Titelaufnahme

Titel
Urbane Erneuerung der Plattenbausiedlung Petržalka in Bratislava / von Michala Bolibruchova
Weitere Titel
Urban renewal of the Prefab Housing Estate Petržalka in Bratislava
VerfasserBolibruchova, Michala
Begutachter / BegutachterinSurböck, Michael
ErschienenWien, 2016
Umfang175 Seiten : Illustrationen, Karten, Pläne
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Städtebau / Architektur / Urbane Erneuerung / Plattenbausiedlung
Schlagwörter (EN)Urban Design / Urban planning / Architecture / Prefabricated housing
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-93945 Persistent Identifier (URN)
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Urbane Erneuerung der Plattenbausiedlung Petržalka in Bratislava [17.8 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Plattenbausiedlungen stellen bis heute das Zuhause ür Millionen von Menschen in allen Städten der Slowakei dar. Die Zeit des kommunistischen Regimes in der sie geplant und gebaut wurden, hinterließ nachdrücklich Spuren nicht nur in der Politik und Wirtschaft des Landes, sondern auch unmittelbar in den architektonischen Projekten von Siedlungen. Sie wurden auf weitläufigen verstaatlichten Flächen gebaut, wobei die schnelle Herstellung und höchstmögliche Anzahl der Wohnungen - als Demonstration der Leistungsfähigkeit des realen Sozialismus - im Vordergrund stand. Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der größten Plattenbausiedlung des Landes: Petrzalka in Bratislava. Sie ist heutzutage das Heim ür 105000 Menschen und ihre Erneuerung hätte große Signalwirkung. Ähnlich wie bei anderen Siedlungen in der Slowakei wurde bei der Planung von Petrzalka auf Grund der Politik und des schnellen Bevölkerungswachstums höchste Priorität auf die Geschwindigkeit und Effektivität des Wohnungsbaus gelegt. Die sozialen Aspekte des Wohnens, wie das Einbeziehen von öffentlichen Stadtfunktionen sowie die Gestaltung von Freiräumen und Grünflächen, wurden kaum berücksichtigt und Petrzalka entstand als eine anonyme, identitätslose, monofunktionale Schlafstadt. aDie Bemühungen um einen schnellen Aufbau der Siedlung mündeten in eine begrenzte Vielfalt an Wohnbauten und folglich in eine monotone Bebauung und einer daraus resultierenden erschwerten Orientierung. Diese Arbeit befasst sich im Analysenteil mit dem heutigen Zustand der Siedlung. Sie stellt die Frage wo die Probleme und Entwicklungspotenziale der Siedlung liegen und wie diese am besten genutzt werden könnten um Petrzalka - von einer von Bratislava abhängigen Schlafstadt - in eine lebenswerte Siedlung mit städtischen Funktionen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen sowie Arbeitsstätten umwandeln zu können. Diese Auseinandersetzung mündet in den Entwurf von Bauformen, die detailliert beziehungsweise katalogartig beschrieben und in einem ausgewählten Bereich angewandt werden. Diese Neubauten sollen eine städtische Achse bilden, die urbane Funktionen ergänzt und die nie fertiggestellte Siedlung vervollständigt. Konzepte ür die Weiterentwicklung von Grünflächen sowie von Mobilität in der Siedlung stellen einen zusätzlichen Bestandteil des Vorschlags dar. Die Neubauten sowie die Revitalisierung von Grünflächen sollen Petrzalka in ein angenehmes, lebendiges Wohnviertel mit vielen kulturellen und öffentlichen Angeboten verändern.

Zusammenfassung (Englisch)

Prefab housing estates are still home for millions of people in Slovakia. At the time of their planning and construction, the communist regime determined not only the politics and economy of a country, but also larger architectural projects such as housing estates. These housing estates were built on large, nationalized properties, where the most important aim was to build as many apartments as possible in the shortest time - as a demonstration of communist capability - instead of creating a good and pleasant housing environment for people. This thesis deals with the biggest Slovak prefab housing estate - Petrzalka. Nowadays, it is home for 105000 inhabitants, which means that any urban redevelopment would have a far-reaching impact. Because of political interests and the rapid population growth at the time of planning, the main priority was the speed and effectiveness of construction. Social aspects of housing, such as public and urban functions and environmental development were not considered important, and Petrzalka became a nondescript, mono-functional 'dormitory-city'. The rapid construction of Petrzalka resulted in a limited variety of buildings, and thus, in very monotonous area with difficult orientation. The analytical part of this thesis introduces the current state of Petrzalka and deals not only with the problems and deficiencies of the housing estate, but also with its possible development potential. This analysis results in a project for an urban axis for Petrzalka consisting of different building types. These are thoroughly explained and applied in a selected part of the housing estate. Proposals to revitalize the green area and the public space are introduced as well as concepts to improve the traffic flow. The new urban axis of Petrzalka, as well as improved and useful public areas should change the biggest Slovak prefab housing estate into a lively home with a variety of urban, cultural and public activities and provide job opportunities for the inhabitants and visitors.