Titelaufnahme

Titel
Erfolgskriterien für Innovations- und Technologiezentren : Bewertung des Technopolprogramms NÖ / von Witold Urbanski
Weitere Titel
Performance criteria of innovation and technology centres: Evaluation of the Lower Austrian Technopol programme
VerfasserUrbanski, Witold
Begutachter / BegutachterinKramar, Hans
ErschienenWien, 2016
Umfang123 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Innovations- und Technologiezentren / Standortfaktoren / Technopolprogramm / Erfolgskriterien
Schlagwörter (EN)innovation and technology centres / location factors / Technopol programme / performance criteria
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-93271 Persistent Identifier (URN)
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Erfolgskriterien für Innovations- und Technologiezentren [7.06 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Thema der räumlichen Konzentration innovationsorientierter Tätigkeiten und der durch die Regionalpolitik als Instrumente eingesetzten Innovations- und Technologiezentren. Diese sind für die Entwicklung strukturschwacher ländlicher Regionen sowie strategisch relevanter Wirtschaftsräume wichtig, um den heterogenen Herausforderungen wie etwa der andauernden Digitalisierung, der Relevanz der internationalen Positionierung oder des wirtschaftlichen Strukturwandels zu begegnen. Zugleich ist das Ziel dieser Instrumente, diesen Regionen Unterstützung anzubieten, um Disparitäten abzuschaffen, die Räume zu stärken und den Lebensstandard zu sichern. Deshalb beschäftigt sich diese Arbeit mit zwei Fragen, durch die untersucht wird, ob das Technopolprogramm des Landes Niederösterreich sinnvoll umgesetzt wird, und welche Erfolgskriterien es für Innovations- und Technologiezentren gibt. In dieser Arbeit werden Ansätze verwendet, mit denen Theorien zu räumlicher Konzentration und der damit einhergehenden Agglomerationseffekte erklärt werden. Weiters werden unterschiedliche Strategien erläutert, welche die Nutzung räumlicher Konzentrationen als zentralen Bestandteil betrachten. Aufbauend auf diesen Theorien können auch die unterschiedlichen Arten der Innovations- und Technologiezentren beschrieben und voneinander abgegrenzt werden. Nach der Abgrenzung und Definition der unterschiedlichen Arten von räumlicher Konzentration innovationsorientierter Tätigkeiten kann festgestellt werden, dass Technopole, wie sie vom Land Niederösterreich eingesetzt werden, dem innovativen Milieu zuzuordnen sind. Das Land Niederösterreich hat sich diesen Herausforderungen und zentralen Theorien räumlicher Konzentrationen angenommen und mit dem Technopolprogramm ein operatives Instrument gestartet, welches die Technologieoffensive des Landes Niederösterreich forciert und die Schwächen und Rückstände in strategisch wichtigen Räumen beseitigen soll. Dafür werden die Technopole, welche immer ein Technologie- und Forschungszentrum als infrastrukturelles Kernstück beinhalten, derzeit an vier Standorten, dem Technopol Krems an der Donau, dem Technopol Tulln, dem Technopol Wiener Neustadt und dem Technopol Wieselburg-Land eingesetzt. Die durchgeführte Standortanalyse der relevanten Technopolregionen - Wieselburg-Land ist ein zu junges Technopol ohne repräsentative Daten, weshalb es nicht in die Analyse mitaufgenommen wurde - zeigt, dass es sich um zentrale und attraktive Bildungsstandorte handelt, welche durch hohe Einpendlerzahlen, hohe Beschäftigtenwerte im Handel, in der Herstellung von Waren und in Erziehung und Unterricht sowie niedrige Werte in der Land und Forstwirtschaft geprägt sind. Analysiert wurden diese Standorte anhand speziell ausgewählter Untersuchungskriterien bezüglich Bevölkerung und Wirtschaft, mittels Daten der jeweiligen Standortgemeinden, welche von der Statistik Austria herangezogen wurden. Die Analyse der Wirkungsziele des Technopolprogramms findet anhand der Untersuchungsfaktoren, welche aus der relevanten Literatur, der einzelnen Standortanalysen und vor allem aus der Analyse des Technopolprogramms gewonnen wurden, statt und zeigt, Erfolgskriterien für Innovations- und Technologiezentren 8 dass das Technopolprogramm nur als teilweise erfolgreich angesehen werden kann, da nur acht der 14 Wirkungsziele bewertbar sind. Hierbei ist weiters anzuführen, dass nur zwei der acht bewertbaren Ziele erreicht wurden. Begründen lässt sich dieses Ergebnis vor allem durch nicht bewertbare Ziele, aufgrund von fehlenden Datenerhebungen, zu hoch definierte Zielwerte, die nicht erreicht wurden, und durch das Konsistenzproblem der Untersuchungsfaktoren selbst, welches durch die große Faktorenveränderung im Jahr 2009 ausgelöst wurde. Die weiterführende Analyse des Technopolprogramms zeigt, dass letztlich Erfolgskriterien abgeleitet werden können, welche jedoch auf die Technopole bezogen sind und nur bedingt auf weitere Zentren umgelegt werden können. Stellt man einen Quervergleich mit der aufbereiteten Literatur sowie den Experteninterviews an, so können insgesamt sechs Kernmerkmale fixiert werden. Dazu zählen die Nähe zu und die Kooperation mit Bildungseinrichtungen, hochwertige Arbeitsplätze, der Branchenmix, die Technologiespezialisierung sowie die Bereitstellung hochwertiger Infrastrukturen und Dienstleistungen. Zu beachten ist jedoch, dass eine Definition von allgemeingültigen Erfolgskriterien nicht möglich ist, da diese stets von den einzelnen spezifischen Standortbedingungen abhängen, was dazu führt, dass immer eine individuelle Betrachtung notwendig ist. Außerdem müssen weitere relevante Erfolgskriterien während der Planung berücksichtigt werden, die im Technopolprogramm unerwähnt bleiben, jedoch laut Literatur eine hohe Relevanz besitzen, dazu zählen z.B. die Nutzung endogener Potentiale und die regionale Verflechtung.