Titelaufnahme

Titel
Loop Park - Favoriten : Senkung des Freiraumdefizits in dichten Städten durch Erschließung scheinbar ungeeigneter Flächen, anhand des Beispiels der Verkehrsbrache Anschlussstelle Simmering in Wien Favoriten / von Veronika Findeisen
VerfasserFindeisen, Veronika
Begutachter / BegutachterinStiles, Richard ; Kuhlmann, Dörte
ErschienenWien, 2016
UmfangXV, 16 - 251 teilweise gefaltete Seiten : 1 gefaltete Karte ; Illustrationen, Pläne, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Freiraum / Brache / Umnutzung
Schlagwörter (EN)Conversion / Brownfield / Open Space
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-92494 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Aktuell ist vor allem in Städten der Wunsch nach Verdichtung und urbanen Strukturen zu beobachten. Parallel dazu werden Stimmen laut, die dies hinterfragen und auf den Freiraumbedarf aufmerksam machen, der durch diese Entwicklung, aber auch durch die Wohnsituationen weiter zunimmt. Die Lebensbedingungen in Städten schüren den Wunsch nach Erholung im Freien. In urbanen Ballungszentren sind Wohnungen mit der Wohnung zugeordnetem Freiraum für viele nicht bezahlbar. Leistbare Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt hingegen bieten häufig einen niedrigen Wohnstandard. Um die Gesundheit der Menschen in Städten zu erhalten und zu fördern, müssen parallel zu der steigenden Bevölkerungsdichte in Innenstadtbereichen neue Freiräume erschlossen werden. Dieses Ziel rückt zwar in der Stadt- und Freiraumplanung immer mehr in den Fokus, doch die Bestrebungen stehen in einem diametralen Verhältnis zu dem Wunsch nach Verdichtung. Dichtere und urbane Strukturen in Städten bewirken, dass bestehende Freiräume stärker frequentiert und Flächen für potentielle neue Freiräume verbaut werden. In der Freiraumgestaltung geht der Trend hin zu großen Parkprojekten mit ausgedehntem Einzugsgebiet. Bewohner der Stadt müssen häufiger längere Fahrtwege in Kauf nehmen, um diese Freiräume zu erreichen. Kleinere Parks in der Nähe der Wohngegend entstehen immer seltener, da Grundstücke in innerstädtischen teuren Lagen, darunter auch städtische Grundstücke, veräußert und von Investoren mit Wohnbauten, Büros oder Hotels als Geldanlage bebaut werden. Gerade diese, für Investoren attraktiven Grundstücke, müssten durch die Stadt für die Deckung des Freiraumbedarfs gesichert werden. Neben innerstädtischen kleineren Baulücken gibt es weitere Freiräume, die noch erschlossen werden können, wie zum Beispiel Brachflächen. Diese können zum Beispiel ehemalige Industriegelände, stillgelegte Verkehrsflächen wie Bahnbrachen, oder ehemalige Straßen sein. Auch in der österreichischen Hauptstadt Wien ist ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum, sowie die Verdichtung der bestehenden Bebauung zu beobachten. Nach den aktuellen Statistiken rechnet die Stadt in den kommenden 15 Jahren mit einen Zuzug von ca. 160.000 Einwohnern und würde somit im Jahr 2031 über 2Mio. Einwohner haben. Es ist außerordentlich wichtig für die bestehende und zugezogene Bevölkerung ein Umfeld zu schaffen, in dem es ausreichende Erholungsgebiete, Parks, Sportmöglichkeiten und eine gute Vernetzung der sozialen Einrichtungen gibt. Der Bedarf daran wächst parallel zu der Bevölkerungszahl und kann mit den aktuellen Angeboten in Zukunft nicht gedeckt werden. Ein enormer, größer werdender Bedarf an Freiräumen besteht auch in den dicht behauten, gründerzeitlichen Bezirken, vor allem in Nordfavoriten. Hier können die kleinen Parks im direkten Wohnumfeld den Freiraumbedarf schon seit langem nicht mehr decken. Diese Arbeit entwickelt eine beispielhafte Lösung für die Erschließung ungewöhnlicher Freiräume mit neuartigen Nutzungskonzepten, anhand eines Entwurfes für die Umnutzung einer brachliegenden Verkehrsfläche. Der Entwurf befasst sich mit der 1978 stillgelegten Anschlussstelle Simmering und deren Umgebung an der Autobahn A23 in Wien. Die Planung soll einen Anstoß geben, das Potential der Fläche zu erkennen und zu nutzen, aber auch als Hilfestellung und Inspiration für die Aktivierung oder Umnutzung städtischer Brachflächen weltweit dienen.

Zusammenfassung (Englisch)

Currently many cities desire to create dense and urban structures. At the same time experts question this trend and draw attention to the need of open spaces, which increases by this development. The living conditions in cities increase the desire for outdoor recreation. Af-fordable homes as social housing in urban cities with dense inner city areas are often low and cramped, in poor condition, or loud and dark. Apartments with balcony or garden are not affordable for many people. To maintain the health of people living in cities, new spaces must be developed in parallel with increasing population density in downtown areas. There is a desire for the creation of new spaces, but the intentions of urban and open space planning are in a diametrical relationship. Existing open spaces in cities are more frequented because of dense and urban structures and areas with potential for new spaces are obstructed. In the open space planning the trend is towards large park projects with extensive catchment area. City residents must take long routes to reach these green spaces. Smaller parks close to the residential area become increasingly rare because investors built for example residential buildings, offices or hotels on plots in urban areas, but cities also sell municipal land. Exactly these plots in urban and expensive locations have to be protected by the city. More open spaces that can be saved yet, besides urban smaller gaps including brownfields as former industrial sites with industrial buildings, disused traffic areas as fallow railway, or former roads. On this areas, the nature spreads freely, buildings crumble, and the areas are not accessible to the population. However, in many cases, it takes decades to develop concepts for a new use of buildings and redevelopment of the surrounding areas. This work elaborates an solution trough a exemplary design for the conversion of a derelict traffic area in a dense urban district in Vienna. In the district there is a significant need of open spaces. The design deals with a since 1978 disused junction on the A23 motorway and its surroundings in the district of Favoriten. The design is intended to be implementable and to give impetus to realize and exploit the potential of the area. Furthermore it shall also serve as a guide and source of inspiration for the development of concepts for the conversion of brownfield sites in other cities.