Titelaufnahme

Titel
Ökonomische Bewertung der Schutzwirkung des Waldes (Erosionsschutz) auf Flächen der Österreichischen Bundesforste (Infrastrukturen, Siedlungsgebiete) / von Clemens Vallaster
VerfasserVallaster, Clemens
Begutachter / BegutachterinGetzner, Michael ; Gutheil-Knopp-Kirchwald, Gerlinde
Erschienen2015
UmfangV, 97 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Ökosystemleistungen / Bewertung / Schutzwald
Schlagwörter (EN)Ecosystem services / Valuation / Protective Forests
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-94836 Persistent Identifier (URN)
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Ökonomische Bewertung der Schutzwirkung des Waldes (Erosionsschutz) auf Flächen der Österreichischen Bundesforste (Infrastrukturen, Siedlungsgebiete) [2.95 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ökosystemleistungen stellen die Grundlage des menschlichen Lebens dar. Fruchtbarer Boden, Trinkwasserverfügbarkeit sowie die Natur als Erholungsort wirken sich stark auf unsere Lebensqualität aus und haben eine fundamentale Bedeutung für das menschliche Leben. Ausgehend von Basisleistungen, haben auf Ökosystemen basierende Produkte eine hohe Bedeutung für die menschliche Wohlfahrt. Wald hat in weiten Teilen Europas eine wichtige Funktion auf unterschiedlichen Ebenen. Die Produktion von Holz in Skandinavien oder der Schutz vor Naturgefahren in den Alpen prägen ganze Staatsgebiete. In Österreich sind rund 48 Prozent des Staatsgebietes Waldflächen. Wald hat eine Vielfalt an Funktionen die sich positiv auf die menschliche Wohlfahrt auswirken, als Nutzfunktion für die Wirtschaft, Schutzfunktionen für Siedlungsgebiete oder als Erholungsgebiet. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer Teilleistung des Waldes, der Schutzfunktion vor alpinen Naturgefahren. Österreich hat, besonders im alpinen Raum, einen sehr beschränkten Dauersiedlungsraum, woraus sich eine hohe Dichte in besiedelbaren Räumen ergibt. Damit verbunden gibt es eine Vielzahl an Gesetzen und Instrumenten der Raumplanung in denen Bezug auf den Schutz von Siedlungsgebieten und Infrastruktur vor Naturgefahren genommen wird. Jedes Jahr gibt es hohe Ausgaben für die Schadensbeseitigung, aber vor allem für den präventiven Schutz vor Naturgefahren. Die Schutzwirkungen des Waldes gegenüber Naturgefahren sind vielfältig, neben dem Schutz vor Lawinen und Steinschlag hat die Retentionswirkung hohe Auswirkungen auf das Leben im alpinen Raum. Die ökonomische Bewertung dieser Schutzleistung erfolgt über die Ermittlung von Ersatzkosten technischer Verbauungen bei einem Wegfall der Schutzfunktion sowie über die Auswirkungen auf Wohnimmobilienpreise. Die Kosten technischer Verbauung übersteigen jene für die Aufforstung und den Erhalt von Schutzwald bei weitem. Müssten sämtliche potentiellen Gefahrengebiete technisch verbaut werden wäre eine großräumige Besiedelung des Alpenraumes vermutlich nicht möglich. Der Einfluss auf die Immobilienpreise ergibt sich daraus, dass in Zonen erhöhter Gefährdung, ausgewiesen als Gefahrenzonen, ein erhöhtes Schadensrisiko besteht, was wiederum in die Bewertung und den Verkehrswert von Liegenschaften eingeht. Diese resultieren unter anderem aus der öffentlichen Meinungsbildung nach Schadensereignissen und ergeben einen durchschnittlichen Abschlag von 2 bis 5 Prozent auf den Immobilienpreis. Anhand der Marktgemeinde Hallstatt im inneren Salzkammergut lassen sich die Auswirkungen von Schutzwald gut darstellen. Große Teile des Gemeindegebietes wären nicht besiedelbar, eine Unterbrechung der Zufahrtswege wahrscheinlich.

Zusammenfassung (Englisch)

Ecosystems are fundamental to human life as fertile soil, accessibility of drinking water and recreation in nature significantly impact our quality of life. Products based on ecological systems are hence of tremendous interest for human welfare. The forest has a particularly important and multifunctional role in Europe as the production of timber or protection from natural perils shape whole districts in Scandinavia or the Alps, retrospectively. In Austria, forested areas account for 48 percent of national territory. Forested areas offer a multitude of functions which positively impact human welfare, aid economy and protect areas of settlement. The presented work investigates the protection from alpine risks as one part of the benefits of forested areas. Austria shows limited long-term settlement in alpine areas with consequent increased population density in areas amenable to settlement. Related to this, a multitude of spatial planning related laws and tools aim towards protecting these areas and their infrastructure from natural perils. As such, a substantial annual budget is dedicated to the protection from natural hazards and to the repair of related damage. Forested areas offer a wide repertoire of protective measures which includes protection from avalanches, rockfall and effects of retention, all of which strongly impact life in alpine areas. The economic assessment of these protective functions is carried out by considering costs of alternative preventative installations in the absence of protective forest function as well as its influence on the value of residential properties. The costs of alternative installations exceed those for afforestation and maintenance of forested areas by far. A wide spread settlement within the alpine area is probably unlikely if all areas of potential hazard were covered by technical installations. The situation in a zone of potential hazard strongly influences residential property values and can lead to significant reductions due to a higher risk of damage. This reduction averages at 2 to 5 percent and comes down to the public opinion of past events of damage. The commune "Hallstatt-, in Upper Austria is representative of the impact of forested areas as without it, huge parts would be unsettled and connecting ways would likely be interrupted.