Titelaufnahme

Titel
Die Siedlungsentwicklung Feldkirchens : Darstellung der historischen Siedlungsentwicklung der Stadtgemeinde Feldkirchen in Kärnten und Formulierung einer Handlungsempfehlung zur Entwicklung eines Detailbearbeitungsgebietes in Bezug auf die Vorteile historischer Bautypologien und unter Rücksichtnahme von Good-Practice-Beispielen / von Andreas Maitisch
Weitere Titel
Illustration of the historical settlement development of Feldkirchen in Carinthia and the formulation of a recommendation for the development of a detailed processing area with regard to the advantages of historical building typologies and the consideration of good practice examples
VerfasserMaitisch, Andreas
Begutachter / BegutachterinWalchhofer, Hans-Peter
ErschienenWien, 2016
Umfang174 Blätter : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Siedlungsentwicklung / Feldkirchen in Kärnten / Siedlungsformen / Flurformen / Hofformen
Schlagwörter (EN)settlement development / Feldkirchen in Carinthia / types of populated places / types of farmland / types of farms
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-93106 Persistent Identifier (URN)
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Die Siedlungsentwicklung Feldkirchens [20.74 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Am Beispiel der historischen Siedlungsentwicklung der Stadt Feldkirchen in Kärnten zeigt sich, dass Städte und Dörfer einst kompakt angelegt waren, um etwa die Wege zwischen den einzelnen Funktionen möglichst kurz zu halten. Mit der zunehmenden Verbreitung des Automobils begann eine Flächenausbreitung der Siedlungen, womit auch ein Verlust an Identität und an Gestaltungsqualität, steigende Infrastrukturkosten und eine zunehmende Versiegelung von Grünräumen einherging. Der Rückblick auf die bäuerlichen Siedlungsstrukturen zeigt, dass auch ihnen ähnliche Überlegungen zugrunde lagen. So wurde etwa durch die Organisation der Objekte in enger Nahlage zueinander gewährleistet, dass die Wege zwischen den Gebäuden möglichst kurz waren. Weitere Erkenntnisse zeigen, dass die Wohnräume bewusst zur Sonne hin ausgerichtet wurden, wodurch die Belichtung optimiert und die Energiekosten reduziert werden konnten. Dort, wo es Sinn machte, wurden einzelne Funktionen innerhalb der Gebäude zusammengefasst, gleichzeitig wurden dort Funktionen räumlich getrennt, wo die Gefahr von Nutzungskonflikten bestand. Der Blick auf die Statistiken zeigt, dass heute das freistehende Einfamilienhaus die Wohnform Nummer 1 ist. Doch so sehr der Wunsch danach vorhanden ist, "das Einfamilienhaus im Grünen am Stadtrand mit unverbaubarer Fernsicht als erreichbares Ziel für alle ist keine Ideologie, sondern eine in den letzten 50 Jahren fragwürdig gewordene Illusion.- (Korda 2005, 168) Um ebendieser `Illusion` eine Alternative anbieten zu können, wird in Rückbesinnung auf die Vorzüge historischer Siedlungselemente und Good-Practice-Beispiele eine Handlungsempfehlung für die bauliche Entwicklung eines zentrumsnahen Areals in der Stadtgemeinde Feldkirchen in Kärnten erarbeitet. Die Planungsleitlinien, die sich aus den Erkenntnissen der Analyse der historischen Strukturen ableiten, geben etwa eine bewusste Funktionsdurchmischung, Schaffung von öffentlichen Räumen mit hoher Aufenthaltsqualität, Bildung eines städtischen Raumgefüges und die Schaffung fußläufiger Erreichbarkeiten vor.

Zusammenfassung (Englisch)

Using the example of the historical settlement development of the city of Feldkirchen in Carinthia, it becomes clear that cities and villages were once compact, in order to keep the distances between the individual functions as short as possible. With the increasing spread of the automobile, a spread of the settlements began, which also entailed a loss of identity and design quality, rising infrastructure costs and an increasing sealing of green spaces. The retrospective of the peasant settlement structures shows that they were based on similar considerations. For example, the organization of the objects in close proximity ensured that the distances between the buildings were as short as possible. Further findings show that the living areas were deliberately oriented towards the sun, which optimized the natural lighting and reduced energy costs. Where it made sense, individual functions were grouped together within the buildings, while at the same time functions were spatially separated where there was a risk of conflicts of use. The look at the statistics shows that today the detached house is the housing form number 1. But as much as the desire for "the detached house in the countryside on the outskirts of the city with unobstructed far-sightedness as an attainable goal for all is not an ideology, but an illusion that has become questionable in the last 50 years.- (Korda 2005, 168) In order to be able to offer an alternative to this 'illusion`, a recommendation for the development of a site close to the centre in the municipality of Feldkirchen in Carinthia will be worked out in consideration of the advantages of historical settlement elements and good practice examples. The planning guidelines, which are based on the findings of the analysis of the historical structures, suggest, for example, a deliberate intersection of functions, the creation of public spaces with a high quality of accommodation, the formation of an urban spatial structure and the creation of footpaths.