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Title
Kinkyo - ein erdbebensicheres Hochhaus für Tokio / von Fabian Würzinger
AuthorWürzinger, Fabian
CensorMach, Iris
PublishedWien, 2016
Description175 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten, Pläne
Institutional NoteTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Annotation
Zusammenfassung in englischer Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Hochhaus / Katastrophenschutz / Erdbeben / Tokyo / Generationenwohnen
Keywords (EN)hig-rise building / Disaster Mitigation / earthquake / Tokyo / generation housing
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-91654 Persistent Identifier (URN)
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Kinkyo - ein erdbebensicheres Hochhaus für Tokio [21.83 mb]
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Abstract (German)

Durch seine geografische Lage gehört Tokyo zu den Großstädten mit den meisten Erdbebenereignissen der Welt. Gleichzeitig gilt die Metropolregion Tokyo mit über 37 Millionen Menschen als die bevölkerungsreichste Region der Welt und befindet sich noch immer im Wachstum. Thema des Entwurfs ist daher die Planung eines erdbebensicheren Hochhauses in Akasaka, Tokyo. Zusätzlich greift der Entwurf zwei der größten japanischen Sozialprobleme in absehbarer Zukunft auf. Einerseits die immer größer werdende soziale Isolierung von Menschen innerhalb Tokyos, andererseits die hohe und immer weiter zu nehmende Überalterung der japanischen Bevölkerung, sowie der Frage ihrer Pflege und möglichen Einbindung in die Gesellschaft beziehungsweise ihrer Familie. Dafür integriert das Hochhaus zwei relativ neue japanische Konzepte. Einerseits das Wohnkonzept des 'Share House'. Dieses bietet einer Wohngruppe zwischen 16-48 Personen eigene Wohneinheiten mit einer gemeinsamen Kommunikationsplattform, meist in Form eines sehr grosszügigen Wohnzimmer, zu erschwinglichen Preisen an. Andererseits das Pflegekonzept des 'Kinkyo'. Nachdem es in Japan sehr wenige Altenpflegeeinrichtungen gibt, werden die Senioren zumeist noch von der eigenen Familie gepflegt. Da es jedoch mental aufgrund der permanenten Nähe zueinander sehr schwierig werden kann, entstand in Japan der Trend des 'Kinkyo' des gemeinsam-pflegens jedoch mit einer geringen räumlichen Trennung die für deutlich mehr Privatsphäre und Entfaltungsmöglichkeiten sorgt. Das Raumprogramm des Hochhauses ist daher vor allem auf die beiden Share House Wohnbereiche für Senioren als auch eine Mischung von Kleinfamilien, Pärchen und Singles ausgelegt. Die Wohnbereiche sind dabei räumlich getrennt voneinander, bieten jedoch vor allem auch durch die Gemeinschaftsbereiche und Gemeinschaftsgeschosse Gelegenheiten zu Austausch und Treffen. Ergänzt werden die Wohnbereiche durch einen Kindergarten, ein Gesundheitszentrum, zwei 'Shared Offices', sowie ein klassisches japanisches Onsen Bad. Durch diese Vielzahl an Einrichtungen soll eine Art 'vertikales Dorf' entstehen die das Miteinander stärken und eine andere Art des Wohnens aufzeigen sollen. Neben den funktionalen Aspekten stand auch die Erdbebensicherheit des Gebäudes im Vordergrund. Ein durchdachtes statisches und baudynamisches Konzept spielte schon beim Vorentwurf eine erhebliche Rolle. Dadurch reichten trotz der großen Erdbebengefahr innerhalb Tokyos bereits passive Hilfsmittel zur Dissipierung der voraussichtlichen Erdbebenenergie aus. Aufgrund dieser Erdbebensicherheit, sowie des großen Platzangebotes bietet sich das Hochhaus als Krisenmanagementcenter im Katastrophenfall an. Basierend auf vorbereiteten Katastrophenplänen dient das Hochhaus als erste Anlaufstelle, Erstversorgungsstelle, Notunterkunft aber auch langfristige Unterkunft für die Betroffenen. Dabei lassen sich die Wohnungen als auch die Gemeinschaftsbereiche und Teile der öffentlichen Einrichtungen innerhalb kurzer Zeit nach einem vorher festgelegten Notfallplan nachverdichten und es entstehen Unterkünfte für bis zu 1550 Personen.

Abstract (English)

Due to its location Tokyo is one of the most earthquake-prone cities in the world. At the same time the Greater Tokyo Area is the most populous metropolitan area in the world and is still growing, which makes the consequences of a possible earthquake even more threatening. Therefore the project is an earthquake-proven skyscraper in Akasaka,Tokyo. Additionally the project aims at two of the biggest japanese social problems in the foreseeable future. On the one hand the growing problem of social isolation in big cities like Tokyo. On the other hand the dramatic problems caused by an ageing society, as well as its questions of caring for the elderly and their integration into society and family. To solve these problems, the skyscraper implements two relatively new japanese concepts of living. First the concept of the 'Share House'. Planned for 16 to 48 persons it offers each person a separate apartement, as well as a community room at relatively cheap prices.The community room mostly consists of a big shared kitchen, a large living room and a small theme based room. Second the nursing-concept of 'Kinkyo'. With very few nursing homes available, most elderly rely on the care of their families. The permanent contact between each other often causes mental problems. Therefore the concept of 'Kinkyo' was created. The families still care for their elderly, but live nearby to get more privacy. Thus the skyscraper mostly consists of the two share house areas for elderly or regular people, with a mixture of singles, pairs and small families. Whilst separated by their floors, the inhabitants can still meet each other in the community floors and their community rooms. To complement the ideas of the 'Share House' and 'Kinkyo', the skyscraper also contains a kindergarten, a health center, two 'Shared Offices', as well as a traditional japanese onsen. The goal is to achieve the feeling of a 'vertical village' and to strengthen the cooperation between each other, as well as creating a new form of living. In addition to the functional aspects there is also a strong focus on earthquake protection. Already included in the preliminary design process, the static and structural dynamic concept only needs passive tools to achieve sufficient earthquake protection withinTokyo. Due to its sufficient earthquake protection, as well as its generous space the skyscraper can be transformed to a very good crisis management center during and after a natural disaster. Based on prepared emergency plans, the skyscraper becomes first point of contact and provides initial medical aid, emergency accomodations, but also longterm accomodations. To achieve these accomodations for up to 1550 persons, each one of the apartements as well as parts of the community rooms and the public spaces can be transformed.