Titelaufnahme

Titel
Selektive Gewinnung von periplasmatischen Proteinen in E.Coli während industriellen Ferementationsprozessen. / von Christoph Slouka
Weitere Titel
RECOVERY OF PERIPLASMIC PROTEINS FROM VIABLE E. COLI : IMPROVE PRODUCT RELEASE IN SITU WITHOUT CELL DEATH AND LYSIS
VerfasserSlouka, Christoph
Begutachter / BegutachterinSpadiut, Oliver ; Wurm, David Johannes
ErschienenWien, 2017
Umfang70 Seiten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprueft
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (EN)E.Coli / HRP / outer membrane / industrial ferementation process
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-94032 Persistent Identifier (URN)
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Selektive Gewinnung von periplasmatischen Proteinen in E.Coli während industriellen Ferementationsprozessen. [7.08 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Gram negative Bakterium E. coli ist heutzutage einer der wichtigsten Produzenten für rekombinante Proteine, nicht nur, da etablierte Klonierungsstrategien vorhanden sind, sondern auch aufgrund der einfachen Kultivierbarkeit der Bakterien. Rekombinant hergestellte Proteine werden in E. coli häufig als Einschlusskörper (Inclusion bodies- IB) expressiert. Während die Aufarbeitung von gelösten und richtig gefaltenen Proteinen, im Cytoplasma oder Periplasma, als einfacher gilt, ist der Aufwand für das Prozessieren von IBs grösser. Faltungschritte und mehrere chromatographische Aufarbeitungsschritte werden hier im Regelfall benötigt. Daher gilt Translokation ins Periplasma über Signalpeptide als günstig, da die oxidierenden Bedingungen und die Anwesenheit von Chaperonen die richtige Faltung der Proteine begünstigen. Neben genetischen Modifikationen um die Bildung von IBs zu reduzieren, wird heute wieder vermehrt Aufmerksamkeit auf die Verwendung von Prozessparametern gelegt. Alternative Fütterungsstrategien sowie Reduktion in Temperatur und Gelöstsauerstoffkontrolle sind nur ein paar Methoden um die Ausbeuten von löslichem Zielprotein zu verändern. Diese Arbeit behandelt Möglichkeiten für den Aufschluss der äusseren Zellmembran um periplasmatische Produkte zu gewinnen ohne die Zelle zu töten und anschliessend zu desintegrieren, da Zelldesintegration im Regelfall zu Produktdegradation oder sogar -zerstörung führen kann. Als erster Schritt musste die Zellviabilität im Reaktor untersucht werden. Dazu wurde Durchflusszytometrie als at line Methode verwendet um zwischen lebenden und toten Zellen zu unterscheiden. Im Zuge dieser Untersuchungen wurde eine Messsonde auf Basis von Elektrochemischer Impedanz Spektroskopie entwickelt, die es möglich macht Lebendzellkonzentration online im Reaktor zu messen. Mit diesen Möglichkeiten konnte der Aufschluss untersucht werden. Hitzeschocks wurden durchgeführt und Chemikalien zugestzt um die äussere Membran zu permeablisieren. Die Produktausschleusung wurde mittels photometrischen Methoden über das periplasmatische Protein Alkalische Phosphatase (AP) bestimmt.

Zusammenfassung (Englisch)

The Gram negative bacterium E. coli is used in a wide range of biotechnological applications, as a result of straight forward cloning strategies and easy available cultivation techniques. Recombinant proteins are often expressed as inclusion bodies (IB), which are agglomerations of mostly misfolded protein, or as soluble cytoplasmic products, which can also be translocated to the periplasm or even the extracellular space. While recovery of extracellular proteins is rather simple, intracellular proteins and inclusion bodies in particular, demand high complex down-stream processes, often involving very cost-intensive refolding and chromatographic steps. Strategies to reduce these downstream operations, for example genetic modifications in the recombinant target protein to change the transport to different compartments within the cell or reduce and even prevent a high abundance of the formation of IB, are of high interest. Beside those genetic modifications, strategies in controlling process parameters during the fermentation process came recently into the focus of research. Different feeding strategies using mixed feeds, temperature and dO2 control can often be used to strongly influence the bacterial cell in production of the target protein. In this study we investigated the release of a periplasmic protein - alkaline phosophatase (AP) - to the supernatant during a fermentation process using a mixed feed strategy. As a first step the viability of the cell had to be monitored during the process. Avoiding complete cell lysis is of high importance to prevent product degradation of even product loss during the cultivation. Associated lysis monitoring was performed at-line via flow cytometric analysis using different dyes for differentiating between dead and living cells. In the course of this study a new method for online measurement of viable cell concentration using electrochemical impedance spectroscopy was tested, and applied during batch and fedbatch phases. With the possibility to determine the viable cell concentration (VCC) at-line and online, different outer membrane permeabilizing agents in combination with heat shock experiments were used to increase the release of the periplasmic protein into the supernatant. Permeability of the cells was investigated using photometric assays for alkaline phosphatase as a periplasmic protein.