Titelaufnahme

Titel
Kostengünstiges Wohnen in Ardagger, Niederösterreich / von Burgstaller Gregor
Weitere Titel
Cost-efficient housing in Ardagger, Lower Austria
VerfasserBurgstaller, Gregor
Begutachter / BegutachterinStieldorf, Karin
ErschienenWien, 2016
Umfang155 Seiten : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Nachhaltigkeit / Kosteneffizienz
Schlagwörter (EN)Sustainability / Cost-efficiency
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-94050 Persistent Identifier (URN)
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Kostengünstiges Wohnen in Ardagger, Niederösterreich [29.01 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit 2005 sind die Baukosten und in weiterer Folge die Wohnkosten stärker gestiegen als die Einkommen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Strategien, welche die Kosten für Bauen und Wohnen senken können. Anhand von zwei Entwurfsvarianten für ein Grundstück in Ardagger Markt und einer detaillierten Kostenschätzung werden die Potentiale der einzelnen Strategien geschätzt. Ein Entwurf beinhaltet eine Wohnhausanlage mit zehn Wohnungen, der andere eine Bebauung mit vier Einheiten in Form von Doppelhäusern. Einsparungsstrategien werden vor allem durch Planungs- und Bauherrenentscheidungen beeinflusst. Die Gesamterrichtungskosten pro Quadratmeter Wohnnutzfläche sind bei der Wohnhausanlage um bis zu 32% günstiger als bei der Doppelhausvariante. Außerdem wird durch die meist kleineren Einheiten in der Wohnhausanlage der Bedarf an zunehmend kleiner werdenden Haushalten abgedeckt. Durch eine flexible Bauweise können Wohnungsgrößen beziehungsweise Raumwidmungen bei Bedarf mit geringem Aufwand verändert werden. Wird zum Beispiel eine Wohnung infolge des Auszuges der Kinder verkleinert, verringern sich die Wohnkosten. Eine barrierefreie Wohnung kann ebenfalls zur Kostenersparnis beitragen, da im Bedarfsfall die Wohnung nicht gewechselt oder teuer umgebaut werden muss. Energiekosten im laufenden Betrieb können wirtschaftlich durch eine gut gedämmte Gebäudehülle, ein durchdachtes Heizsystem mit hohem Wirkungsgrad, eine Photovoltaikanlage, eine Solarthermieanlage für Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung eingespart werden. Ebenfalls wichtig ist ein Konzept gegen die sommerliche Erwärmung, damit keine oder nur geringe Energiekosten für die Kühlung notwendig sind. Da im Eigentum um circa 50% günstiger als in Mietwohnungen gewohnt wird, ist bei der Wohnhausanlage das Bilden einer Eigentümergemeinschaft von großem Vorteil. Wenn die Gemeinschaft auch Bauherr ist, werden durch die Einbringung von Eigenleistung und den Entfall der Bauträgermarge zusätzliche Kosten eingespart. Wird Eigenleistung eingebracht, können alleine durch den Entfall der Lohnnebenkosten die Gesamterrichtungskosten um bis zu 25% gesenkt werden. Im Falle eines Zinszuschusses durch die Wohnbauförderung werden die Finanzierungskosten vor allem bei der Wohnhausanlage gesenkt, da diese stärker gefördert wird als das Doppelhaus. Das gemeinsame Errichten einer geförderten Wohnhausanlage im Gemeinschaftseigentum erweist sich als sehr gute Möglichkeit für kostengünstiges Wohnen in Ardagger Markt.

Zusammenfassung (Englisch)

Since 2005, construction costs and, subsequently, housing costs have increased much more than incomes. This thesis deals with strategies to reduce costs for both construction and housing. On the basis of two different drafts for a plot in Ardagger Markt and a detailed cost estimate, the potentials of each strategy are estimated. One draft contains a housing complex with ten units, the other draft contains a development with four units in the form of two semi-detached houses. Cost reduction strategies can particularly be influenced by planning decisions and decisions of the developer. The total construction costs per square metre of living space of the housing complex are up to 32% lower compared to those of the semi-detached houses. Besides, the mostly smaller units in the housing complex meet the increased need for smaller households. A flexible construction allows for the adaption of flat sizes and room designations, if required, with little expense and effort. When, for example, the size of a flat is reduced after the children have moved out, the costs for housing will decrease. An accessible flat can also contribute to cost reduction since - in case the need arises - it is not necessary to move to another flat or to convert the flat at high costs. Running energy costs can be reduced by a well-insulated building envelope, a sophisticated, energy-efficient heating system, a photovoltaic system and a solar thermal system for water heating and heating support. A concept against summer heat is also important in order to avoid or minimise energy costs for cooling. Since living in an owner-occupied flat is approximately 50% cheaper than living in a rented flat, forming a community of owners is highly advantagious when constructing a housing complex. If the community of owners is also the developer of the housing complex, personal contributions and the related elimination of the developer-s margin will additionaly save costs. If personal contributions are made, the total construction costs can be reduced by more than 25% due to the saving of incidental wage costs alone. In case of an interest subsidy provided for by public housing support, the financing costs - in particular those of the housing complex - are reduced. This is primarily due to the fact that more public support funds are provided for housing complexes than for semi-detached houses. The joint construction of a publicly supported housing complex held in joint ownership proves to be a very good opportunity for cost-efficient living in Ardagger Markt.