Titelaufnahme

Titel
Virtuelle Rekonstruktion der Synagoge in Ivano-Frankivsk (ehemals Stanislau) / von Werner Ringitscher
VerfasserRingitscher, Werner
Begutachter / BegutachterinMartens, Bob
Erschienen2015
UmfangIII, 127 S. : zahlr. Ill., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Rekonstruktion / Synagoge / Virtuell / Denkmalpflege / Raumgestaltung / Synagogenrekonstruktion
Schlagwörter (EN)Reconstruction / Synagogue / Building preservation / Spatial design / Digital Heritage
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-90269 Persistent Identifier (URN)
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Virtuelle Rekonstruktion der Synagoge in Ivano-Frankivsk (ehemals Stanislau) [30.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Reformsynagoge von Ivano-Frankivsk/Stanislau, in der heutigen Westukraine gelegen, wurde 1894 auf Bitten der lokalen jüdischen Gemeinde vom in Wien tätigen Architekten Wilhelm Stiassny geplant und vom ortsansäßigen Ingenieur Maksimilian Schloss - dessen Enwürfe abgelehnt, aber wohl berücksichtigt wurden - bis 1899 ausgeführt. Sie stellt die östlichste Synagoge im Repertoire von Stiassny dar und wurde in einem zurücknehmenden maurischen Stil erbaut. Der Tempel wurde mit Elementen, wie z.B. den vier Ecktürmen, bestückt, die nicht typisch für sein bisheriges Schaffen im Synagogenbau waren und Fragen nach deren Ursprung aufwerfen. Nach einem großen Umbau in den 1950er Jahren wurde das Raumprogramm von der UdSSR, in deren Besitz das Gebäude überging, stark abgeändert und die Ecktürme entfernt. Weitere Veränderungen fanden dann in den 90er Jahren nach der Rückgabe an die jüdische Gemeinschaft statt. Die nun vorliegende Arbeit befasst sich sowohl mit der geschichtlichen Aufarbeitung des Gebäudes und des Judentums in der Stadt und der Region, aber primär mit der virtuellen Rekonstruktion des gewünschten Zustandes der Hülle und des Innenraumes um 1899. Der äußere Zustand ist durch zahlreiche Fotografien gut dokumentiert, vom Innenraum der Synagoge gibt es aber nur ein mittelmäßiges Innenraumfoto, das nur wenige Informationen preisgibt. Die Aufgabe dieser Diplomarbeit ist es nun anhand von vorhandenem Planmaterial, Fotografien, aber auch Literatur diesen Originalzustand in ARCHICAD 18 und dem Renderingprogramm ARTLANTIS 5 bestmöglich zu visualisieren und virtuell erlebbar und begehbar zu machen. Die Ergebnisse dieser Arbeit dienen in weiterer Folge der Aufarbeitung und weiteren Interpretation der (zerstörten) Synagogen Europas und im vorliegenden Falle auch dem Schaffen des Wilhelm Stiassny.

Zusammenfassung (Englisch)

The synagogue in Ivano-Frankivsk/Stanislau is located in today-s western part of the Ukraine. Upon the request of the local Jewish community it was planned in 1894 by the architect Wilhelm Stiassny, who was working in Vienna around that time. Until 1899 it was then built by the local engineer Schloss, whose drafts were rejected before, but very well considered. This synagogue is geographically seen the most eastern one in Stiassny-s repertoire and was built in a reduced Moorish architecture. The temple was assembled with elements which were not typical for his work in building synagogues until then, such as the four corner towers, and now raises questions on their origin. In the 1950s the property was assigned to the USSR (Union of Soviet Socialist Republics). During this time the synagogue went through vast renovations with massive changes, f.e. the removal of the corner towers. Further modifications happened in the 1990s after the reassignment to the Jewish community. This diploma thesis considers the historical reprocessing of this building and Judaism in the city and the region, but primarily focusses on the virtual reconstruction of the exterior condition and the interior as planned around 1899. The exterior condition is very well documented through a range of photographs, from the interior of the synagogue there is only a mediocre photograph which reveals only few information. The purpose of this diploma thesis is the best possible visualisation, virtual experience and access of the original condition of the synagogue in ARCHICAD 18 and the rendering program ARTLANTIS 5, by using existing plan material, photographs, but also literature. The outcome of this thesis serves in further consequence the reprocessing and further interpretation of the destroyed synagogues in Europe and also in this context the work of Wilhelm Stiassny.