Titelaufnahme

Titel
Nicht nur eine Frage des Geldes : Warum so wenige Einfamilienhäuser von Architektinnen und Architekten geplant werden / Christine Lechner
VerfasserLechner, Christine
Begutachter / BegutachterinWiegand, Dietmar
Erschienen2015
Umfang124 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Titelübersetzung des Autors: Why only few single family houses are planned by architects
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Einfamilienhaus / Architekt / Architektin
Schlagwörter (EN)single family house / architect
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-94768 Persistent Identifier (URN)
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Nicht nur eine Frage des Geldes [5.88 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Von den 16.000 jährlich in Österreich errichteten Einfamilienhäusern werden nur wenige von Architekt_innen geplant, Baumeister_innen und die Fertigteilhausindustrie beherrschen hier ganz klar den Markt. Um das Erscheinungsbild der Einfamilienhaus-Siedlungen hierzulande nachhaltig zu verändern und die oftmals prekäre finanzielle Situation der Architekturschaffenden zu verbessern, bedarf es einem stärkeren Engagement der Architekt_innen in diesem Tätigkeitsbereich. Im Rahmen dieser Arbeit wurden deshalb angehende Bauleute sowie ausgebildete Architekt_innen befragt, um die Ursachen und Hintergründe der aktuellen Auftragssituation im Einfamilienhaus- Bereich auszumachen. Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, steht die Frage des Geldes bzw. der Finanzierbarkeit sowohl auf Auftraggeber_innen als auch auf Auftragnehmer_innenseite häufig im Vordergrund. So sind die Häuslbauer_innen nicht bereit, für die Planungsleistung entsprechend Geld auszulegen, die Architekt_innen hingegen sehen den großen zeitlichen Aufwand für eine individuelle Planung nicht vergütet und die entsprechenden Aufträge demnach unattraktiv. Trotz der bescheidenen finanziellen Möglichkeiten der angehenden Häuslbauer_innen könnten sie sich dennoch vorstellen, eine Geschäftsbeziehung aufzubauen, weil grundsätzlich großes Interesse für das Einfamilienhaus besteht. Häufig fehlt allerdings bei beiden Akteur_innen der Wille, auf die_den anderen einen Schritt zuzugehen. Die zukünftigen Bauleute sind mit der Suche nach einem geeigneten Architekturbüro überfordert, wissen zu wenig, was Architektur leistet und vertrauen daher lieber auf das Können einer_s Baumeister_in. Werbemaßnahmen von Seiten der Architektur gibt es nur begrenzt und Architekt_innen sind kaum dort präsent, wo angehende Häuslbauer_innen Informationen zu ihrem Einfamilienhaus einholen. Aus den Erkenntnissen dieser Forschungsarbeit lässt sich ableiten, dass es zentrale Aufgabe der Architekt_innen sein wird, eine weitreichende Werbe- und Aufklärungsstrategie zu Baukultur und Architektur zu initiieren, um den potentiellen Auftraggeber_innen die Qualitäten von Architektur zu vermitteln.

Zusammenfassung (Englisch)

Of the 16,000 family houses erected annually in Austria, only a very few are designed by architects; the market is being dominated by building contractors and the prefab industry. Therefore, within the scope of this thesis, potential home builders, as well as qualified architects, were asked to account for the causes and background of this dilemma. More planning contracts with architectural companies will profoundly change the look of the average housing residential area. It would moreover improve the precarious financial situation that architects often find themselves in. The research shows that there is a main focus on the financial viability of both, the suppliers and the clients. Whereas the home builders are not prepared to spend large sums for planning services, the architects feel they are not being adequately compensated for the great amount of time invested in individual planning, and therefore consider single housing contracts as unattractive. Nevertheless, because of the keen interest in this topic, architects could well imagine entering into business relations with home builders, despite the modest financial possibilities of the clients. The problem lies in both participants not willing to take a step towards each other. In addition to being overburdened with the search for architectural offices, potential clients are not being appropriately informed about what the architects actually have to offer. Thus, they prefer to hire the services of a building contractor. Promotional and publicity measures taken by architectural offices are limited and they are scarcely present in those areas where clients gather information on their prospective building activities. The findings of this thesis suggest that architects will be faced with the task of initiating far-reaching promotional and information strategies in order to convince potential clients of the qualities of architectural skills.