of the rock grain to the polishing resistance.