Titelaufnahme

Titel
Ökobilanzierung Passivhaus-Wohnanlage Lodenareal / von Julia Reisinger
Weitere Titel
Life Cycle Assessment Passiv House Lodenareal
VerfasserReisinger, Julia
Begutachter / BegutachterinAchammer, Christoph ; Kovacic, Iva
ErschienenWien, 2016
Umfang95 Blätter : Illustrationen, Diagramme, Pläne
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Ökobilanz / Passivhaus / Niedrigenergiehaus / Lebenszyklus
Schlagwörter (EN)Life Cycle Assessment / Passivhouse / Low Energy House / Life Cycle
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-78018 Persistent Identifier (URN)
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Ökobilanzierung Passivhaus-Wohnanlage Lodenareal [12.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Hauptteil dieser Diplomarbeit ist die Bearbeitung einer konkreten Fallstudie. Anhand eines Wohnareals im Passivhausstandard werden die lebenszyklischen Umweltauswirkungen untersucht. Dabei werden der energetische Aufwand und die gebundenen Emissionen der grauen Energie (Konstruktion) und der roten Energie (Nutzung) in ein vergleichbares Verhältnis gestellt. Aufgrund der Analyse der Lebenszyklusphasen - unterteilt in Herstellung und Betrieb - werden die CO2-Emissionen (GWP), der Primärenergiebedarf (PEI) und das Versauerungspotential (AP) identifiziert und verglichen. Aufbauend auf einer Variantenstudie wird der ökologische Aufwand von grauer und roter Energie für zwei Varianten untersucht. Dadurch werden, erstellt für die Zeithorizont-Szenarien von 20, 50 und 80 Jahren, Erkenntnisse über ökologisch relevante Produkte im Gebäude, den Einfluss der Materialwahl auf die Ökobilanz und die Performance von unterschiedlichen Gebäudetypen gewonnen. Im ersten Vergleich wird das Passivhaus im tatsächlich gebauten Zustand und mit den gemessenen Energieverbräuchen der Wohnhausanlage bilanziert und der Anteil der grauen Energie am Gesamtenergieaufwand festgestellt. Die Lebenszyklusanalyse wird einmal ohne und einmal mit Rohren und Sanitäranlagen durchgeführt. Dadurch ist der tatsächliche Anteil der Haustechnik an der grauen Energie im Gebäude feststellbar. Hinsichtlich einer ökologischen Betrachtung ist es interessant festzustellen, wie sich die Massivbauweise gegenüber einer Holzbauweise verhält. Deshalb wird eine Optimierungsvariante aus Holz erstellt. Durch die optimierte Variante kann festgestellt werden, um wie viel sich die in Massivbauweise erstellte Passivhauswohnanlage hinsichtlich der Ökologie verbessern kann, wird der Massivbau durch einen Holzbau ersetzt. Ob der erhöhte Einsatz von Materialien in der Herstellung eines Passivhauses durch die erzielte Einsparung des Energieverbrauchs während der Nutzung berechtigt ist, wird in der zweiten Variante untersucht. Dabei wird die CO2-Bilanz des Passivhauses dem gleichen Gebäude im Niedrigenergiestandard gegenübergestellt. In Niedrigenergiehäusern werden weniger Materialien verbaut, im Zuge dessen ist der Energieverbrauch im Gebäude höher. Durch die drei unterschiedlichen Betrachtungszeiträume ist feststellbar, ab wann sich das Passivhaus im Vergleich zum Niedrigenergiehaus aus ökologischer Sichtweise bezahlbar macht.

Zusammenfassung (Englisch)

The main part of this thesis consists of a specific case study. We examine the life-cycle environmental impact of a certain residential area that was built following a passive house standard. In the process, we compare the expenditure of energy and the bounded emissions of the embodied energy (construction) and the red energy (operation). By analysing the life-cycle phases - divided in construction and operation - the CO2-emssions (GWP), the primary energy demand (PEI), and the acidification potential (AP) are identified and compared. Based on a feasibility study, we investigate the ecological expenditure of embodied and red energy for two different variants of the building standard. Thereby, we are able to gain knowledge about environmentally relevant products in the building, the influence of the selection of different materials on the life-cycle assessment and the performance of different energy types of buildings, taking into account time scenarios of 20, 50 and 80 years. Within the first comparison, the passive house in its current building state and with its measured energy consumption is ecologically assessed. We identify the proportion of embodied energy with respect to the total energy expenditure. We carry out the life-cycle assessment for the building in question, providing two alternative calculations: in one case we neglect all the pipes and plumbing within the building, and in the other we take them into account. As a result, the actual proportion of building equipment and appliances to the embodied energy in the building can be determined. In terms of an ecological approach, it is interesting to find out how a solid construction behaves in comparison to a wooden lightweight construction. To this end, we create an optimization variant with a timber construction instead of a concrete one. With this optimized version, it is possible to determine how the ecological performance of the passive house can improve if the massive construction is replaced by a timber construction. In the second variant study, we analyse whether the achieved reduction of energy demand during the operation of the passive house justifies the increased use of materials during construction. Thereby, the carbon footprint of the passive house is compared to that of a low-energy house. While in low-energy houses less material is used, their energy consumption is also higher. Through three different time scenarios, we are able to determine at which point the passive house variant offers a better ecological return than the low-energy variant.