Titelaufnahme

Titel
Das Alpenhotel an der Großglockner Hochalpenstraße / von Markus Gesierich
VerfasserGesierich, Markus In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Begutachter / BegutachterinJäger-Klein, Caroline
ErschienenWien, 2016
Umfang119 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Titelübersetzung des Autors: The Alpenhotel on the Grossglockner High Alpine Road
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Großglockner Hochalpenstraße / Panoramastraßen / Alpenhotel / Franz Wallack / Studienreise
Schlagwörter (EN)Großglockner High Alpine Road / Scenic Roads / Alpine Hotel / Franz Wallack / Study trip
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-88458 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Das Alpenhotel an der Großglockner Hochalpenstraße [5.79 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Geschichte und Stellenwert der Hotelanlagen an der Großglockner Hochalpenstraße wurden bislang nur oberflächlich und nur im Zusammenhang mit Darstellungen der Planungs- und Baugeschichte der Straße selbst behandelt. Eine Bearbeitung, die die Alpenhotels als integralen Bestandteil der Straßenplanung (der sie von Projektbeginn an waren) in die österreichische Architekturgeschichte einordnet, ist noch ausständig. Insbesondere die von Franz Wallack erarbeiteten Richtlinien für die entlang der Straße geplanten Alpenhotels sind in der Forschung noch nicht bearbeitet worden. Diese Untersuchung der für die Alpenhotels erarbeiteten Vorgaben besteht aus drei Abschnitten. Im ersten Teil klärt eine Betrachtung der zur Planungszeit der Straße (1924/1925) noch relativ jungen Hotelgeschichte die zeitgenössischen Hintergründe. Einer knappen Definierung der Grundbegriffe und Besonderheiten des alpinen Hotelwesens folgt ein kurzer Überblick zu frühen Gästestrukturen und ihren unterschiedlichen Reisemotiven. Die anschließende Darstellung des architekturgeschichtlichen Rahmens schließt die kontextuelle Einbettung des Untersuchungsgegenstandes ab. Das Zweite Kapitel behandelt die Rolle der Bauten innerhalb des Gesamtprojekts zur Errichtung einer Alpenstraße sowie die von Wallack entwickelten Entwurfsvorgaben. Diese werden in dieser Arbeit erstmals chronologisch vorgestellt, erläutert und kontextualisiert. An die Vorstellung der Richtlinien für den Hotelbau in den ursprünglichen Ausschreibungsunterlagen von 1924 knüpft der in besonderem Maße kommentierte Bericht zu Wallacks Studienreise 1925. Die Auswirkungen seiner Recherchen auf das Folgeprojekt werden vor der Folie des zeitgenössischen Gebirgshotelwesens untersucht. Im letzten Abschnitt vermittelt eine knappe Darstellung ausgewählter Schlüsselwerke einen Querschnitt der Entwicklungslinien des Alpenhotels seit Planungsbeginn der Großglockner Hochalpenstraße. Zudem werden drei Hotelentwürfe für Bauplätze an der Straße, die in den Jahren nach ihrer Eröffnung entstanden, in die zeitgenössische Architekturentwicklung eingeordnet. Die Untersuchung zeigt, dass Wallack für den von Projektbeginn an geplanten Bau von Alpenhotels an mehreren Standorten entlang der Straße ein ausgeprägtes Bauprogramm erstellte. Seine Richtlinien für die Anlage der Alpenhotels basieren auf umfassenden Recherchen und sind, als Teil eines wirtschaftlichen und touristischen Konzeptes, wesentlich von einem multidisziplinären Gestaltungsansatz und dem Willen, ein einheitliches Gesamtbild entlang der 48 km langen Straße zu erreichen, geprägt. Hinsichtlich moderner Ausstattung und sowohl technischem aber auch ästhetischem Anspruch, besonders aber durch die Integration von Alpenhotels in den Planungsprozess der eigentlichen Straße, stellte Wallacks Planung samt Ausgestaltung der Großglockner Hochalpenstraße europaweit etwas völlig Neues dar.

Zusammenfassung (Englisch)

The history and architectural significance of the hotel facilities on the Grossglockner High Alpine Road were previously only superficially treated and only in connection with representations of the planning and construction history of the street itself. A survey which classifies the hotels as an integral part of the road planning is still pending. In particular, the guidelines developed by Franz Wallack for the hotel design have not yet been examined. This study of Wallacks specifications for the Alpenhotels consists of three sections. The first part explains the relatively young history of the contemporary hotel specific backgrounds. A definition of the basic concepts and characteristics of Alpenhotels is being followed by a brief overview of early guest structures and their different travel motives. The subsequent presentation of the historical architectural framework completes the contextual embedding of the object of investigation. The second chapter deals with the role of hotels within the overall project of the Grossglockner High Alpine Road and the design specifications developed by Wallack. They are, for the first time, presented in chronological order, explained and contextualized. The final section provides a brief presentation of the architectural development of Alpenhotels since the start of planning the Grossglockner High Alpine Road. In addition, three hotel designs for construction sites along the road, which emerged in the years after its opening, are classified within in the contemporary architecture. Alpenhotels played a crucial role from the get-go of the project. Wallack created a highly elaborated building program for several construction sites along the road. Designs were submitted until the late 1940s, only one however came to execution. Wallack's comprehensive guidelines for the Alpenhotel's are as part of an eco-nomic and a touristic concept respectively significantly owed to his multidisciplinary design-approach and the intention to achieve a uniform picture along the 48 km long road. With respect to modern facilities as well as both technical and aesthetic aspiration, especially through the integration of Alpenhotels in the planning process for the road itself, Wallack's design and configuration took the Großglockner High Alpine Road to a new level compared to other European alpine roads at that time.