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with spatial concentration of innovation-orientated activities and innovation and technology centers, which are used as instruments by regional policy. These instruments are important for structurally weak rural areas as well as for strategic relevant economic areas, because they are dealing with heterogeneous challenges like the ongoing digitalization, the relevance of international positioning or economic structural change. The purpose of these instruments is to support these regions, to remove disparities, to strengthen areas and to ensure living standards. Therefore, this paper concentrates on two main questions, which examine, whether the Lower Austria Technopolprogram is implemented usefully and if it is possible to designate success criteria for innovation and Technology centers. This paper uses approaches, which are used to explain theories about spatial concentration and the accompanied agglomerations effects. Moreover, various strategies, which consider the use of spatial concentrations as a central element, are explained. Building on These theories it is possible to describe and define the different types of innovation and Technology centers. After differentiating and defining the various types of innovation and technology centers, it is possible to assign the Technopols of the Lower Austria Technopolprogram to innovative milieus. The state of Lower Austria took these challenges and central theories about spatial concentration and started with the Lower Austria Technopolprogram an operative instrument, which advances the Lower Austria technology policy and is supposed to resolve the weaknesses and deficits in strategic relevant areas. As a result, Technopols are now used on four locations in Lower Austria. Each of them contains a technology and research Center as the infrastructural core. The locations are Technopol Krems an der Donau, Technopol Tulln an der Donau, Technopol Wiener Neustadt and Technopol Wieselburg-Land. The analysis of the relevant Technopol regions - the Technopol Wieselburg-Land is a new Technopol and therefore has no representative data, it is not included in this analysis for that reason - shows, that all locations are attractive and central education locations, which are characterized by a high rate of inbound commuters, high rates of employees in the trade sector, manufacturing and education, as well as low value of agriculture and forestry. The analysis was based on specifically developed criteria regarding population and economics with data from Statistik Austria for each municipal region. The analysis of the impact goals is based on analysis factors, which were developed by the relevant literature, the analysis of each Technopol region as well as from the analysis of the Lower Austria Technopolprogram. It indicates that this Program is just partly successful, because only eight out of fourteen impact goals were assessable. Furthermore, it has to be pointed out, that only two out of these eight assessable impact goals achieved their objective. The reasons for this result are that many goals were not assessable, because of missing data, goals which were set too high, and therefore not reached, and the consistency problem of the analysis factors, which was induced by the massive change of these factors in 2009. The ongoing analysis shows, that ultimately it is possible to designate success criteria, which are, however, only valid on Technopols and can hardly be transferred to other centers. After cross-referencing the relevant literature and the interviews with experts in this field it is possible to determine six core criteria, which are proximity and cooperation with educational institutions, high-quality workplaces, sectoral mix, a technological specialization of these centers and providing high-quality infrastructure and service. It has to be considered, that a definition of universal success criteria is not possible, because they always depend on the specific site conditions, and so it is necessary to regard them individually. Furthermore, there are more relevant success criteria which have to be considered during the planning, but which were not mentioned in the Lower Austria Technopolprogram, yet they are regarded as relevant by the literature. These criteria are for example the use of endogenous potentials and regional integration.