Titelaufnahme

Titel
Wider dem Fabrikat Mensch / von Roman J. Pravits
VerfasserPravits, Roman J.
Begutachter / BegutachterinWehdorn, Manfred
ErschienenWien, 2015
Umfang89 Seiten : 6 gef. Pläne ; Illustrationen
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Titelübersetzung des Autors: Branded people - the former telephone factory J. Berliner in the 14th disctrict of Vienna
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Industriebau / Altbestand / Neunutzung / smart factory / Taylorismus
Schlagwörter (EN)factory construction / new use / smart factory / scientific management
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-86641 Persistent Identifier (URN)
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Wider dem Fabrikat Mensch [32.82 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ab 1900 entstand in Wien-Penzing eine Telefonfabrik-Filiale des Hannover Unternehmers Joseph Berliner. Die wechselvolle Nutzungsgeschichte dieser Immobilie und das Gebaute selbst legen nicht nur ein Zeugnis von den Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts ab, sondern dokumentieren ganz konkrete Lösungen zu ganz konkreten Aufgaben ihrer Zeit, machen ganz konkrete Haltungen zu ganz konkreten Wertvorstellungen ihrer Zeit sichtbar und greifbar. Was also tun mit Altbeständen? Die Denkmalpfl ege kann hierzu die geeigneten Entwurfsanstöße geben. Mit der vorliegenden Arbeit sollen historische und gegenwärtige Zusammenhänge in der Beziehung Mensch und Fabrik aufgezeigt und deren Auswirkungen auf gesellschaftliche Systeme dargestellt werden. Zusammen mit dem obligatorischen Entwurf wird der Versuch unternommen, insbesondere jene Voraussetzungen zu identifi zieren, die gewährleisten, dass die menschliche Arbeit und das Gebaute als Ergebnis menschlicher Arbeit als Werte per se wahrgenommen werden noch bevor diese einer Wertung nach herkömmlichen wirtschaftlichen Gesichtspunkten unterzogen werden. Unternehmer, Forscher und Politiker verbinden zunehmend Hoffnungen durch die gemeinsame Entwicklung einer intelligenten Fabrik. Die 'Smart Factory' soll künftig einen noch höheren Output bei geringerem Verzehr von Ressourcen und Zeit liefern und so für alle ein Gewinn sein. Doch was unterscheidet diese Vision von der Tradition des Taylorismus? Was erhält der Konsument tatsächlich aus einer Fabrik, in der er selbst nicht mehr tätig ist? Und was soll der Mensch für diese Produkte tauschen, wenn er doch zunehmend weniger Vermögen besitzt? Architekten dürfen nicht wegschauen, sondern müssen hierzu Fragen stellen und Antworten aufzeigen!

Zusammenfassung (Englisch)

From 1900 onwards Joseph Berliner, the famous entrepreneur from Hannover, set up a branch of his telephone factory in Vienna. The eventful history of this estate together with its buildings represent all the ups and downs of the 20th century, they also show how specifi c problems were solved and how people took a stand on specifi c topics in a contemporary but not outstandig way. What are we to do with this kind of bequest? The science of the preservation of historic buildings has many approaches ready, some of those were taken into consideration at the draft, but first in this thesis there had to be pointed out that there is a far-reaching effect on social societies by the quality of relationsship between human individuals and their day-to-day work. Finally I tried to identify fundamental conditions that make the values of human work recognizable not in terms of economics but by nothing else but their effort. Today industrialists, scientists and politicians pin their hopes in the development of smart factories and once again in increasing productivity at a decreasing cost of resources and time. I therefore questioned the consequences: What can a consumer get in exchange for his manpower which is not needed anymore? Architects must not turn away!