Titelaufnahme

Titel
Untersuchung des Einflusses der Lotabweichungen auf geodätische Ingenieurnetze im Gebiet Sarajevo / von Jasmin Taletović
VerfasserTaletović, Jasmin
Begutachter / BegutachterinKahmen, Heribert ; Weber, Robert
Erschienen2014
UmfangV, 106 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Lotabweichung / Geodätische Netze / Terrainkorrektur
Schlagwörter (EN)Deflection of the vertical / Topographic Correction / Geodetic Networks / FFT
Schlagwörter (GND)Sarajevo <Region> / Geodätisches Netz / Lotabweichung / Schnelle Fourier-Transformation
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-89059 Persistent Identifier (URN)
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Untersuchung des Einflusses der Lotabweichungen auf geodätische Ingenieurnetze im Gebiet Sarajevo [7.34 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Gegensatz zu Streckenmessungen werden Richtungsmessungen und Zenitwinkel vom Schwerefeld beeinflusst, weshalb für höchste Genauigkeitsforderungen die Berücksichtigung von Lotabweichungen nötig ist. Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Lotabweichungen auf geodätische Ingenieurnetze im Gebiet Sarajevo. Die Berechnung der Lotabweichungen erfolgte mit Hilfe verschiedener Methoden (Quadermethode und schnelle Fourier-Transformation). Die benötigten Berechnungsprogramme wurden vom Department für Geodäsie und Geoinformation (TU Wien) zur Verfügung gestellt. Bis heute wurden im Bereich von Sarajevo nur sehr wenige Forschungsarbeiten über das lokale Lotabweichungsfeld durchgeführt, obwohl dessen Berücksichtigung wesentliche Folgen für den Bau von bedeutenden Infrastrukturprojekten wie z.B. Tunnel, Brücken usw. hat. In der Region Sarajevo wurden 105 in Profilen angeordnete Testpunkte ausgewählt (Punktabstand 2-3 km), in denen die Terrainkorrektur berechnet wurde. Die Lage und Länge der Profile ergab sich aus dem Reduktionsradius von 30 km und wird von der geringen Ausdehnung des vorhandenen 50m-Höhenrasters diktiert. Mit Hilfe der Terrainkorrektur kann auf die von der lokalen Topographie hervorgerufenen Lotabweichungskomponenten in Länge und Breite geschlossen werden. Mit Hilfe von Simulationsrechnungen wird in der vorliegenden Arbeit der Einfluss der Lotabweichungen auf geodätische Messgrößen in verschiedenen Azimuten und Zenitwinkeln untersucht. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurden auf Basis von Modellannahmen Graphiken erstellt, welche dem Vermessungsingenieur erlauben die Wirkung der Lotabweichung auf Zielpunktskoordinaten abhängig vom Azimut und dem Zenitwinkel der Messung zu. Als Testnetz wurde ein GPS-Netzwerk in Sarajevo mit rund 250 GPS-Punkten mit einem durchschnittlichen Abstand von 1 km genutzt. Dieses Netz wurde mit einem Polygonnetz verdichtet, das mit Totalstationen eingemessen wurde.

Zusammenfassung (Englisch)

The task of this work is to investigate the influence of the deflections of the vertical on geodetic networks used for the construction of major buildings and infrastructures such as tunnels and bridges in the area of Sarajevo. In contrast to distance measurements, directions and zenith angles are influenced by the gravity field. Therefore, for the highest accuracy requirements, it may be necessary to consider the impact of local deflections of the vertical. Until now there is available only sparse information about the deflection field in the vicinity of Sarajevo. In this context 105 test points (2-3 km point distance), arranged in profiles, were selected where the terrain correction has been calculated through various methods, i.e., the prism method and the Fast Fourier Transformation. The calculations were carried out by an upgraded version of the Fortran program LOTAB, developed at the Institute of Geodesy and Geophysics of the Vienna University of Technology. From the horizontal components of the terrain correction the deflections of the vertical were derived. The location and length of the chosen profiles resulted from the introduced influence zone (reduction radius) of 30km and is dictated by the small size of the available terrain grid (resolution 50m x 50m). First of all, with the help of simulations, the overall influence of the deflections of the vertical on geodetic measurements in different azimuths and zenith angles is investigated. Methodically the surveyor can quickly and easily decide by means of a provided graphical representation if for a given coordinate accuracy to be accomplished the local deflection of the vertical has to be taken into account. Later on the above mentioned calculated deflections were applied to a test network of 250 GPS stations with an average distance of 1km around Sarajevo which was further densified by polygon lines measured with total stations.