Titelaufnahme

Titel
Vergessene Architektur : Auswirkung nationalsozialistischer Ideologie auf die Entwürfe zur Erweiterung und Neugestaltung von Melk an der Donau. Eine Aufarbeitung der Entwürfe von Max Fellerer & Eugen Wörle / von Peter Christopher Peternell
Weitere Titel
Forgotten Architecture 'Impact of national socialistic ideology on the design attempts to the urban expansion and redesigning processes in Melk a. d. Donau' Max Fellerer & Eugen Wörle
VerfasserPeternell, Peter Christopher
Begutachter / BegutachterinStalla, Robert
ErschienenWien, 2016
UmfangXI, 253 Seiten : Illustrationen, Karten, Pläne
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Fellerer / Wörle / Melk / Stadterweiterung
Schlagwörter (EN)Fellerer / Wörle / Melk / urban expansion
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-91946 Persistent Identifier (URN)
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Vergessene Architektur [23.66 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Dokumentation einer geplanten Melker Stadterweiterung erörtert die zentralen Entwürfe der österreichischen Architekten Max Fellerer und Eugen Wörle in der Zeit des von Nationalsozialisten beherrschten Österreichs. Ungeachtet der enormen Relevanz dieser Architekten in der Nachkriegszeit, bleibt eine fundierte architektonische Aufarbeitung, der in den 1940er Jahren entstandenen Planungen, bis zum heutigen Tag ausständig und soll mit der vorliegenden Arbeit vorangetrieben werden. Basis für dieses Unterfangen ist das im Architekturzentrum Wien gelagerte Planmaterial des Archiv Wörle, welches einen Großteil der Entwürfe von Max Fellerer und Eugen Wörle aus diesem Zeitraum umfasst und sich aus einer Vielzahl von differierenden Entwürfen zusammensetzt. Einleitend sollen auf Basis des Oerleyschen Generalregulierungsplanes und des von Alfred Otto Felsenstein entworfenen Vorprojekts für einen Bebauungsplan, die Grundlagen für die urbanistischen Entwicklungen durch Max Fellerer und Eugen Wörle geklärt und erörtert werden, um in einem nächsten Schritt, auf die differierenden Erweiterungs- und Gestaltungsmechanismen der Architekten, rund um Nibelungenlände und Melker Vorstadt, Bezug zu nehmen. Besondere Beachtung finden außerdem die unterschiedlichen architektonischen und stilistischen Tendenzen in den Planungen und Entwürfen der Zwischenkriegszeit und in den 1940er Jahren. Die Fragestellung, inwiefern die Entwürfe der Architekten nun Teil eines von Nationalsozialisten beherrschten Architekturdiskurses, oder einer durch ihre Schlichtheit geprägten Zwischenkriegsmoderne zu sehen sind, soll daher ebenso Bestandteil der Arbeit sein, wie eine Aufarbeitung der historischen, ökonomischen und mythischen Bedeutung Melks unter den Nationalsozialisten, im Bezug auf das potentiell als Ausgangspunkt für eine Stadterweiterung zu sehende mittelalterliche Nibelungenepos. Diese These zur Schaffung eines mythisch besetzten Netzwerkes an architektonischen Manifestationen im gesamten die Nibelungen behandelnden Donauraum, als Quelle eines neu zu schaffenden nationalsozialistischen Heldenepos totalitärer Prägung, führt schlussendlich zu einer Auseinandersetzung mit den Baustilen des Dritten Reiches und einer genaueren Betrachtung der Planungen an der Nibelungenlände Melks.

Zusammenfassung (Englisch)

This documentation of a planned urban expansion in Melk investigates the central design projects of the Austrian architects Max Fellerer and Eugen Wörle during the domination of National Socialism in Austria. Despite the significance of their work in the postwar period, a well-founded architectural analysis of the work in the 1940s is still missing, which is in depth attributed in this thesis. The basis for this investigation is the plan material of the Archiv Wörle, preserved at the Architekturzentrum Wien, which comprises the majority of designs by Max Fellerer and Eugen Wörle, prepared during this period and is composed of a vast variety of diverse drafts. Based on former development programs such as the Generalregulierungsplan by Robert Oerley and the Vorprojekt für einen Bebauungsplan by Alfred Otto Felsenstein, the fundamentals for the urbanistic development by Fellerer and Wörle is clarified and discussed in this work, in order to analyse the varying expansion and design mechanisms around the Nibelungenlände and Melker Vorstadt as a next step. In particular, the differing architectural and stylistic design attempts in the plans during the interwar period and the 1940s are pointed out. Not only the question if their designs are to be interpreted as part of an architectural discourse, controlled by the national socialistic regime, or as part of an interwar modernism, but also the reappraisal of the historic, economic and mythical significance of Melk during the Nazi regime in Austria, with regards to the medieval epic of the Nibelungs, as suspected base for the planned urban expansion, are highlighted. This thesis, through combining a mythical occupied network by architectural manifestations within the Danube areas, investigating the Nibelungs epic as source of a newly created and totalitarian characterized Nazi epic piece, is ultimately leading to a critical review about the architectural styles within the Third Reich and an intensified analysis about the design developments of the Nibelungenlände in Melk.