Titelaufnahme

Titel
Harmonien und Disharmonien in der UNESCO Welterbekulturlandschaft Fertö/Neusiedlersee am Beispiel Purbach und Illmitz / von Jennifer Brunner
Weitere Titel
Architectural Heritage of the World Cultural Heritage Landscape Fertö / Neusiedler See
VerfasserBrunner, Jennifer
Begutachter / BegutachterinHerbig, Ulrike
ErschienenWien, 2016
Umfang273 Seiten : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Weltkulturerbe / Bautraditionen / Burgenland
Schlagwörter (EN)World Heritage / Traditional Architecture / Vernacular Architecture / Burgenland
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-94023 Persistent Identifier (URN)
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Harmonien und Disharmonien in der UNESCO Welterbekulturlandschaft Fertö/Neusiedlersee am Beispiel Purbach und Illmitz [45.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Jahr 2001 wurde die Kulturlandschaft Fertö - Neusiedlersee in die Liste der UNESCO Welterbestätten aufgenommen. Es ist eine grenzu¿bergreifende Welterbekulturlandschaft auf dem Territorium von Österreich und Ungarn. Die Siedlungen, die sich rund um den See verteilen, sind Teil dieser Kulturlandschaft. Sie verfügen über eine bemerkenswerte ländliche Architektur, deren Strukturen scharf von der Landschaft abgegrenzt sind. Diesen unverwechselbaren Charakter gilt es in den Städten und Dörfern aufzuspüren und zu definieren, sowohl im Hinblick auf eine Erhaltung von spezifischen Strukturen und Merkmalen, als auch fu¿r eine unumgängliche Weiterentwicklung. In diesem Zusammenhang ist die grundlegende Frage dieser Arbeit - Welche baukulturellen Werte sind für den Schutz und die Weiterentwicklung des unverwechselbaren Charakters und der Harmonien und Disharmonien einer Siedlung im Weltkulturerbegebiet Fertö/Neusiedlersee maßgebend? Zweck der Arbeit ist es Anhaltspunkte für eine Sensibilisierung zu schaffen, um eine Weiterentwicklung zu ermöglichen, ohne dass dieser Charakter verloren geht. Die Aufmerksamkeit liegt vor allem auf der anonymen Architektur, den traditionellen Siedlungsstrukturen und den unkontrollierten kleinen Eingriffen. Es werden Beispiele, nach eingehender Analyse, die Harmonie oder Disharmonie auslösen erarbeitet und gegenübergestellt. Die Entwicklung wird vorrangig für den österreichischen Teil des Weltkulturerbes aufgezeigt und aus diesem Gebiet werden zwei Siedlungen, Purbach und Illmitz, zur detaillierten Untersuchung herangezogen. Purbach liegt am Westufer des Sees am Hang des Leithagebirges, hat Strukturen und Bausubstanz die bis auf das Mittelalter zurückgehen. Illmitz ist ein Dorf am Ostufer des Sees, geprägt durch die Tiefebene und die sie umgebende Lackenlandschaft. Diese zwei Orte stehen symbolisch für die Entwicklungen an beiden Seiten des Sees. Die Arbeit ist in drei Teile gegliedert und beschäftigt sich im ersten Teil mit der Entstehung der Weltkulturlandschaft. Im zweiten Teil folgt eine Bestandsaufnahme der Orte Purbach und Illmitz, die im dritten Teil als Grundlage für die Festlegung der maßgeblichen baukulturellen Werte dient, um die Harmonien und Disharmonien beider Siedlungen aufzuzeigen. Bei der Analyse zeigt sich, dass es Ähnlichkeiten sowohl in Bau- und Siedlungsstruktur gibt, allerdings haben sich aufgrund unterschiedlicher Faktoren auch Unterschiede in der Hausstruktur und der Materialität ergeben. Der Erhaltungszustand von historischer Substanz ist in Purbach wesentlich höher als in Illmitz. Dies liegt mitunter an den verwendeten Baumaterialien, wie auch an der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Kontinuität von Parzellen- und Siedlungsstrukturen über sehr lange Perioden konnte in beiden Orten festgestellt werden, wie auch die Ausdehnung der Siedlungen, die nach dem 2. Weltkrieg einsetzte. Die Harmonien und Disharmonien werden in beiden Orten vor allem an den kleinen Veränderungen sichtbar, welche teilweise durch einfache Maßnahmen revidiert werden können, um ein harmonische Ortsbild aufrechtzuerhalten oder wieder zu erlangen.

Zusammenfassung (Englisch)

In 2001, the Fertö - Neusiedlersee cultural landscape was added to the list of UNESCO World Heritage sites. It is a transborder World Cultural Heritage on the territory of Austria and Hungary. The settlements that spread around the lake are part of this cultural landscape. They have a remarkable rural architecture, whose structures are sharply defined by the landscape. This distinctive character is to be identified and defined in the cities and villages, both regarding the preservation of specific structures and characteristics, as well as an unavoidable development. In this context, the fundamental question of this thesis is: What structural cultural values are decisive for the protection and development of the unmistakable character and harmony and disharmony of a settlement in the Fertö / Neusiedlersee world cultural region? The purpose of the work is to provide evidence for sensitization to enable further development without this character being lost. The focus lies on the anonymous architecture, the traditional settlement structures and the uncontrolled little transformations . After detailed analysis there are examples, which evoke harmony or disharmony. The development is shown primarily for the Austrian part of the World Cultural Heritage and two settlements, Purbach and Illmitz, that are shown in detail. Purbach lies on the west bank of the lake next to the slope of the Leithagebirges and posesses structures and buildings that go back to the Middle Ages. Illmitz is a village on the east bank of the lake, characterized by the small hungarian plain and the surrounding landscape with saline lakes. These two places are symbolic of developments on both sides of the lake. The work is divided into three parts and deals with the development of the world cultural landscape in the first part. The second part is an inventory ot the places Purbach and Illmitz, which in the third part serves as a basis for the determination of the relevant cultural values of the architecture in order to show the harmonies and disharmonies of both settlements. The analysis shows that there are similarities in the construction and settlement structure, but differences in the house structure and the materiality. The condition of preservation of historical substance is much higher in Purbach than in Illmitz. This is partly due to the building materials used as well as to the economic development. The continuity of the settlement structures over very long periods could be seen in both places, as did the expansion of the settlements that started after the Second World War. The harmonies and disharmonies are visible in both places above all in the small changes, which can be partially revised by simple measures to maintain or regain a harmonious place.